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Alt 09.02.2018, 12:40
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Saturn 3 (1980)

Ebenso wie "Solo - A Star Wars Story" stand auch dieser SF-Film einst unter keinem guten Stern. Regisseur John Barry (vormals Production Designer bei "Star Wars" und "Superman") wurde während der Dreharbeiten ersetzt. Ob es eine gute Wahl war, dafür Regisseur Stanley Donen auf den Regiestuhl zu setzen, mag dahin gestellt bleiben - der Mann war eigentlich in der Komödie und dem Musical (Singin in the rain / Eine Braut für sieben Brüder / Charade / Indiskret) "beheimatet" (und brachte als ausgebildeter Tänzer und Broadwaydarsteller entsprechendes Rüstzeug mit).
Manchmal scheint der alte Spruch von wegen "Schuster bleib bei Deinen Leisten" doch nicht allzu weit weg von der Wahrheit....
Die Beteiligung hieran sicherte ihm eine von drei Nominierungen für den "Razzie Award" des Folgejahres (neben den beiden Hauptdarstellern Kirk Douglas und Farrah Fawcett, jup - die aus der legendären TV-Serie "3 Engel für Charlie").... und sorgte dafür, dass seine Regiekarriere hiernach fast gänzlich endete...

Auf einer Basis in den Saturnringen (warum gerade dort, weiß niemand der bei Sinnen ist zu erklären) arbeitet der Wissenschaftler Adam (!) (Darstellerlegende Kirk Douglas, der uns alle hier im Forum wohl überleben wird) zusammen mit seiner Geliebten/Kollegin Alex (Farrah Fawcett) (welche genaue Qualifikation sie für diese Arbeit mitbringt, lässt das Script offen) an einer Lösung für den Hunger in der Welt.
Da die Ergebnisse die sie bislang gewonnen haben, hinter der Zielvorgabe hinterher hinken, bekommen sie Besuch von Captain Benson (Harvey Keitel), der sie unterstützen soll. Bzw. Adam ablösen will - auch weil er binnen 5 Minuten ein unstillbares Verlangen nach der äußerst anmutigen Alex entwickelt.
Der von ihm für die Arbeit mitgebrachte "Hector" - der neuartige Roboter der sogenannten "Halbgott-Reihe" (nudge nudge wink wink) - dessen Lernprozess mittels Gedankenübertragung von seinem Lehrmeister anwächst - hat durch seine ihm eingegebenen Direktiven (Isaac Asimov lässt grüßen) kurzfristig sowas wie "Bedenken", denn Benson ist nicht der, der er sein soll.
Und die Pillen die der charakterlich äußerst schwankende Militär schluckt, sind einer Stabilisierung nicht wirklich zuträglich.
Binnen kurzer Zeit macht der Roboter eine Wandlung durch, die allen drei Anwesenden mehr als nur Kopfzerbrechen bereiten wird...

Die alte "Alien"-Weisheit - "Im Weltall hört dich niemand schreien" - wird hier ähnlich bemüht, wie entsprechende Bilder, die das Science Fiction-Genre in den Siebzigern schuf und ins Bewusstsein der Fans sinken ließ.
So entwickelt sich der Film in der zweiten Hälfte dramaturgisch zu einem Quasi-Remake der Idee aus dem 77er "Des Teufels Saat - Demon Seed", in der ein Roboter sich verliebt und ein Kind zeugen will.
Dazu kommt es hier letzten Endes nicht - aber der Weg ist das Ziel.
Dass Kirk Douglas - der hier mit 62 seine unbedeckte körperliche Virilität präsentieren konnte (Frau Fawcett feierte am Set ihren 32 Geburtstag, was wohl auch bei den - häufigen - Bettszenen von angenehmer Art gewesen sein dürfte) - diesen Streifen in seiner Vita hat, stimmt ein wenig traurig. Aber vermutlich dem Umstand geschuldet, dass Stars halt immer mal "was anderes" versuchen wollen.
Und Harvey Keitel zu Beginn seiner Karriere - also mal etwas seitwärts zu den kleinbudgetierten Scorseses seiner Anfangsjahre - darf hier den Schubladenpsycho im All abliefern (und wurde wohl noch nachträglich in der Originalfassung nachsynchronisiert).
Die auf Scheibe erhältliche Fassung ist 85 Minuten lang - was das Erlebnis (das ursprünglich wohl 96 Minuten lang und auch in 70 mm zu bewundern war) doch angenehm knackig hält.
Einiges vom Design der Saturn-Station hat was vom Design der "Nostromo" aus "Alien", auch die Ausleuchtung.
Die technische Seite mäandert bezüglich Ideen und Umsetzung von "sieht toll aus" bis "wie billig wirkt das denn" (letzteres wohl auch dem Umstand geschuldet, dass die gleichzeitige Produktion von Produzent Lew Grade ein Set weiter aus dem Ruder lief - es handelte sich um "Hebt die Titanic" - und Gelder hier abgezogen wurden um die finanziellen Löcher der "Titanic" zu stopfen. Letzteres half leider nix - am Ende gingen beide Filme an der Kinokasse auf Grund).
Hierzulande tauchte der hier mit 5 Jahren Verspätung über "Ascot"-Film (wohl in einem Package-Deal) kurzzeitig in den Kinos auf - unter dem Titel "Saturn City" (wobei man sich bei Ansicht die Frage stellt, wo da bitte eine "City" auszumachen wäre). Und auf Video später auch noch unter "Mörder Roboter" auf Umlaufbahnen durch die untersten Reihen der Videotheken unterwegs.
Hat letztendlich- alles in allem - was für Leute die was an filmischen Auffahrunfällen übrig haben (siehe "Supernova" mit James Spader) zu bieten.
Und auf der Scheibe noch ein paar Interviews mit den Filmschaffenden, einen Audiokommentar und die alte "Super 8"-Fassung als Bonus drauf. Immerhin....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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