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Flex 19.05.2011 17:46

Elektroautos
 
Mal eine Frage, vielleicht weiß das ja jemand: Wie ist eigentlich der Wirkungsgrad der Dinger?

Sprich:
Wenn Menge X an Rohstoffen direkt in die Autos mit Otto- oder Dieselmotor gepumpt wird, können die damit eine Strecke von Y Kilometern zurücklegen.

Wenn die Menge X an Rohstoffen erst zu Strom umgewandelt wird, dann über hunderte oder tausende Kilometer durch Stromleitungen, Relays, Transformatoren, was weiß ich geschickt wird, bevor es in die Batterie des E-Autos gespeist wird, wie weit kommt jenes Auto dann damit?

Ich gebe zu, ich wäre mächtig überrascht, wenn es mehr als Y wäre.

Dean Keaton 19.05.2011 18:10

AW: Elektroautos
 
Verdammt gute Frage. Keine Ahnung, aber im Moment halte ich eh nicht viel von diesen E-Autos (außer dem Tesla, aber der kommt auch nur 300 km weit mit einer Ladung). Und solange die Reichweite so gering ist, es so wenig Ladestationen gibt (wer hat schon eine Starkstromleitung in seiner Garage), das Laden so lange dauert und die Dinger so abartig viel Kosten, würde ich mir niemals so einen Kaufen.

Das steckt doch alles noch in den Kinderschuhen und ist nur eine Modeerscheinung. Bis das voll Serienreif ist und sich dann auch rechnet, wird es noch sehr sehr lange dauern.

peterick 21.07.2011 21:36

AW: Elektroautos
 
Naja Mercedes Benz baut ja jetzt ein Auto das keine Batterien sondern Wasserstofftanks hat.
Stand letztens in der Autobild und die Technik scheint ja um einiges effizienter zu sein, genaueres weiß ich auch nicht :D

Danny K. 26.07.2011 15:56

AW: Elektroautos
 
Ich hab mal bei verschiedenen wiki Artikeln gegoogelt:

1. Der Wirkungsgrad von Stromerzeugung durch Mineralölprodukte liegt bei ungefähr 45 % der eingesetzten Primärenergie

siehe: Kraftwerk ? Wikipedia

2. Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors liegt bei 30 - 50 %

3. Der Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von 20 - 99,5 %

Wirkungsgrad ? Wikipedia

D. h.: Würde man einfach nur Öl im Motor gegen Öl im Stromkraftwerk austauschen, wäre unter Umständen nicht viel gewonnen, bzw. würde möglicherweise sogar eine Minderung eintreten.
Der Vorteil liegt daher darin, dass die Erzeugung des Stroms für Elektroautos ja auch aus Erneuerbaren Energien erreicht werden kann und sich dadurch die Bilanz zu gunsten des Elektromotors verschiebt.

So ungefähr würd ich den Ansatz einer Erklärung gestalten...

Flex 26.07.2011 16:36

AW: Elektroautos
 
Der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird ja so oder so gebraucht, auch wenn niemand auf E-Autos umsteigt.

Agent K 26.07.2011 17:08

AW: Elektroautos
 
Ich sehe da auch das geänderte Nutzlastverhältnis. Batterien nehmen wesentlich mehr Platz weg und wiegen auch mehr als ein entsprechender Benzintank. Es existiert insofern auch ein Verlust an Effizienz dadurch, dass mehr von der theoretisch nutzbaren Energie allein dafür verwendet werden muss, das eigene Gewicht/Volumen der Batterien zu bewegen. Dazu kommt, dass das Gewicht einer leeren Batterie zwar im Verhältnis e=mc² kleiner sein mag als das einer vollen Batterie, das erreicht aber nicht annähernd die Gewichtserleichterung (und Nutzlasterhöhung) eines sich leerenden Benzintanks (bei Normalbenzin ~750g/l)...

Und wenn ich mir so die lausige Lebensdauer meiner Akkus in Notebooks oder Handys (und deren Kosen) so angucke, dann graust es mir vor der Vorstellung, dass mein Auto evtl. alle 3-5 Jahre einen "neuen Satz" Batterien braucht. Auch deren Herstellung düfte mehr Energie (und Rohstoffe) erfordern, wie ein simpler Blechtank...

Flex 26.07.2011 17:40

AW: Elektroautos
 
Zitat:

Zitat von Agent K (Beitrag 321966)
Auch deren Herstellung düfte mehr Energie (und Rohstoffe) erfordern, wie ein simpler Blechtank...

Rohstoffe, die gerne mal aus aller Herren Kontinente zusammengeflogen werden.

Phileas 26.07.2011 23:43

AW: Elektroautos
 
Zitat:

Zitat von Danny K. (Beitrag 321955)
Ich hab mal bei verschiedenen wiki Artikeln gegoogelt:

1. Der Wirkungsgrad von Stromerzeugung durch Mineralölprodukte liegt bei ungefähr 45 % der eingesetzten Primärenergie

siehe: Kraftwerk ? Wikipedia

2. Der Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors liegt bei 30 - 50 %

3. Der Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von 20 - 99,5 %

Wirkungsgrad ? Wikipedia

D. h.: Würde man einfach nur Öl im Motor gegen Öl im Stromkraftwerk austauschen, wäre unter Umständen nicht viel gewonnen, bzw. würde möglicherweise sogar eine Minderung eintreten.
Der Vorteil liegt daher darin, dass die Erzeugung des Stroms für Elektroautos ja auch aus Erneuerbaren Energien erreicht werden kann und sich dadurch die Bilanz zu gunsten des Elektromotors verschiebt.

So ungefähr würd ich den Ansatz einer Erklärung gestalten...

Dir ist bei Deinem Vergleich anscheinend nicht klar, das der angegebene Wirkungsgrad für den Betrieb in Volllast gilt. Während im Kraftwerk die Turbinen durchgehend nah am optimalen Wirkungsgrad läuft, gilt das für einen Verbrennungsmotor im Auto nicht. Ein Elektromotor läuft auch unter Teillast sehr effizient. Gerade im Stadtverkehr geht die Rechnung zugunsten des Elektroautos. Mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien und Kohlekraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung verschiebt sich die Bilanz weiter zugunsten des Elektroautos.

Agent K 27.07.2011 00:37

AW: Elektroautos
 
Das Problem ist aber, dass es gerade bei mobilen Energiewandlern (Motoren) gar nicht so sehr auf Effizienz und Wirkungsgrad ankommt, sondern auf die Leistung, die aus der Kombination mit einer ebenfalls mobilen Energiequelle erreicht wird. Wasserstoffmotoren haben z.B. auch einen höheren Wirkungsgrad als Otto-Motoren, aufgrund des geringeren Energiegehaltes des Wassertoffes (pro Volumen) aber weniger Leistung (bei gleichen Abmessungen). Ähnlich ist es bei Elektromotoren mit Energiezufuhr durch Batterien. Und je größer, schwerer und Leistungsintensiver die Fahrzeuge werden, desto schlechter ist das Verhältnis. Autos oder Kleinlastwagen könnten evtl. noch per Ober- oder Unterleitung versorgt werden, bei Schwertransportern, Baumaschinen, oder gar Verkehrsflugzeugen, ist ein Elektroantrieb momentan noch Utopie...

Danny K. 27.07.2011 04:46

AW: Elektroautos
 
Zitat:

Zitat von Agent K (Beitrag 322002)
Das Problem ist aber, dass es gerade bei mobilen Energiewandlern (Motoren) gar nicht so sehr auf Effizienz und Wirkungsgrad ankommt, sondern auf die Leistung, die aus der Kombination mit einer ebenfalls mobilen Energiequelle erreicht wird. Wasserstoffmotoren haben z.B. auch einen höheren Wirkungsgrad als Otto-Motoren, aufgrund des geringeren Energiegehaltes des Wassertoffes (pro Volumen) aber weniger Leistung (bei gleichen Abmessungen). Ähnlich ist es bei Elektromotoren mit Energiezufuhr durch Batterien. Und je größer, schwerer und Leistungsintensiver die Fahrzeuge werden, desto schlechter ist das Verhältnis. Autos oder Kleinlastwagen könnten evtl. noch per Ober- oder Unterleitung versorgt werden, bei Schwertransportern, Baumaschinen, oder gar Verkehrsflugzeugen, ist ein Elektroantrieb momentan noch Utopie...

Mein Wissen im Bereich der Ingenieurskunst und der Elektortechnik reicht zwar nicht aus, um etwas zur Wirtschaftlichkeit zu diesen Motoren sagen zu können. Utopie ist es jedoch schon lange nicht mehr.

Zumindest wenn man in der Umwelthauptstadt Europas 2011 wohnt:

HVV - Klimaschutz im HVV

Absätze "Der BusBus – die Dieselhybridbusse der HOCHBAHN", "Brennstoffzellenbusse der HOCHBAHN" und teilweise "Elektrisch ablösen".

Agent K 27.07.2011 08:34

AW: Elektroautos
 
Die Stadtbusse sind für mich das Äquivalent zu Phileas' Stadtautos. Wenn es auf Leistung und Reichweite (unabhängig von der Versorgung) nicht ankommt, dann mag das funktionieren. Wenn ein Bus nach einigen Linienfahrten "leergesaugt" ist, sich dann an die Ladedose hängt, und ein anderer Bus während der Ladephase übernimmt, ist das machbar. Aber grundsatzlich liefern alle mobilen Stromquellen im Verhältnis zu ihrer Größe/Gewicht einfach weniger Energie als vergleichbare Verbrennungsprozesse. Selbst die E-Loks der Bundesbahn währen zum aktuellen Zeitpunkt undenkbar, wenn sie ihre Energiequelle selbst mich sich rumschleppen müssten. Die "Utopie" bezog sich da ausschließlich auf Extremfälle wie "Großflugzeuge", wo das Verhältnis benötigte Leistung <-> Größe/Gewicht besonders extrem ist. Bei nuklearbetriebenen Schiffen und Unterseebooten ist es umgekehrt...

DaRow 27.07.2011 20:55

AW: Elektroautos
 
Nun Elektromotor is nich gleich Elektromotor und das die Elektromotoren die in elektroautos verbaut werden, einen Wirkungsgrad >80% haben wage ich zu bezweifeln, zumal grad im Stadtverkehr durch die unregelmäßige Fahrweise, viel an Effiziens verloren geht.


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