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Alt 17.04.2017, 13:01
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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Standard The girl on the train (2016, Regie: Tate Taylor)

Hab mit Lex schon auf Twitter diesbezüglich diskutiert. Sie muss dann halt demnächst die Gegendarstellung schreiben, aber ich fand den doof.

Hier erstmal der Trailer:
Girl on the Train Trailer




Der Film handelt von einer Alkoholikerin, die jeden Tag mit dem Zug an einem Traumhaus vorbei fährt, wo sie ein Pärchen beobachtet, das für sie das traumhafte Abbild der perfekten Liebesbeziehung darstellt. Doch eines Tages ist die Frau verschwunden und die Frau im Zug macht sich auf die Suche.

Alles Weitere bewegt sich in den Untiefen von nicht wirklich schlimmen Spoilern, aber mehr verraten möchte ich definitiv nicht.

Was ein großartiger, feiner psychologischer Thriller im Hitchcock-Stil hätte werden können, mutiert unter der Feder der Autoren und der Hand des "The Help"-Regisseurs Tate Taylor in der ersten Hälfte zu einem wirklich trägen Alkoholiker-Drama mit völlig wirr zusammen geschnittenen Rückblenden und einer sowohl ideen- als auch endlosen Expositionssequenz, in der sich die drei Protagonistinnen (die immer tolle Emily Blunt, die ebenfalls großartige Rebecca Ferguson und die austauschbare Haley Bennett) tatsächlich per hübsch vorgelesenem Voice Over vorstellen dürfen.
In der zweiten Hälfte dann entwickelt der Film tatsächlich offenbar den Wunsch, nun doch noch ein Whodunit-Thriller zu werden, dessen Auflösung sich aber aus meilenweiter Entfernung erahnen lässt. Rebecca Ferguson, die ansonsten wirklich toll ist, springt von einer Motivation zur gegenteiligen und alles, was Emily Blunt an Charaktertiefe aufgebaut hat, geht verloren.

Dazu gesellen sich noch die Ehemänner gespielt von Luke "Dracula untold" Evans und dem sehr coolen Justin "Mulholland Drive" Theroux, die aber schauspielerisch eigentlich nichts zu tun bekommen. Ach ja, und es rennen noch 2 Polizisten rum, deren Aufgabe im Film mir nicht ganz klar geworden ist.

Leider der klassische Fall eines Buches, das um seines Namens willen verfilmt werden musste, ohne dass sich jemand gefragt hat, ob es sich für einen Film eignet.

Spoiler: Anzeigen
Da sich fast alle Konflikte des Films darum drehen, wer mit wem fremdgegangen ist und wer warum kein Baby bekommen hat und wer eins abtreiben musste und wer glücklich mit seinem Baby ist oder auch nicht, war mir das Thema letztlich auch zu sehr im Seifenoper-Territorium verortet.
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Alt 17.04.2017, 19:14
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Standard AW: The girl on the train (2016, Regie: Tate Taylor)

hier meine damalige Meinung aus den Forencharts...

"Warum eigentlich immer die Vergleiche mit "Gone Girl"? Nur wegen dem "Girl" im Titel? Das ist ja auch nicht die gleiche Schriftstellerin... Oder waren die gleichzeitig in den Bestsellern? Oder ist es die Beziehung-Thematik? Ich check es nicht. Der Vergleich hinkt jedenfalls, "The Girl on the Train" ist viel besser als das öde "Gone Girl" und schlägt auch ganz andere Töne an.

Emily Blunt spielt ganz hervorragend und man fühlt tief mit ihr mit. Wie überhaupt die Beziehungen und Figuren ausgezeichnet herausgearbeitet sind, dass die Kamera fast ständig Nahaufnahmen macht, hilft da auch ungemein und ist clever gemacht

Die Story weist genügend Twists auf um bis fast gegen Ende zu fesseln und es gab durchaus ein, zwei Szenen, wo ich geschockt war und weggucken wollte - nicht wegen schlimmer Bilder, sondern wegen emotionaler Betroffenheit.

Also sehr gelungener, emotionaler Thriller mit so einigen Facetten, wo man noch viel nachdenken kann. Einzig die letzten paar Minuten haben mich nicht überzeugt, da wurde der Voiceover doch eher käsig.

9/10 "
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August: Osage County


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Alt 17.04.2017, 19:39
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Uncle Dean
 
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Standard AW: The girl on the train (2016, Regie: Tate Taylor)

Ich fand den etwas zäh. Die darsteller sind super und auch die story gefiel mir, aber er kam mir auch recht lang vor. Ich wusste ja worauf ich mich einlasse und das es ein ruhiger erzählstil sein wird, aber es war mir stellenweise zu ruhig. Schlecht war er nicht, aber meine erwartungen waren wohl etwas zu hoch
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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