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  #1 (permalink)  
Alt 27.07.2008, 13:28
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vogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätzt
Standard V For Vendetta (James McTeigue, 2005)

V wie Vendetta - Infos zum Film | Trailer, Plakat, Bilder, Kritiken, News | MovieGod.de

Hat im Kino am besten gewirkt, funktioniert aber auch auf DVD, wie kürzlich festgestellt.

Hier drüben, im Zusammenhang Film und Gewalt, hat S.W.A.M. einen ganz interessanten Interpretationsansatz gebracht und folgendes angemerkt:
Zitat:
Zitat von S.W.A.M.
Dahingehend ist "V wie Vendetta" natürlich, gerade in dieser - ich nenn's mal so - Post-9/11-Zeit, sinnvoller und vor allem gewagter (von der extremen Verharmlosung des Nationalsozialismus und/oder ähnlichen totalitären Systemen mal abgesehen) als "John Rambo" (...)
Eine Verharmlosung des Nationalsozialismus kann ich nicht feststellen. Auch nicht nach der Begründung:
Spoiler: Anzeigen
Zitat:
Zitat von S.W.A.M.
KZ-Häftling wird zum Superheld und tötet dann Hitler... fand ich ein bisschen dämlich, mag den Film aber trotzdem,... egal.


Letztlich ist es natürlich so, wie SWAM schreibt, weil das nunmal die Handlung des Films ist, und das unterstreicht natürlich auch, wie plakativ V FOR VENDETTA im Grunde ist und vorgeht. Doch genau darum geht es ja: Symbolismus; für mich ist der Film einfach zu symbolhaft angelegt (und zu verstehen), als dass man dies dann 1:1 auf die historische Nazi-Zeit umlegen könnte. Vielmehr steht es (symbolisch! plakativ!) dafür, dass ein unmenschliches Regime von den eigenen Verbrechen eingeholt und vernichtet wird: Die gerechte Welt, jeder (inklusive dem "Helden") kriegt das, was er verdient. Pay-Off, just world, was auch immer.
Eine Verharmlosung kann ich da nicht feststellen.

Aber, darüber hinaus: Wenn wir schon von "Filmwahrnehmung und Realitätswahrnehmung" sprechen, dann sprechen wir auch von Vergleichbarkeit. Und da liegen IMO zwischen dem NS-Staat und Nazi-Deutschland (trotz umfassenden Parallelen in Sachen Administration und Ideologisierung und zeitgenössisch gepimpte Propaganda) auch Unterschiede. Der Film übernimmt das Nazi-Ding nicht komplett, bsplsw. gibt es in V FOR VENDETTA keinen (im Film thematisierten) Holocaust.
Spoiler: Anzeigen
Dafür die vom Staat initiierte Seuche als Mittel der Kontrolle.


In meinen Augen also keine Verharmlosung, wegen (a) Symbolhaftigkeit des Films und (b) aufgrund der Vergleichbarkeit, die S.W.A.M. selbst so in den Raum stellte.
__________________
..
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  #2 (permalink)  
Alt 28.07.2018, 11:52
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: V For Vendetta (James McTeigue, 2005)

Heute endlich wieder gesehen.
Und - verdammt noch eins - hat der seit 2006 an Aktualität gewonnen.
Auch wenn nur Auszüge aus Alan Moores Vorlage benutzt wurden.
Die Wichtigkeit - bzw. "behauptete Wichtigkeit" die heute vom "Marvel-Universe" abgeliefert wird, ist nichts im Vergleich hierzu.
"Eine Idee, deren Zeit gekommen ist, kann man nicht töten!"
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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  #3 (permalink)  
Alt 30.07.2018, 22:35
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: V For Vendetta (James McTeigue, 2005)

Zitat:
Zitat von vogel Beitrag anzeigen
Eine Verharmlosung des Nationalsozialismus kann ich nicht feststellen.
Dem würde ich voll und ganz zustimmen. Ansonsten könnte man auch Star-Wars vorwerfen, dass dort ein Bauernjunge fast im Alleingang ein Nazi-artiges Regime zerstört.

Zitat:
Zitat von vogel Beitrag anzeigen
Und da liegen IMO zwischen dem NS-Staat und Nazi-Deutschland (trotz umfassenden Parallelen in Sachen Administration und Ideologisierung und zeitgenössisch gepimpte Propaganda) auch Unterschiede. Der Film übernimmt das Nazi-Ding nicht komplett, bsplsw. gibt es in V FOR VENDETTA keinen (im Film thematisierten) Holocaust.
Spoiler: Anzeigen
Dafür die vom Staat initiierte Seuche als Mittel der Kontrolle.
Neben dem Spoiler sehe ich die Hauptunterschiede zum Nazi-Regime eher im absoluten Überwachungsstaat, der mehr an Stasi oder NSA erinnert, sowie im Fehlen expansiver Kriegspolitik.
Die im Film thematisierte Verfolgung Andersgläubiger und Homosexueller, inklusive Lager, erinnert ja doch schon an den Holocaust.

Zitat:
Zitat von scholley007 Beitrag anzeigen
Und - verdammt noch eins - hat der seit 2006 an Aktualität gewonnen.
Wohl wahr.

Deutschland betreffend: 2013 die Edward-Snowden-Enthüllungen zum Thema Überwachungsstaat auf der einen Seite, und die Kölner Silversternacht 2015 sowie der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt 2016 auf der anderen Seite (und die darauf folgenden Rufe nach mehr innerer Sicherheit und wachsende Xenophobie).

Nicht freie Staaten betreffend: Arabischer Frühling, der gescheiterte Putschversuch in der Türkei, getötete Kreml-Kritiker wie Boris Nemzow oder Maxim Borodin.
All das sind Dinge, die der Film in irgend einer Form thematisiert.

Selbst der im Film dargestellte Bürgerkrieg(?) in den USA erscheint angesichts der politisch verhärteten Lager und der Spaltung der Gesellschaft nicht mehr so tatal abwegig.

"V for Vendetta" ist einer der Filme, die ich wesentlich lieber im O-Ton schaue. Insbesondere das erste Gespräch zwischen V und Evey hat im Original einen wesentlich besseren Flow, sowohl Natalie Portmans, als auch Hugo Weavings ironischen Unterton finde ich hier extrem wichtig.
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  #4 (permalink)  
Alt 01.08.2018, 22:01
Benutzerbild von Marlowe
Bohemien
 
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Standard AW: V For Vendetta (James McTeigue, 2005)

Vorweg zur Einschränkung meines harten Urteils: Ich habe den Film seit dem Kino damals nicht gesehen, das basiert jetzt also auf relativ ferner Erinnerung. Aber ich kann mich noch gut erinnern, dass ich das Ende -
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uniformierte, gesichtslose Massen marschieren unwiderstehlich im Gleichschritt

- in der Bildsprache als weitaus faschistischer empfunden habe als das ganze vorher gezeigte Regime. Und wegen dieses blöden Gefühls im Bauch habe ich den Film seither denn auch gemieden.

[OT: "V For Vendetta" im Kino, war das nicht beim CT in Wien? Und lag ich damals nicht schon mit einigen Mitsehern aus diesem geschätzten Forum diesbezüglich über Kreuz? ]
__________________
Marlowe interessiert sich einen Dreck dafür, wer Präsident ist; ich ebenso, weil ich weiß, es wird ein Politiker sein.
Raymond Chandler
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  #5 (permalink)  
Alt 02.08.2018, 11:58
Benutzerbild von mati
Stammgast
 
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Beiträge: 116
mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: V For Vendetta (James McTeigue, 2005)

Das Ende war für mich zwar jetzt nicht der emotionale Höhepunkt des Films
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das war eher die Lebensgeschichte der Lesbe die den Brief auf Klopapier geschrieben hatte

aber ich fand es schon gelungen...
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und ich fühlte mich jetzt auch nicht unwohl beim Anblick der Leute.

Vermummt sein ist in Deutschland natürlich zurecht bei Demonstrationen verboten. Die Demonstration im Film verstößt ja aber eh gegen die dort geltenden Gesetze.

Die Masken symbolisieren ganz gut die große, gesichtslose Mehrheit, steht im Kontrast zum Kanzler oder dem Moderator Lewis Prothero, die als Posterboys der Diktatur ihr Gesicht in die Kamera halten.

Die Menge hat ja keine Waffen, auch keine Fackeln oder so. Ist also nichts ala Ku-Klux-Klan. Und zum Schluss nehmen sie ja auch ihre Masken ab, wobei dann auch lauter eigentliche tote Figuren wieder auftauchen. Das fand ich eigentlich ganz gut gemacht, weil sich so zeigt, wer unter anderem alles zur eigentlich anonymen Mehrheit gehört(e). Sie müssen sich plötzlich nicht mehr unter der Maske verstecken, weil sie gewonnen haben. Und die Toten bekommen ihr Gesicht zurück, werden rehabilitiert.
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