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Alt 18.03.2017, 10:49
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Top Job - Diamantenraub in Rio (1967) (Ad ogni costo)

Nichts schätzt der geneigte Filmfreund von Zeit zu Zeit als ein "geniales Ding", das da gedreht wird. In diesem Jahrtausend waren vor allen die Truppe um Danny Ocean (George Clooney) und die magischen "Reiter" sehr erfolgreich, wenn es darum galt, das Publikum schwindelig zu machen - und dann den Diebstahl erfolgreich durchzuziehen.
Als "Urvater" dieses Genres kann der französische "Rififi" aus dem Jahr 1955 angesehen werden - in dem das Knacken eines Geldschranks innerhalb eines Spannungsbogens von 32 Minuten gereicht wird. Wobei in dieser Zeitspanne kein Wort fällt - dies aber einst sowohl von Publikum wie auch Kritikern mit Begeisterung aufgenommen wurde.
Die italienisch-spanisch-deutsche Co-Produktion "Top Job" schielt durchaus auch in eben diese Richtung, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, einem Safe "auf die Pelle zu rücken", der Diamanten im Wert von 10 Millionen Dollar (Stand: 1967) beinhaltet. Aber eines nach dem anderen...

Nach dreißig Jahren vorbildlichem Einsatz in einer Schule in Rio, geht Englischlehrer Professor Anders (Edward G. Robinson - zur Zeit Humphrey Bogarts einer der führenden Charakterschauspieler Hollywoods) in den wohlverdienten Ruhestand. Doch im Gepäck hat der freundliche Herr einen bis aufs I-Tüpfelchen ausgearbeiteten Plan, der ihn über Jahre hinweg beschäftigt hat. Selbigen unterbreitet er seinem alten Jugendfreund Mike (Adolfo Celi - Bond-Gegenspieler Largo in "Feuerball"), der sich über die Jahrzehnte als graue Eminenz der Unterwelt einen Namen schuf.
Und dieser ist Feuer und Flamme, diesen in die Tat umzusetzen.
Der Zeitpunkt: ein Wochenende in Rio, wenn der Karneval die Stadt in einen Taumel versetzt hat.
Und die der alten Schule von Anders gegenüberliegende Diamantengesellschaft für eben diese Dauer die "Kleinigkeit" von 10 Millionen Dollar in Steinchen im Tresor liegen haben wird.
Die Kartei von Mike - säuberlich geordnet nach den verschiedensten Kategorien - liefert vier Namen von vier Profis, die den Plan in die Tat umsetzen sollen.
Was diese vier unterschiedlichen Charaktere auch tun - Spannungen untereinander inklusive.
Unter Führung von dem deutschen Offizier Erich (Klaus Kinski), üben der Geldschrankspezialist Gregg (Georges Rigaud) und der zaudernde Elektroniker Agostino (Ricardo Cucciolla) den "Ernstfall" an einem Trainingsssafe, während sie darauf warten, an einen speziellen Schlüssel zu kommen, den der vierte im Team - der enorm selbstgefällige Playboy Jean-Paul (Robert Hoffmann) - besorgen soll. Dieser Schlüssel befindet sich im Besitz der Chefsekretärin der Diamantengesellschaft - Mary Ann (Janet Leigh - der "Psycho"-Star) - und diese entpuppt sich als fast ebenso "unknackbar" wie der monströse Safe.
Am Tag X macht sich das Quartett an die Arbeit - mit nahezu blank liegenden Nerven....

...und serviert einen Coup, der auch heute noch problemlos fesselt. Selbstverständlich sind ein paar inszenatorisch wie auch dramaturgisch heute etwas bemüht wirkende Momente der Überzeichnung zu schlucken - das wird ob der Präzision der Umsetzung des Unternehmens doch immer noch gut absorbiert.
Kinski darf - etwas schaumgebremst - dem kinskischen Affen Zucker geben, Janet Leigh vielleicht ein wenig zu dick das "Kräuterchen Rührmichnicht an" bemühen. Dafür scheint Georges Rigaud als distinguierter Geldschrankfachmann und drückt dem Film - quasi aus dem Hintergrund kommend - seinen Stempel auf.
Unterstützt von einem schönen Setting und einem verspielt-spannenden Score von Meister Ennio Morricone beweist diese nun fünfzig Jahre alte Schote, dass sie immer noch das Zeug besitzt Spaß und Spannung zu liefern.
Und der Höhepunkt - der Einbruch in den Vault mit dem Safe - könnte tatsächlich Pate gestanden haben, als sich die Drehbuchautoren von Brian de Palmas "Mission:Impossible" Inspiration für Ethan Hunts Einbruch in Langley holten.
Die DVD kommt mit einem schönen informativen Booklet und mit ein paar (der Zeit der Zeit geschuldeten) wieder eingefügten und demzufolge unsynchronisierten Szenen.
Und - ich bin mir sicher: der letzten Schlussminute, die (zumindest nach meiner Erinnerung) bei der TV-Ausstrahlung damals in grauer Vorzeit immer gefehlt hat.
Was das ganze Unterfangen noch übler dastehen lässt, als überhaupt..........
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (18.03.2017 um 10:52 Uhr)
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