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Lord_Krachah 03.04.2018 09:52

Auslöschung
 
Für alle Netflix-Abonnenten gibt es dort nun den neuen Film von Alex Garland (Regisseur von Ex-Machina und vllt. ja auch Dredd).

Es geht um eine Biologie-Professorin (Portman), deren Mann (Isaac) vor längerer Zeit auf einer geheimen Army-Mission verschwunden war. Nun taucht er wieder auf. Es folgt ein Militäreinsatz und unsere Protagonistin findet heraus, dass er sich in einer wachsenden womöglich außerirdischen Zone befand, von der bislang nie jemand zurückkehrte...

Toller Film. Lädt zum Nachdenken ein. Schöner Kontrast zur sonstigen (Heim-)Kino Science Fiction. Visuell herausragend. Was allerdings dann auch den Wermutstropfen darstellt: Hätte ihn gerne auf der großen Leinwand gesehen!

Lex 217 11.05.2018 09:06

AW: Auslöschung
 
Ich war enttäuscht. Von Alex Garland hatte ich mehr erwartet und auch sonst im Netz eher Lobeshymnen gelesen, die ich nicht recht nachvollziehen kann.

Das Szenario an sich ist kreativ und spannend, aber was daraus gemacht wurde, ist extrem durchschnittlich. Erstmal nämlich völlig vorhersehbar, alles kam genauso, wie ich es mir dachte, bis auf das visuell verschwenderische - und trotzdem langweilige - Finale. Ganz das Ende dann lag allerdings wieder auf der Hand.

Das All-Female Team, das sich da in den "Schimmer", wie die bunt flimmernde Zone, vermutlich außerirdischen Ursprungs, wagt, besteht aus stereotypen Figuren, welche die meiste Zeit Unsinn reden und sich dumm verhalten, was sehr ernüchternd ist, wenn man bedenkt, dass sie Spezialistinnen für diese Mission sind. Noch schlimmer daran ist, dass es allesamt Frauen sind, die da so peinlich daherreden. Weiß man doch von Garlands "Ex Machina", dass er es sehr wohl versteht, Frauen vielschichtig und auf intelligente Art darzustellen und in den Welt-Kontext zu setzen. Das ist hier leider gar nicht der Fall :|
Die Dialoge sind großteils platt und ja, dumm.

Besonders schade fand ich auch das ziemliche Fehlen von Wissenschaft bzw. wird da für eine wissenschaftliche Mission fast alles ausgeklammert. Es gibt genau zwei Stellen, wo über das Phänomen des Schimmers wissenschaftlich gesprochen wird, beide beziehen sich auf eine Tatsache, die man als Zuschauer schon nach kurzer Zeit im Schimmer problemlos deduziert :sleep: und auf die diese angeblich so klugen und professionellen Frauen scheinbar nicht dachten :mad:

Macht hier schon wieder Oscar Isaac einen unter-durchschnittlichen Film erträglich? Könnte man fast so sagen, dann aber wieder ist seine Rolle dafür zu klein und bekommt auch kaum echte Konturen.

Ich habe recht bald das Interesse verloren, aber durchgebissen. Wurde meiner Meinung nach zurecht nicht im Kino gezeigt (wie so einiges, das Netflix sich schnappt), ist nämlich ein nur oberflächlich inspirierter aber tatsächlich recht platter Sci-Fi-Streifen mit sehr wenig Sci, 08/15-Struktur und -Figuren und zu aufgesetzten Effekten, die nichts retten können.

5-6/10


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