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Wolfgang 27.08.2005 19:33

Bundestagswahl 2005, oder: Ist die Teilung wirklich überwunden?
 
http://de.news.yahoo.com/wahl/ergebnisse.html
...macht recht deutlich, dass es zumindest im politischen denken alles andere als eine Einheit Deutschlands gibt. Allein der Unterschied zwischen West- und Ostberlin ist ja überaus deutlich, vom politischen links/rechts-Gefälle von Norden nach Süden will ich erst gar nicht reden.

Dean Keaton 27.08.2005 19:39

Allein schon die Tatsache, dass man immer noch von den "Neuen Bundesländern" oder dem "Osten" redet, zeigt doch, dass die Mauer immer noch in den Köpfen der Menschen steht. Und das wird wohl auch noch in den nächsten 15 Jahren so sein.

vogel 27.08.2005 20:35

Naja, es sind nunmal die "neuen Bundesländer" und sie liegen halt im Osten.

NewBorn 27.08.2005 20:39

wow, schon 2 CDU/CSU Wähler, bin erstaunt, das sind wirklich die letzten die ich wählen würde. Die haben ihr "weniger Arbeitslosen" Versprechen doch eigentlich schon mit der Einführung der 500 Euro Semestergebühren gebrochen, weil da ja einige Studenten abspringen werden und selbst wenn neue Arbeitsplätze geschaffen werden kommen ja dann die nicht mehr Studierenden auf den freien Arbeitsmarkt hinzu, von daher totaler Blödsinn, das wäre zumindest bei der SPD so nicht passiert, trotzdem denk ich, ich werde keine der beiden Parteien wählen, wird meiner Meinung wirklich mal Zeit für eine Alternative zu beiden....irgendwie scheinen die meißten immer nur SPD und CDU zu sehen und die anderen garnet in Betracht zu ziehen.

Dean Keaton 28.08.2005 01:35

Was viele bei ihrer Wahlentscheidung, die CDU und SPD nicht wählen wollen, vergessen und meinen, sie würden FDP oder Die Grünen wählen, die müssen daran denken, mit wem diese "kleinen Parteien" dann eine Koalition eingehen. Wer also FDP wählt, hiflt auch der CDU an die Macht zu kommen, genau wie wenn jemand Die Grünen wählt, was wiederrum der SPD hilft, an der Macht zu bleiben.

Zu den Studiengebühren. Wir haben mal in der Schule lange darüber diskutiert und viele, die dann studieren gehen wollten, meinten, dass sie das Geld gerne zahlen, wenn es ausschließlich den Uni's zu gute kommt. Was allerdings dann wirklich mit dem Geld gemacht wird, weiß ich nicht.

tarantinofan 28.08.2005 18:30

Zitat:

Zitat von ~vogel*
... und sie liegen halt im Osten.

Also ich hatte mal einen Kollegen , der sagte : Ich komme aus Mitteldeutschland , Ostdeutschland haben wir 1945 verloren .

tarantinofan 28.08.2005 18:39

Zitat:

Zitat von Dean Keaton
Was viele bei ihrer Wahlentscheidung, die CDU und SPD nicht wählen wollen, vergessen und meinen, sie würden FDP oder Die Grünen wählen, die müssen daran denken, mit wem diese "kleinen Parteien" dann eine Koalition eingehen. Wer also FDP wählt, hiflt auch der CDU an die Macht zu kommen, genau wie wenn jemand Die Grünen wählt, was wiederrum der SPD hilft, an der Macht zu bleiben.

Man hilft zwar den potetiellen Koalitionspartnern , an der Macht zu bleiben . Doch je nachdem , wie sich der Stimmanteil verschiebt , umso mehr haben die kleinen , wie meinen GRÜNEN mehr Einfluß . Bloß eines ist Fakt . Wenn nicht endlich mal ein harter Schnitt kommt , kommen wir nie wieder von dieser hohen Verschuldung runter . Und jedes Geschenk an den Wähler heute kommt der nächsten Generation zu Lasten . Hat letzte Woche jemand DER FALL DEUTSCHLAND gesehen ? Da kann kommen , wer will . Die werden auf jedenfall weiter so die Kohle rausschmeißen , wie bisher . Überlegt nur mal , was dieser völlig überflüssige Umzug nach Berlin :puke: gekostet hat . . .

Oder die Logo änderung für das Arbeitsamt... :irre:

Wolfgang 28.08.2005 19:09

Zitat:

Zitat von tarantinofan
Also ich hatte mal einen Kollegen , der sagte : Ich komme aus Mitteldeutschland , Ostdeutschland haben wir 1945 verloren .

Oh, da kenne ich bis heute viele die das sagen. Wir haben mittlerweile Billionen (!) in den Osten gepumpt und es nimmt kein Ende, da darf es keinen Ostdeutschen wundern, wenn so mancher Westdeutsche dieses Geld lieber in der Bildung, Infrastruktur, den Schuldenabbau etc. von Westdeutschland sehen würde.

tarantinofan 28.08.2005 19:22

Recht haste , ich bin damals auch für eine bessere DDR auf die Straße gegangen , aber da hatte man keine Chance , da wollten alle schon die Wiedervereinigung .

Noch sowas beklopptes : DDR Mark im verhältniss 2:1 umzutauschen . . .

Aber alle , die gesagt haben , daß die Vereinigung über einen längeren Zeitraum gehen sollte , sind doch totgeschwiegen worden . Vom dicken Helmut ! Naja , und dann wurde eben zusammengewuchtet , was zusammenwachsen sollte .

Dean Keaton 28.08.2005 19:26

Zitat:

Zitat von tarantinofan
Naja , und dann wurde eben zusammengewuchtet , was zusammenwachsen sollte .

Stimmt, dass ging alles viel zu schnell und war viel zu unüberlegt. Ich bin zwar bekennender CDU-Wähler, aber das haben sie echt verbockt. Es hätte ja auch gereicht, die Wiedervereinigung z.B. 1995 zu machen und sich nochmal 5 Jahre darüber Gedanken zu machen, wie man das dann alles regelt.

NewBorn 28.08.2005 19:39

Zitat:

Zitat von Dean Keaton
Zu den Studiengebühren. Wir haben mal in der Schule lange darüber diskutiert und viele, die dann studieren gehen wollten, meinten, dass sie das Geld gerne zahlen, wenn es ausschließlich den Uni's zu gute kommt. Was allerdings dann wirklich mit dem Geld gemacht wird, weiß ich nicht.

Bei uns anner Uni gab's ne Umfrage, also die haben vorne den Haupteingang verbarrikadiert und da halt nur die Leute reingelassen die an der Umfrage teilgenommen haben ;) Quasi: Wir wollen's wissen. Im Ergebnis sah das so aus, das circa 36% der Studierenden, die an dem Tag durch den Haupteingang gegangen sind, ihr Studium schmeissen würden. Fänd ich schon krass wenn man die dann in der Arbeitswelt unterbringen müsste.

Flex 28.08.2005 19:41

Jau. Arbeiten, irgs.

Wolfgang 28.08.2005 19:59

Die Mentalitätsunterschiede zwischen West und Ost sind obendrein nicht zu vergessen. Wenn ich in Österreich bin kenne ich keinen Unterschied im denken und verhalten der Menschen zu meiner Heimat, aber wenn ich in Berlin bin (was bisher 5 mal der Fall war) fühle ich mich wie in Polen, Tscheschien oder eben einem anderen Land des ehemaligen Ostblocks (und das ist bitte nicht negativ zu verstehen).
Das war das einzige Mal, wo der sonst völlig fehlgelenkte Lafontaine recht hatte, als er gegen die Wiedervereinigung und für einen eigenen demokratischen Staat der DDR war.

@NewBorn:
Fakt ist: In fast JEDEM Land der Welt gibt es Studiengebühren und jede Bevölkerung kommt klar, nur natürlich wieder nicht die Deutschen. Ich bin auch nicht begeistert von der Idee, aber diese Überdramatisierung ist kaum auszuhalten.

Dean Keaton 28.08.2005 20:06

Zitat:

Zitat von Wolfgang
@NewBorn:
Fakt ist: In fast JEDEM Land der Welt gibt es Studiengebühren und jede Bevölkerung kommt klar, nur natürlich wieder nicht die Deutschen. Ich bin auch nicht begeistert von der Idee, aber diese Überdramatisierung ist kaum auszuhalten.

Das stimmt auch wieder.
Wenn man sich mal die Studiengebrühren in anderen Ländern anschaut, dann sind die 500 € bei uns ein richtiges Schnäppchen. Ich bin mir sicher, dass es dann keinen mehr geben wird, der z.B. Solzialpädagogig 30 Semester lang studiert. Hauptsache ist (und da wiederhole ich mich) das Geld kommt den Unis zu gute, weil dann alle davon provetieren.

NewBorn 28.08.2005 20:17

Ja, ist klar, aber:

Man vergleicht ja dann oft mit den tollen Eliteunis in den USA, naja, aber Unis wie Harvard etc. haben von Anfang an klargestellt das es Studiengebühren gibt und sie nicht erst nach 30 Jahren oder so eingeführt. Und da ist mein Punkt. Ich habe nix gegen Studiengebühren, aber dann sollte man sagen "Studiengebühren für alle die ab jetzt anfangen zu studieren". Weil die, die vorher angefangen haben, wussten dann ja quasi nicht auf was sie sich eingelassen haben. Wer also meinetwegen schon 3 Semester studiert und jetzt gesagt bekommt "Ja, vorher 150 euro, jetzt darfst du 500 euro zahlen" und sich das jetzt nicht mehr leisten kann, wird meiner Meinung nach unfair behandelt. Und dafür eines dieser sogenannten Darlehen aufnehmen? Also gleich mal Verschulden, ja danke. Die Leute die jetzt neu anfangen, wissen ja direkt "ah ja, 500 Euro" und können dann gucken ob sie das Studium zu diesem Preis durchziehen können, während andere, die halt schon angefangen haben und es nicht können, damit einige Zeit mit dem Studium verschwendet hätten.

Aber naja, ich will da jetzt nicht weiter drauf rumtrampelt, hat wohl jeder seine Ansicht zu.


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