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  #1 (permalink)  
Alt 08.11.2003, 15:13
hadde zau
 
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Hidetoshi ist auf dem besten Weg
Standard Stumpfen Filme Ab?

also also..bin ma ins grübeln gekommen..
in letzter zeit fällt mir auf, dass filme die andere als *krass* oder *superbrutal* einstufen, bei mir nicht solch entsetzen auslösen und eher auf langeweile oder *standard* treffen..
selbst filme wie ichi the killer schockieren mich nich wirklich..kumpel der b-movies sammelt und irgendwelche *kranken* filme hat wo leuten verschiedene teile des körpers auf primitive weise abgetrennt und dann verschlungen werden, tangieren mich nicht..letztens hat sich ein mann an der tanke an der ich jobbe den daumen mit der kofferraumklappe abgetrennt und kam mit offener handfläche und daumen,überall blut zu uns in shop..meine kollegin fiel in ohnmacht (kein scherz) ich gab ihm verbandszeug und versorgte ihn nachdem was ich als sani bei der juten deutschen bundeswehr noch gelernt hatte..ohne wirklich geschockt zu sein..was mir sagt, dass mich nicht nicht filmfiktive dinge nicht shcocken, sondern selbst reale..

wie kann das sein..entwickelt man im laufe der zeit eine art abstumpfung gegenüber solchen dingen??gerade durch die filme??
außerdem steh ich irgendwie auf schmerzen..naja nich sm oder sowas..
sondern durchs kampfsporttraining finde ich es irgendwie *befreiend* mit nem partner sparring zu machen und mal richtig zu kassieren..was ist das was dieses gefühl ausmacht??unterbewusste gefühl das man für seine sünden büsst oder sowas??oder einfach der animalische trieb..wie wenn man sich hinstellt, mal laut schreit und sich danach gut fühlt..dieses *auspowern*..

tatsache ist jedoch das ich noch nie eine schlägerei hatte..jedenfalls keine die übers kindliche schwitzkastengerangel in der grundschule hinausgeht..
obwohl ich mir brutalo filme reinziehe, beim training mit gewalt konfrontiert werde usw..

kann mir das einer von euch hobby psychologen oder neunmalklugen forumisten erklären?ick bin ratlos!

wer fühlt sich auch so!?

ok danke und machts juti
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  #2 (permalink)  
Alt 09.11.2003, 09:05
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Also, wenn ich eins auf´s Maul bekomme geht mir nicht wirklich einer ab, aber körperliche Schmerzen sind sicherlich nicht das schlimmste, was einem im Leben so passiert.

Was das Abstumpfen angeht, das kann genau so gut von den Nachrichten kommen. Ich will jetzt keine Debatte vom Zaun treten, aber die "Erwachsenen", die sowas immer erzählen, sind vermutlich diejenigen, die an nem Unfall auf der Autobahn am langsamsten vorbeifahren, weil sie auf Blutlachen oder schlimmeres hoffen.
Unsereins sieht sowas in Filmen schon zu Genüge und regt sich stattdessen über den Gafferstau auf (für mich gehören Unfall-Gaffer ins Fegefeuer, das nur nebenbei).

Andererseits fänd´ ich es sehr überraschend wenn Du als Ex-Sani Probleme mit ner blutigen Hand hättest :?
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  #3 (permalink)  
Alt 09.11.2003, 20:31
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Relikt
 
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Sara ist (noch) nicht aufgefallen
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Ich würde nicht unbedingt sagen, dass mich zb. Horrorfilme abgestumpft haben ur macht es mir auch nix aus was zu essen während im TV jemand operiert wird oder abgeschlachtet in nem Splatterstreifen zb. ich hab auch kein Problem damit, wenn ich Filme alà TSM oder so sehe ist ja nur Fiktion selbst wenn manche Horrorfilme auf wahren Begebenheiten basieren passiert es dennoch nicht gerade im TV wenn ich es sehe von daher geht es mir auch nicht nahe sind ja nur Filme. Da ich keinen Führerschein habe kenn ich diese Schleicher bei UNfällen auch nur als Beifahrerin und naja da kann ich ja eh nix gegen machen muss man halt mitschleichen nervt zwar tierisch aber mann kann sie ja schlecht mal dezent mit nem Stoß an den Kofferraum darauf aufmerksam amchen, dass sie sich doch mal ein wenig beeilen sollten *g*
Zu guter letzt noch eins jeder mensch reagiert auf Filme anders der eine hat nen schwachen Magen die anderen schwache Nerven ect. und deshalb reagiert auch jeder Mensch anders auf einen Film von daher würd ich mir da keine Gedanken machen.
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  #4 (permalink)  
Alt 10.11.2003, 00:01
hadde zau
 
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Hidetoshi ist auf dem besten Weg
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flex
nich aufs maul..wir schlagen uns ja nich in die fresse =) kopf is verboten..
will ja noch alle zähne behalten und nich immer mit ner genähten lippe rumlaufen..egal..
ex-sani..wurde aba nie mit blut konfrontiert..jedenfalls nich was kein showblut war heheh

sara
hmm aba fakt is doch das uns die filme solche szenen liefern..jedenfalls sehen wir sowas nie im leben..oder wenn vielleicht 1mal ne wirklich üble szene wo wir nen unfall miterleben und leuten gliedmassen abgetrennt werden oder sowas..

ich rede auch nich direkt vom filmabscheu..also bei szenen ekel bekommen..sondern vom reallife..mich wunderte es echt das ich bei dem daumen (bekommt ja schliesslich nich jeden tag nen abgetrennten daumen und blutauslaufende hände zu sehen) noch klare gedanken fassen konnte..oder vielleicht bin ich einfach so ein typ mensch..
wie sara meinte..jeder reagiert anders..solange wir mit solchen situationen nich konfrontiert werden können wir nur theorien aufstellen über unser angebliches handeln..

aba naja..vielleicht bin ich einfach nur so ein übelst kooler toughguy den nix aus der bahn bringen kann 8)
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  #5 (permalink)  
Alt 10.11.2003, 03:38
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Sara ist (noch) nicht aufgefallen
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also ich hab schon real alle möglichen wunden gesehen finger weg,zeh weg ,nochen gebrochen und aus haut rausgeragt,auge eingedrückt ect alles sachen die leuten passiert sind die keine ahnung vom heimwerken hatten oder einfach nur pech bei der arbeit hatten, aber um aufs thema zurück zu komen mir hat das alles nix ausgemacht, da waren die blutflecken auf meiner kleidung das ärgere übel um ehrlich zu sein wisst ihr eigentlich wie schwer es ist blutflecken aus Cashmere raus zu bekommen? Also schätze ich mal ich bin für sowas nicht empfänglich übelkeit beim anblich von blut oder offenen wunden ect.
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  #6 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 14:17
Stammgast
 
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--replikant-- ist (noch) nicht aufgefallen
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interessante frage...!

daß splatter- u.ä. filme (bzw. neuerdings auch videogames) abstumpfen würden, ist ja eins der lieblingsargumente derer, die sowas verbieten wollen. sie gehen allerdings davon aus, daß jemand diese gleichgültigkeit auch aufs reale leben überträgt, und zwar in dem sinne daß er auch nicht mit der wimper zucken würde wenn er einem opfer das schlachtermesser ins ohr rammt. was ich persönlich für schwachsinn halte. der springende punkt ist für mich, ob jemand die grenze zwischen film und realität noch ziehen kann, nicht ob und welche filme er sieht. sobald also jemand anfängt, menschen nach den gleichen kriterien zu betrachten wie die killer, zombies oder wasweißich der filme, dann ist ein realitätsverlust gegeben und die sache kann übel enden.

realitätsverlust sehe ich hier aber bei niemandem gegeben....

mal ein anderes argument: ich bin, speziell wenn ich Saras ausführungen lese, verdammt froh über so "abgestumpfte" leute. ich bin nämlich bei sowas eher der empfindliche typ, der sowas gar nicht sehen will. wenn ich per zufall im internet über ein bild eines schrotflinten-selbstmörders stolpere (hallo, ich bin sein hirn! - hey, scheiße, dich wollte ich gar nicht kennenlernen!!), dann bin ich erstmal bedient und habe vermutlich probleme einzuschlafen. ich wäre also als sanitäter, notfall- bzw. unfallarzt, polizist etc. total ungeeignet und bin daher voll dankbarer (erleichterter) bewunderung für die, die geeignet SIND.

was das mit dem abgetrennten daumen angeht... es gibt auch die möglichkeit daß man in solchen situationen unter schock handelt, und es gibt auch schockzustände in denen man noch verdammt klar denken kann, wo einfach die gefühle "abgeschaltet" werden. da kommt das kotzen dann meist erst hinterher (ist so einem bekannten passiert, der bei einem autounfall seine jacke auf den schulterstumpf eines verletzten drückte bis hilfe eintraf und erst drei stunden später unter der dusche seinen zusammenbruch hatte). wenn du hingegen gar nicht kotzen mußtest - umso besser


und das schmerzerleben beim sparring... ich denke mal, das ist ähnlich zu sehen wie das wohltuende erschöpftsein nach einem harten arbeitstag, oder wie extreme sportarten wo man an seine grenzen geht. auch schmerz ist ein körpergefühl. manche leute nutzen auch tatsächlich s/m dafür, kommt aber natürlich auf die vorlieben an. nicht jeder s/m'ler haut bzw. läßt sich hauen...
in gewisser weise haben wir doch heutzutage immer weniger möglichkeiten, unseren körper wirklich zu spüren, weil die umwelt bzw. arbeitswelt immer gesicherter und steriler wird. ich will jetzt nicht wieder das bild vom vor-dem-bildschirm-hockenden teenager aufbauen, aber auf der anderen seite weiß ich z.B. durch eine zeit in der ich als erzieher gearbeitet habe daß die kinder tatsächlich immer schlechter ihr körperbewußtsein aufbauen können. das jetzt mal als weiteres mosaiksteinchen warum ich mit diesen erklärungen ankomme.


zusammengefasst denke ich ebenfalls, daß man sich da keine sorgen machen muß, nicht in den fällen wie sie von hidetoshi und sara geschildert werden. das finde ich noch recht gesund.
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  #7 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 16:00
hadde zau
 
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Hidetoshi ist auf dem besten Weg
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sara ist doch nicht gesund!
die killer walkyre die sich sorgen um ihre blutbefleckten cashmerekleidchen macht!! SARA DU SATANSBRAUT!!
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  #8 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 18:15
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Zitat:
Zitat von --replikant--
in gewisser weise haben wir doch heutzutage immer weniger möglichkeiten, unseren körper wirklich zu spüren, weil die umwelt bzw. arbeitswelt immer gesicherter und steriler wird.
Das ist (leider?) so. Heute konzentriert sich das Die-Wirklichkeit-erleben auf einzelne Augenblicke. Einerseits natürlich die offensichtlichen, wie Extremsport, andererseits aber auch banalere Sachen wie Auto-fahren.
Letzteres ist im Grunde doch die einzige Situation, in der man sich regelmässig in Lebensgefahr begibt. Einmal das Lenkrad nach links, und man ist weg vom Fenster (bzw. durch das Fenster, wie auch immer).
Ich vermute mal kaum, dass die meisten Leute sich das bewusst machen, bzw. machen wollen. Das würde zumindest die Aggressivität erklären, die viele Leute im Strassenverkehr an den Tag legen. Die Anspannung ist einfach grösser als man es sich bewusst macht.

Sorry, war jetzt irgendwie OT, aber das musste raus
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  #9 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 21:14
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Tico ist (noch) nicht aufgefallen
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Ich glaube von den ganzen Thesen zu medial erzeugter Aggression- bzw. Gewalt ist diejenige noch am plausibelsten, die von einer allmählichen Gewöhnung der Zuschauer an immer höhere Levels an Gewalt ausgeht. Verbunden mit einem Empathieverlust kann man das dann auch als Abstumpfen bezeichnen.
Ob dieser vermutete Verlust an Empathie tatsächlich stattfindet, kann ich nicht beurteilen. Einen Gewöhnungseffekt an _bildlich dargestellte_ Grausamkeiten usw.. gibts aber auf jeden Fall).
Daraus aber abzuleiten, dass Leute zu killern werden, wie es gerade die Fernsehsender in peinlicher Weise gerne darstellen, ist natürlich Unsinn. Ich schließe mich Flex an, der oben gesagt hat, die Nachrichtensender stehen den Horrorstreifen in nix nach.

Das entlastet natürlich nicht die Horrorvideos, aber bei Nachrichtensendungen und insb. Boulevardmagazinen rund um die Uhr funktioniert der Jugenschutz i.d.R. nicht - da ist dann plötztlich das öffentliche Interesse wichtiger (es sei denn man misst Jugendverträglichkeit in Litern Blut und nicht im Weltbild, was vermittelt wird.)
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  #10 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 22:10
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--replikant-- ist (noch) nicht aufgefallen
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Zitat:
Zitat von Tico
(...) Einen Gewöhnungseffekt an _bildlich dargestellte_ Grausamkeiten usw.. gibts aber auf jeden Fall.
sicherlich. wenn man mit etwas "zugeschüttet" wird, bleibt das auch nicht aus. nur, was dann damit einhergeht oder ob sich überhaupt etwas negatives daraus entwickelt... ich denke wir sind uns alle einig daß da entschieden mehr faktoren zusammenkommen müssen als nur eine mediale überflutung.

durch diese diskussion war einer meiner gedanken zuerst "es ist brutaler geworden, früher gab's sowas nicht" (wobei "früher" sehr schwammig ist). aber danach fielen mir sowohl öffentliche hinrichtungen als auch eine menge schlachten- etc. -gemälde ein. (jo, das ist SEHR früher. ähem.) beispielsweise holzschnitte von grausigen ungetümen oder ermordeten menschen, sowohl legenden als auch aufgebauschte tatsächliche fälle. oder theaterstücke, in denen unwissentlich die eigenen kinder verspeist werden. das waren dann so ziemlich die gleichen brutalen inhalte, nur das medium war anders (logisch).


davon ausgegangen kam wiederum die assoziation zur darstellung von gewalt und wie sich diese verändert hat im laufe der zeit - ich habe auch mal etwas gelesen von einer zunehmenden "ästhetisierung" von gewalt, indem z.B. kampfszenen wie balette, musikvideos u.ä. gefilmt werden. nur fehlen mir da große bereiche die man sicher zum vergleich benötigen würde, und eventuell führt das auch OT...?


was Tico angesprochen hat, mit der empathie bzw. dem fehlen derselben - das würde ich als wirklich ernstzunehmende abstumpfung betrachten. also nicht daran gemessen, was jemand (nur-visuell oder ganz-real) aushalten kann, sondern ob man sich noch in andere hineinversetzen kann...


(übrigens, schön daß man das hier in ruhe diskutieren kann, ohne daß die leute sich gleich totschlagargumente um den kopf hauen oder sich gegenseitig abstempeln!)
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  #11 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 22:21
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Relikt
 
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Sara ist (noch) nicht aufgefallen
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Zitat:
Zitat von Hidetoshi
sara ist doch nicht gesund!
die killer walkyre die sich sorgen um ihre blutbefleckten cashmerekleidchen macht!! SARA DU SATANSBRAUT!!
Ich bin keine Satansbraut mir macht Blut halt nix aus und wenn jemandem etwas abgetrennt wird dann mach ich mir eher sorgen darum wo ich was zum abbinden bzw verbinden finde als darum wie das nun gerade ausschaut ich mein das es nicht schön anzusehen ist ist jedem klar, aber es macht mir halt nix aus und beschert mir erst recht keine schlechten Träume oder sowas.
Es gibt aber auch durchaus menschen denen schon ein Schnitt im Finger und der darauffolgende Blutverlust zu schaffen macht da ist halt jeder anders.
Ich bin halt in der glücklichen Position, dass mir Blut, offene körperteile ect. nix ausmachen und das ich nach solchen Vorfällen auch net mehr davon träumen muss oder ähnliches mir geht halt eher der Mensch durch den Kopf, ob es ihm gut geht ect. und ich hab auch danach nicht so durchhänger wie replikant beschrieben hat bei dem mann der in der dusche dann nen durchhänger hatte.
Hido ist ja net so, als wenn ich mir ne Ampulle von dem verlorenen Blut mit einpacke und nach Hause nehme und in einen Schrein stelle *sfg*
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  #12 (permalink)  
Alt 11.11.2003, 22:21
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Alles insgesamt sehr interessante Gedanken zum Thema, aber ich würde einen Teil gerne aufgreifen, auch wenn es vielleicht wirklich etwas OT wird dadurch...

Zitat:
Zitat von --replikant--
das waren dann so ziemlich die gleichen brutalen inhalte, nur das medium war anders (logisch).


davon ausgegangen kam wiederum die assoziation zur darstellung von gewalt und wie sich diese verändert hat im laufe der zeit - ich habe auch mal etwas gelesen von einer zunehmenden "ästhetisierung" von gewalt, indem z.B. kampfszenen wie balette, musikvideos u.ä. gefilmt werden. nur fehlen mir da große bereiche die man sicher zum vergleich benötigen würde, und eventuell führt das auch OT...?
Ich denke es ist nicht nur eine Ästhetisierung sondern vielmehr existiert scheinbar ein Bedürfnis (oder eher ein Bedarf?) Gewalt immer expliziter darzusteller. Die Techniken des guten alten Horrorfilmes zum Beispiel, bei denen sich der Großteil der Gewalt immer im Kopf des Zuschauers abspielte werden heutzutage doch sehr oft vergessen und die Devise lautet mancherorts doch wirklich "je mehr Blut, desto besser".
Nun kann man argumentieren, dass die Zuschauer eben genau das wollen. Ich denke das stimmt zum Teil auch, aber auf der anderen Seite ist der Trend alles immer deutlicher, immer plakativer und immer unmissverständlicher zeigen zu wollen ja allgegenwärtig. Es gibt - besonders in Hollywood - immer weniger Filmemacher die sich noch trauen anspruchsvolle Filme zu drehen, weil die Studios Druck machen, damit auch wirklich jeder Zuschauer alles versteht. Vielleicht ist eine Konsequenz daraus dann auch, Gewalt möglichst deutlich zu zeigen, weil man denkt nur mit drastischen Darstellungen (= viel Blut) ausdrücken zu können was man sagen will.
Vielleicht liege ich auch falsch, ist nur mal eine These die ich erstmal in den Raum werfe.
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  #13 (permalink)  
Alt 12.11.2003, 07:42
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@Fox
Der heutige "durchschnitts" Mensch will keine anspruchsvolle Unterhaltung, er will sich nur hinsetzen und sich berieseln lassen.

Und wieso?

Weil das Leben so wie es Heute ist, hektisch, anspruchsvoll und grau genug ist.

Ich verstehe alle, die mal abschalten und einfach nur ein paar nette Bildern sich reinziehen wollen.
Und Blut.... ich habe diese Diskussion von Anfang an mitverfolgt, jeder kommt mit seinen "ich habe abgetrennte Daumen und eingdrückte Augen gesehen". Wie kann ein Mensch der solches schon real miterlebt hat und täglich in den Nachrichten die Leichen mehrer Zivilisten und Soldaten, die am Arsch der Welt für etwas starben das eh keinen interssiert, schaut noch empfindlich sein? Ich schalt ne Doku ein was kommt, ne Aufnahme von Massengräbern, toll wieder Tote. Die Kameras zoomen ran, ja ja ich kann das Blut schon fast schmecken.

Wir gewöhnen uns an Gewalt, was früher mit ein bischen Nasenbluten im TV gereicht hat, muss Heute ein abgetrennter Arm hinhalten.

Fazit: Der Mensch will Action, und das beinhaltet nicht das ein kleinen Kätzchen von der Feuerwehr gerettet wird. NEIN! Sondern das die Feuerwehr zuerst eine Unfall hat in den Baum mit dem Kätzchen fahren, der Baum umfällt und auf die süsse 8jährige Besitzerin des Kätzchen fällt, die dann nach 20Stündiger Operation doch stirbt.

Und wieso?

Weil das Leben so wie es Heute ist, hektisch, anspruchsvoll und grau genug ist. Wir schalten ab und ziehen uns ein anderes Leben rein. Leuten denen es schlechter geht als uns. GOTT SEI DANK!!!

Und wieso?

Weil das Leben so wie es Heute ist, hektisch, anspruchsvoll und grau genug ist. Wir schalten ab und ziehen uns ein anderes Leben rein. Leuten denen es schlechter geht als uns. GOTT SEI DANK!!!


Irgendwie traurig...oder nicht?!?!?
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  #14 (permalink)  
Alt 12.11.2003, 07:45
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Es ist überhaupt nur die eine Frage, ob Filme/Nachrichten/Computerspiele abstumpfen.

Die andere Frage ist, ob es vor den derartigen Medien grundlegend anders war.
Die Medien haben doch weder die Gewalt erfunden, noch die Geilheit der Menschen auf Blut und Tod aus dem Nichts erschaffen.
Wenn jemand wie im oberen Beispiel mit 3km/h an einer Unfallstelle vorbeifährt und darauf hofft, irgendwo eine Leiche zu sehen, dann liegt das doch nicht daran, dass er zu Hause einen Fernseher stehen hat.
Im Alten Rom gab es die Gladiatorenkämpfe, im Mittelalter die öffentlichen Hinrichtungen. In manchen weniger zivilisierten Ländern, wie z.B. den USA, kann man heute noch dabei sein, wenn die Obrigkeit ihre Steuerzahler umbringt.

Wie Seeker schon richtig sagt, Gewalt, Krieg und Sensationsgier liegen in der Natur des Menschen. Wer allen Ernstes so tut als gäbe es ohne Filme/Nachrichten/Computerspiele keine, oder auch nur nennenswert weniger Gewalt, der sieht einfach der Realität nicht ins Auge.
Die Computerspieler-Generation hat noch keine Kriege angefangen.

Gegenfrage: Wenn Der Mensch An Sich ohne Filme/Nachrichten/Computerspiele nicht gewaltveranlagt ist, woher kommt die Gewalt in diesen Medien dann..?
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  #15 (permalink)  
Alt 12.11.2003, 11:00
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@ Fox Ich denke du hast da gar net unrecht ich meine nehmen wir zb. mal Filme aus dem Horrorgenre wie TCM oder Identität wobei Identität net ganz zuzuordnen ist da spielt sich das meiste im Kopf ab bei TCM ist kaum Blut zu sehen, man hört es halt nur und auch wenn er als einer der naja abscheulichsten Filme gilt auch heute noch findet es doch im Kopf statt das gleiche bei Identität man sieht kaum was, kann sich aber alles sehr gut vorstellen und solche Filme ziehe ich den 0815 Streifen ala IWWDLSGH vor man muss nicht immer sehen wie sich ein Haken vom Bauchnabel bis zur Halsschlagader vorarbeitet um sich zu gruseln. Nur ist es halt so, dass es sich in den letzten Jahren leider so eingebürgert hat und daran ist das Publikum ja auch net grad unschuldig denn es wird ja immer mehr verlangt und wie du schon sagtest ist es sehr schwierig in Hollywood noch einen Film zu drehen wo man dem Publikum nicht alles erklärt, sondern ihm spielraum lässt um sich selbst etwas zusammenzureimen leider stellen sich da die Produzenten wohl quer, weil mit Filmen wie Scream ect. halt doch mehr Geld zu machen ist, da sie die breite Masse doch eher ins Kino locken.
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