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Alt 10.10.2018, 13:58
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Killing Machine (1974) (A Sunday at the country)

Der hiesige Titel scheint der zweite O-Titel gewesen zu sein, unter dem man den damals wohl zweitverwertet hat. In der seeligen Zeit der Wiederaufführungen - oder weil man sich an einen Trend dranhängen und noch ein paar schnelle Dollar machen wollte. Grundthematisch passt der hier durchaus in jene filmische Ecke, in der sich Tobe Hoopers "Texas Chainsaw Massacre" und Wes Cravens "The last house on the left" ihren Klassikerstatus über die Jahrzehnte erworben haben.
Wobei mir die Entwicklung hier drin weitaus besser gefällt - und der Film an sich bestenfalls als "Horror in between its characters" entspringt. Mit empfindlichen Konsequenzen für alle Beteiligten....

Wie der - wunderschöne - Originaltitel es auf den Punkt bringt: es ist ein Sonntag auf dem Lande. Unterlegt von zwei Countrysongs, die textlich die Bandbreite des "God´s own Country" auf den Punkt bringen, begeben sich Farmer Adam Smith (er "erste" Mann mit dem passenden allerweltschen Familiennamen: Schauspiellegende Ernest Borgnine in einer - für mich - Karrierebestleistung) und seine von der Uni für die Semesterferien heimgekehrte Enkelin Lucy (Hollis McLaren) zum sonntäglichen Gottesdienst.
Das Radio meldet einen am vorherigen Tag verübten Überfall - begangen von drei Männern. Zwei Tote wurden zurück gelassen.
Während sich die Gemeinde unter dem Dach des Herrn versammelt hat und ihre Loblieder durchs Gebälk nach außen klingen, semmelt draußen ein Polizeiwagen vorbei.
Die Schlinge zieht sich zu - doch die drei Flüchtigen tauschen den Fluchtwagen. Nicht ohne die Besitzer des neuen Fahrzeugs zu meucheln.
Und letztendlich in der Pampa zu stranden.
Straßensperren scheinen die weitere Flucht unmöglich zu machen.
Also schlägt man sich zu Fuß durchs Dickicht.
Um auf der smithschen Farm unterzutauchen. Und abzuwarten. Doch da haben die drei als Geschäftsleute auftretenden Finsterlinge die Rechnung ohne den Farmer gemacht.
Denn Adam - von den Nachrichten auf den aktuellen Stand gebracht und auch von dem Tod der ihm bekannten Autobesitzer informiert (eine Info, die er seiner Enkelin vorenthält um sie nicht übermäßig zu beunruhigen) - erwartet den ungebetenen Besuch schon.
Um ihnen eine Lektion nach biblischen Ausmaßen zu Teil werden zu lassen.
Doch verläuft das Leben grundsätzlich nie so, wie man sich es wünscht....

Denn Adams "Das Gesetz bin - weitestgehendst - ich"-Haltung wird ob ihrer alttestamentarischen "Auge um Auge"-Einstellung durch Lucys humanistisch-liberale Seite ein ums andere Mal in Frage gestellt.
Bei der selbst der Knecht des Hofes - der körperstarke aber insgeheim sanftmütige - Luke (Vladimir Valenta - ein Mensch, dessen imdb-Vita und sein Leben auch genügend Stoff für einen Film böten) am Ende seine Loyalität Adam gegenüber in Frage stellen muss.
Denn niemand ist eine Insel. Und wenn, dann darf er allein über sein Reich für sich herrschen.
Mit allen Konsequenzen.
Der Film scheut sich nicht, eben diesen Weg zu gehen.
Und Michael J.Pollard (wieseliges Genregesicht, bekannt auch aus "Die Geister, die ich rief", "Ruf nach Vergeltung", "Tango & Cash", "Bonnie & Clyde", "Dark Angel", Dick Tracy" und "Haus der 1000 Leichen") als berechenbar-unberechenbarer mieser Möpp der drei unguten Herren macht ihn für Adams Handlungen ein Stück weit einfacher. Aber keinesfalls besser.
Insgeamt weitaus vielschichtiger angelegt, als Charles Bronsons Klassiker der Selbstjustiz "Death Wish".
Soeben auf DVD wieder neu aufgelegt - mit dem damaligen 80er Jahre Cover - das einige Facetten des Films durchaus aufzeigt (auch auf dem Wendecover). Die beide aber knietief nur den vorhandenen Exploitationcharakter des Filmes abbildn - und nicht die Intention des Werks, das weit darüber hinaus geht.
Da wär mir das US-Plakat-Motiv hundertmal lieber gewesen - explizit, weil Ernest Borgnines Figur auf dem gezeichneten Motiv irgendwie rund 15 Jahre jünger erscheint, als im Film selbst.
Und ein Hubschrauber wie die jugendlichen Deliquenten samt Motorrad sowie die abgebildete Art von Kettenhund sind im gesamten Film auch nicht vorzufinden.
Soviel sei mal im Vorfeld "gespoilert".
Davon abgesehen - ein tiefgrimmige Kiste, die man heute vermutlich als reaktionär abtun kann/könnte.
Wenn man dieses filmische Buch nach dem Cover beurteilt.
Aber das ist ja heute wieder "en vogue"......
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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