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  #1 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 09:37
Statist
 
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skatoffel ist (noch) nicht aufgefallen
Standard Bitte um Hilfe bei Bachelorarbeit ( App Konzeption )

Hallo liebe Community!

Vielleicht gab es bei euch auch schon mal den Fall, dass ihr gerne in einen Film zum Kinostart gehen wolltet, aber keiner im Freundeskreis auf eben jenen Film Lust hatte. Meistens kann man sich dann zwischen dem Kino-Gang alleine oder den späteren Blu-Ray-Kauf entscheiden.
Für die meisten Filmfans ist der spätere Blu-Ray-Kauf aber keine Option (entweder weil man den Film aufgrund der Effekte im Kino gesehen haben sollte, oder weil man einfach nicht so lange warten will) – und sind wir mal ehrlich, alleine ins Kino gehen ist für manchen vielleicht ok aber irgendwie macht es doch zu zweit oder mehr auch ein bisschen mehr Spaß

Aus diesem Grund werde ich im Rahmen meiner Bachelorarbeit eine App konzipieren, mit der es möglich sein soll Filmfans für einen Gang ins Kino zu finden.
d.h. konkret:

Ihr könnt entweder

a) Eine Filmanfrage selber eröffnen:
Dazu gehört natürlich die Auswahl des Kinos mit dem gewünschten Film, zur gewünschten Uhrzeit

+

der Angabe eurer persönlichen Sehgewohnheiten
  • Popcorn/Nacho essen ist okay oder eben nicht;
  • ist man eher eine kommunikative Person, sprich diskutiert man viel während des Films oder bevorzugt man absolute Stille
  • Ich muss mein Smartphone alle 20 min checken ODER mein Smartphone schalte ich während des Films aus ( nur als Beispiel )

Oder man hat

b) die Möglichkeit auf eine der bisher erstellten Anfragen zu reagieren
hierbei sollen diverse Filter und Suchfunktionen den User bei der Auswahl einer Anfrage unterstützen
  • wählt man eine Anfrage aus, kann man mit der jeweils anderen Person in Kontakt treten und alles weitere für den Kinobesuch in einer Art Chat besprechen

Natürlich soll euch auch eine Art Bewertungssystem zur Verfügung stehen, mit dem es möglich ist die jeweils andere Person zu bewerten.

Und nun bräuchte ich eure Hilfe :

Angenommen ihr würdet die App benutzen, welche Features sollten eurer Meinung nach nicht fehlen? Oder anders, worauf würdet ihr besonders großen Wert legen?
Ich wäre euch total dankbar wenn ihr mir dazu Feedback geben könntet und mir eure Ideen dazu mitteilt
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  #2 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 11:21
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Standard AW: Bitte um Hilfe bei Bachelorarbeit ( App Konzeption )

Ich finde die Idee super und würde so eine App auf jeden Fall ausprobieren!

Die Sehgewohnheiten wären mir ganz wichtig, die drei, die du aufzählst passen auf jeden Fall.
Dazu gehört noch:
- Abspannsitzenbleiber?

Und ich persönlich hätte gerne ein Feature, mit dem sich klären lässt, ob man z.B. wegen dem Hauptdarsteller den Film sehen will. Wobei sich das vielleicht auch einfach mit einer Chat-Funktion klären lässt^^
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  #3 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 12:19
Benutzerbild von Doc Lazy
glides thru the f*cking Matrix
 
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Standard AW: Bitte um Hilfe bei Bachelorarbeit ( App Konzeption )

Zitat:
Zitat von Lex 217 Beitrag anzeigen
Und ich persönlich hätte gerne ein Feature, mit dem sich klären lässt, ob man z.B. wegen dem Hauptdarsteller den Film sehen will. Wobei sich das vielleicht auch einfach mit einer Chat-Funktion klären lässt^^
...besser wegen des Regisseurs. Auf Hauptdarsteller bin ich weniger geeicht...

Und das Alter würde ich auch ganz gerne vorher wissen, dann kann ich den anderen besser einschätzen. Mit einem Teenager, der sich zwar als Filmfan bezeichnet, dem aber die Erfahrung fehlt, würde ich in meinem Alter eher weniger anfangen können.
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  #4 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 12:47
Benutzerbild von da_godfather
...findet OV's am besten!
 
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da_godfather ist hier bekannt und geschätztda_godfather ist hier bekannt und geschätztda_godfather ist hier bekannt und geschätztda_godfather ist hier bekannt und geschätztda_godfather ist hier bekannt und geschätztda_godfather ist hier bekannt und geschätzt
Standard AW: Bitte um Hilfe bei Bachelorarbeit ( App Konzeption )

Vergesst nicht die Hauptdarstellerin

Generell vielleicht keine Einschränkung auf die Frage Lead/Side - es gibt genügend Filme, in denen die Nebenrollen ähnlich prominent inszeniert sind wie die Hauptrollen.
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  #5 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 14:12
Statist
 
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skatoffel ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Bitte um Hilfe bei Bachelorarbeit ( App Konzeption )

Zuerst mal an alle bisherigen Beiträge: Vielen vielen Dank

Zitat:
Zitat von Lex 217 Beitrag anzeigen
Ich finde die Idee super und würde so eine App auf jeden Fall ausprobieren!

Die Sehgewohnheiten wären mir ganz wichtig, die drei, die du aufzählst passen auf jeden Fall.
Dazu gehört noch:
- Abspannsitzenbleiber?

Und ich persönlich hätte gerne ein Feature, mit dem sich klären lässt, ob man z.B. wegen dem Hauptdarsteller den Film sehen will. Wobei sich das vielleicht auch einfach mit einer Chat-Funktion klären lässt^^
Sehr gute Idee mit der zusätzlichen Sehgewohnheit - nehm ich auf jeden Fall mit rein

Zu der Motivationsfrage ; sprich warum man Lust auf den Film hat, fällt mir Spontan auch die Abstufung ein:
Interessant wegen...
  • Handlung
  • Schauspieler
  • Regisseur

Diese Option sollte natürlich auch in der Anfrage ( evtl durch verschiedene Icons ) sichtbar sein

Zitat:
Und das Alter würde ich auch ganz gerne vorher wissen, dann kann ich den anderen besser einschätzen. Mit einem Teenager, der sich zwar als Filmfan bezeichnet, dem aber die Erfahrung fehlt, würde ich in meinem Alter eher weniger anfangen können.
Generell habe ich mir vorgestellt, dass man sich per Facebook-Login in das Portal einloggen kann. Das hat den Vorteil, dass man somit schon auf vorhandene Daten zugreifen kann ( --> Profilbild, Alter, etc ).

Natürlich sollte es auch ohne Facebook möglich sein, sich einen Account zu erstellen.

Auch hier vielen Dank für die Anregungen, wirklich klasse
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  #6 (permalink)  
Alt 02.12.2014, 18:36
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Ich verstehe die Relevanz dieser App nicht...
Mal abgesehen davon, dass ich auch sehr gerne alleine ins Kino gehe, aber selbst wenn ich jemanden aus dem Freundeskreis ganz "klassich" antelefoniere, ob er mit ins Kino kommt, dann sind einige Faktoren doch schon allein über Filmtitel/Uhrzeit definiert. Ist mir dann doch egal ob Freund/in XY nun wegen des Regisseurs oder wegen eines bestimmten Darstellers oder wegen der Handlung/Thema mitgeht, oder einfach weil ihm/ihr langweiligt ist. Hauptsache er/sie kommt mit. Ich sehe auch keinerlei Gründe eine Art "Kino-Knigge" zu vereinbaren, denn diesbezüglich lässt sich ja eh nichts gewährleisten, da der Löwenanteil an Kinobesuchern trotzdem ohne diese App die Säle fluten wird. Und wenn es nicht gerade eine "eDarling-Variante" fürs Kino werden soll, dann sehe ich auch keinen Grund die "Kinotauglichkeit" anderer Leute zu "bewerten". Wie auch? Der einzige Sinn einer derarigen App läge für mich darin, dass man seinen Kinosaal vor einem Kinobesuch evtl. "prüfen" kann. Und wenn sich dort gerade die Fraktion der Labertüten oder Handy-Junkies ein Stelldichein gibt (und evtl. alle Nase lang mit ihrem Handy genau diese App checken), dann bleibe ich lieber Zuhause und versuche es zu einem anderen Zeitpunkt wieder...
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  #7 (permalink)  
Alt 03.12.2014, 08:53
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Ich steh auch etwas auf dem Schlauch. Im Kino neben fremden Leuten sitzen, kann ich auch, ohne mich erst bewerben zu müssen.
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  #8 (permalink)  
Alt 03.12.2014, 14:15
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Es geht darum eine Kino-Begleitung zu finden, wenn keiner der Menschen, die du kennst, den Film sehen will, aber du nicht gerne alleine ins Kino gehst und dich gern mit jemand über den Film austauschen möchstest.

ich BRAUCHE das jetzt auch nicht dringend, aber ich würd's mal ausprobieren. Ich geh zwar auch hin und wieder alleine, aber es wäre motivierend, wenn man jemand finden könnte. Wenn die App gut funktionieren würde, würde ich sie sicher öfter nutzen.

Aber nur weil IHR die App nutzlos findet, braucht ihr nicht so ignorant und zynisch tun....


Bewertungssystem braucht es wahrscheinlich keines, weil es ja je nach Vorlieben sehr unterschiedliche Berwertungen gäbe. Aber den Grund für das Interesse am Film fände ich ein gutes Feature!
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  #9 (permalink)  
Alt 03.12.2014, 14:26
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Verschiedene Meinungen sind schon ok. Ich würde mich nicht weniger alleine fühlen, nur weil der Fremde neben mir behauptet hat, er würde während des Films nicht reden. Aber jeder Jeck ist anders.
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  #10 (permalink)  
Alt 05.12.2014, 12:00
Statist
 
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Ich kann gut verstehen, wenn diese Idee auch auf Skepsis stößt und das finde auch durchaus gut!
Bin mir auch dessen Bewusst, dass die App natürlich einen eher spezielleren Personenkreis ansprechen würde, aber generell hat das Lex 217 gut beschrieben.
Natürlich soll man nicht nur stumpf eine Person raussuchen, sich treffen und stumm ins Kino gehen. Mit Hilfe der App kann man natürlich auch neue Leute kennen lernen und man hat mit dem Kinofilm gleich ein gemeinsames Gesprächsthema worüber man diskutieren kann.
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  #11 (permalink)  
Alt 05.12.2014, 17:22
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Zitat:
Zitat von Lex 217 Beitrag anzeigen
...braucht ihr nicht so ignorant und zynisch tun...
Die "Ignoranz" bzw. den "Zynismus" lasse ich mir gerne mal erklären, ich kann sie nämlich nicht entdecken...

#1 Es geht hier um die Grundannahme eines "Problems", nämlich: Im Kino sitzt man (angeblich) lieber neben jemandem den man "kennt", als neben jemandem, den man nicht kennt. Oder die Steigerungsform davon: Ich gehe nicht allein (bzw. mit "Unbekannten") ins Kino, genau deshalb verpasse ich Filme, und das treibt mich in Depressionen...

#2 Und es geht um eine propagierte Lösung in Form einer App, die dieses "Problem" glaubhaft umgehen kann. Sprich: sie liefert ein plausibles Prozedere, die einen möglichen Nebensitzer im Kino "weniger fremd" macht und zu dem Ergebnis führt, dass ich mit dieser App dann weniger Filme verpasse als ohne diese App...

___________

Zu #1 gehört schon mal, ob man das dieses "Problem" persönlich denn überhaupt für relevant hält - und worin eigentlich der Unterschied zwischen "kennen" und "nicht kennen" liegt/liegen soll. Und auf einige Dekaden als Kinogänger zurückblickend kann ich für mich persönlich konstatieren, dass ich noch keinen einzigen Kinofilm deshalb verpasst habe, nur weil niemand aus dem Freundeskreis über eine komplette Kinolaufzeit eines Filmes weder Zeit noch Lust hatte. Ich gehöre aber auch längst nicht mehr zur eiligen Fraktion, die einen Film zwingend zum Startwochenende sehen muss. Aber über längere Zeiträume lassen sich gemeinsame Termine finden... wenn man denn will...

Und ein "Freund/Bekannter" als Nebensitzer im Kino definiert sich für mich überhaupt nicht über eine Affinität zu Darstellern, Regisseuren, oder Genres (bzw. irgendwas, was sich kurzfristig über eine "Check-Liste" zu einem Film/Filmgeschmack klären ließe), sondern über eine Summe von Erfahrungswerten, die eine App nicht ersezen kann. Der Unterschied zwischen "Freund" und "Fremdem" liegen nicht in ein paar Kreuzchen auf einer Liste, diese ist bestenfalls eine Absichtserklärung. Für mich existiert kein kurzer und einfacher Weg über eine App, um die Kluft zwischen "Freund" und "Fremden" zu schließen...

Und es gilt sehr wohl zu unterscheiden:

a) ich will nicht alleine ins Kino, oder
b) ich will jemanden (neuen) kennen lernen

Zu a) kann ich nur sagen, dass ich einerseits auch alleine ins Kino gehe, und dass es mir über die konkrete Laufzeit des Filmes eigentlich auch herzlich egal ist, wenn sich ein anwesende "Freunde" wie "Fremde" verhalten. Sprich: Im Idealfall stören sie zumindest nicht die Priorisierung des Filmes, denn genau den will ich sehen (und verstehen) und dafür habe ich bezahlt.
Und zu b) gibt es praktischere Alternativen, da brauche ich kein Kino als "Alibi"...

___________

Zu #2
Eine App in dieser Form erfordert Akzeptanz und Verbreitung. Sie basiert geradezu darauf, dass "Anfragen" auch zu einem "Erfolgserlebnis" führen, sonst ist das Ding schneller tot als für deren Entwicklung bzw. Codierung benötigt wird. Und Kino-Deutschland, wo der Durchschnitts-Kinogänger etwa 1,5 Mal (in ganzen Zahlen also 1 Mal) pro Jahr ins Kino geht, ist als Umfeld dafür alles andere als ideal. Das ist eigentlich höchstens in Großstädten/Ballungszentren vorstellbar. Im Rahmen einer Bachelorarbeit muss aber wohl auch kein neuer Facebook-Erfolg garantiert werden, sondern es geht primär um Logik/Logistik der Programmierung und um das Benutzer-Interface. Aber selbst die beruhen hier ja auf altbekannten/vorhandenen Ideen/Anforderungen. Im Idealfall wäre es eine Kombination aus Partnervermittlung (Priorisierung auf "Filmgeschmack") und einem "Kinofinder". Allein die Pflege eines stets aktuellen Kinofinders ist aufwändig, so dass sich eine Kooperation mit etablierten Anbietern empfiehlt. Ansonsten ist die einfache "Wahl" einer definierten Vorstellung (Kino/Uhrzeit) per Klick schon wieder unmöglich und man muss verallgemeinern (z.B. nur Stadt/Einzugsgebiet und Film als "Vorgabe") und Treffpunkt, Zeitpunkt, Alternativ-Zeiten, Erkennungsmerkmale, evtl. Reservierung, Absagen (wobei es mir auch da egal ist, ob ich von einem Freund oder Fremden "versetzt" werde) per eMail oder "sonst irgendwie" geklärt werden. Und diese "sonstige" muss kurz und einfach gestaltet sein. Es gilt also bzgl. "Aufwand, "Erfolg", und "Anonymität" die richtige Balance zu finden, sonst kann man auch gleich ein "Weiblich, ledig, jung sucht attraktiven George-Clooney-Fan als Kinobegleitung für GRAVITY" mit Angabe der eMail-Adresse über Facebook husten. Wer es tatsächlich darauf anlegt, der bräuchte diese fiktive App eigentlich gar nicht...

Und letztlich bleibt die Frage, ob ein wie immer geartetes Frage-und-Anwort-Spielchen per Internet dann tatsächlich das ursprüngliche "Problem" löst. Also hockt nach dieser "Bestellung" per App dann tatsächlich im Kino jemand neben mir, der mir "lieber" ist bzw. "vertrauenswürdiger" erscheint? Fühle ich mich neben ihm tatsächlich wohler? Und verpasse ich durch diese gebotene "Möglichkeit" dann tatsächlich weniger Filme?

Von meiner Seite ein klares NEIN. Die über ein kalkuliertes "Blind-Date" per App generierten Erwartungshaltungen und Verbindlichkeiten stehen in keiner Relation zu einem entspannten Kinobesuch. Freunde kann ich je nach Tagesform auch damit konfrontieren, dass ich keine Lust mehr auf "Apres-Kino" oder Diskussionen zum Film mehr habe, und Freunde werden das auch akzeptieren. Bei einem "Blind-Date" wird die Kür mehr oder weniger zur Pflicht. Und ich gehöre halt auch zu einer Generation, die nicht darüber rätselt, wie Jahrtausende der Evolution und Interaktion ohne Like-/Dislike-Buttons überhaupt möglich waren. Und gelegentlich kommt man mit zufälligen Sitz-Nachbarn im Kino auch ganz klassisch verbal ins Gespräch und trifft sich nach dem Film noch zu einem Bier. Denn allein die Tatsache, dass zwei Fremde im Kino zufällig nebeneinander sitzen, belegt vielleicht schon mehr Gemeinsamkeiten, als es eine App je offenbaren könnte...
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  #12 (permalink)  
Alt 05.12.2014, 18:34
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Ich werde mich da nicht auf eine langwierige Diskussion einlassen, wie du sie anscheinend vom Zaun brechen möchtest (da du soviel Zeit und Energie in die Antwort investiert hast), weil mir das Thema dafür viel zu unwichtig ist.

Ich versuche dir aber gerne die "Ignoranz" und den "Zynismus" zu erklären, den ich unterstellt habe Vielleicht verstehen wir beide auch unter diesen Worten unterschiedliche Dinge.

Ich sehe in deiner Haltung diese App als irrelevant zu qualifizieren Ignoranz dem möglicherweise existierenden Teil der Bevölkerung gegenüber, die diese App für relevant halten könnten. DU magst das Problem, das die App lösen will, nicht haben, aber das ist kein Grund sie generell abzulehnen.

Und Zynismus mag nicht das richtige Wort gewesen sein, für das, was ich benennen wollte, nämlich die von mir gefühlte (das mag mein Fehler sein) unfreundliche Abqualifizierung der Idee an sich. Quasi zu abgeklärt um an so eine Idee zu glauben. Auf die Tour "was für eine seltsame/dumme Idee, sowas hat doch keinen Sinn/kann nicht funktionieren". Das ist nicht sehr Hoffnung machend für den, der die Idee hat und solche Meldungen empfinde ich durchaus als zynisch. Aber wie gesagt, meine eigene Bedeutung des Wortes vielleicht.

Und vielleicht hab ich auch einen Tonfall "gehört", der nicht intendiert war, was ja schriftlich leicht passieren kann.

Welche technischen und logistischen Einwände du da jetzt hast um das zu Thema versachlichen ist mir ehrlich gesagt egal und hat auch nichts damit zu tun. Vielleicht fängt ja skatoffel etwas damit an, vielleicht hat er ja noch nicht so weit gedacht, dann ist es jedenfalls brauchbares Feedback und das ist sicher gut für ihn.
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Alt 05.12.2014, 18:38
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Ich werde mich da nicht auf eine langwierige Diskussion einlassen, wie du sie anscheinend vom Zaun brechen möchtest (da du soviel Zeit und Energie in die Antwort investiert hast), weil mir das Thema dafür viel zu unwichtig ist....
Yo, da komme ich dir gerne entgegen. In diesem Sinne: Punkt...
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  #14 (permalink)  
Alt 06.12.2014, 11:20
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Mit Hilfe der App kann man natürlich auch neue Leute kennen lernen und man hat mit dem Kinofilm gleich ein gemeinsames Gesprächsthema worüber man diskutieren kann.
Als "Freundefinder" klingt das Ganze definitiv schon reizvoller. Am Anfang steht doch ein gewisser Arbeitseinsatz (App laden, sich registrieren, den Fragebogen ausfüllen, mit gefundenen anderen Leuten was ausmachen und zu guter Letzt natürlich die Pflicht, dann auch zu erscheinen).
Für einen Kinobesuch würde ich das nicht machen (beim Punkt "Registrieren" würde ich persönlich aussteigen), aber "Freunde finden" wäre eine höhere potentielle Gegenleistung für den Aufwand.
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Alt 07.12.2014, 09:54
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Die Realität sähe doch irgendwie folgendermaßen aus:

Ich suche nach einer Kinobegleitung. Die App müsste mir also zunächst zwei Möglichkeiten bieten: a) Eine NEUE Suche/Anfrage zu erstellen, oder b) bereits VORHANDENE Suchen/Anfragen nach einem Suchfilter auszuwerten, auf die ich dann bei Interesse antworte...

Schon an dieser Stelle kannst du postulieren, dass die Zahl derer, die sich die Arbeit einer Eröffnung machen, permanent und signifikant kleiner sein wird, als die Zahl derer, die einfach mal "reinschnuppern" wollen, um zu sehen was denn überhaupt im "Angebot" ist. Und du kannst auch hier schon auf die statistische Normalität wetten, dass männliche Eröffnung überwiegen werden, die auf weibliche Begleitung hoffen. An dieser Tatsache geht gar nichts vorbei...

Um eine Anfrage zu erstellen oder zu beantworten ist irgendein Account/Anmeldung nötig. Ergo: Noch'n Account, noch'n neues Passwort... erstmal zusätzliche Arbeit. Und ob man sich da nun auf Facebook einlässt (die Zahl der Facebook-Allergiker wächst) und sich auf deren Schnittstellen verlässt, muss jeder selbst entscheiden. Aber jeder Anfrage-Ersteller erbringt bzgl. Arbeit und Verbindlichkeit/Einhaltung des Angebotes erstmal eine "Vorleistung", bei der völlig offen ist, ob sich dieser Einsatz später auch lohnen wird...

Da Anmeldungen generell nerven, sollte zumindest das Durchsuchen vorhandener Suchen/Anfragen in anonymisierter Form auch ohne Anmeldung möglich sein...

Das "Reinschnuppern" ohne Anmeldung sollte zunächst zur Klärung von Basis-Faktoren dienen. Also sollte über Eingabe eines groben Suchfilters - z.B. Filmtitel, Radius in km um Ort (PLZ), Datum - geklärt werden, ob es da überhaupt schon "Treffer" gibt. Denn wenn der einzige weitere "Interessent" z.B. für den HOBBIT in Hamburg sitzt, dann nützt mir das im ländlichen Niederbayern herzlich wenig. Und werden bis zu diesem Punkt keine Treffer generiert, dann ist das Spielchen schon vorbei, und die Frage nach filmischen Affinitäten, Präferenzen, genaue Terminvereinbarungen, oder sonstigen Gemeinsamkeiten (und jede damit verbundene Tipp-/Klick-Arbeit) ist irrelevant... und eine Anmeldung überflüssig...

Eine Anmeldung macht also erst Sinn, wenn Treffer existieren. Und unabhängig davon, wie die Entscheidungsfindung als "Black Box" letztlich aussieht, muss dies irgendwann zu einem "Vertragsabschluss" bzw. zu einer gegenseitigen Zusage führen. Oder eben zu einer gegenseitigen/einseitigen Absage. Dazu ist ein Benachrichtigungssystem notwendig. Da kann man es sich natürlich einfach machen, und bequem eMail-Adressen austauschen oder einen "Chat" etablieren (was ab diesem Punkt dann die weitere Notwendigkeit einer App grundsätzlich in Frage stellt), aber gerade die Weitergabe von eMail-Adressen stellt mittlerweile auch eine psychologische Hürde dar und erfolgt erst nach "Vertrauensbildung". Auch kurzfristige Absagen bzw. mögliche/gewünschte Alternativ-Termine müssen irgendwie kommuniziert werden. Wo trifft man sich und wie "erkennt" man sich? Wie sieht es mit Reservierungen aus? Denn wenn man schon diesen Aufwand treibt, dann will man im Kino ja wohl auch nebeneinander sitzen und nicht evtl. vor einer ausverkauften Vorstellung an der Kasse stehen. Um hier schon grundsätzliche Missverständnisse auszuräumen (welches Kino?, welche Vorstellung?, läuft der Film überhaupt?) empfiehlt sich die Kooperation mit einem "Kino-Finder" bzw. "Kino-Radar" (IMDb/Google, etc.), aber auch diese Schnittstellen müssen dann erstmal programmiert/realisiert werden. Und wie koordiniere ich (theoretisch denkbare) MEHRERE (>2) Interessenten zu EINER Anfrage?!?

Und um zumindest die auffälligsten Grobhobel, Alkoholiker, Spaßbieter, Lügner, Idioten, Nervensägen, Psychopathen, und Serienkiller über Erfahrungsaustausch auszuschließen, wird man um irgendein "Bewertungssystem" wohl nicht herumkommen. Mit allen hinlänglich bekannten Tücken und Macken (Frust über einseitige Absage, Rachebewertungen, Betrugsmöglichkeiten über nicht verifizierte "Bewerter", mehrere Accounts, etc.) die alle Bewertungssysteme nun mal haben: Letztlich erschließt sich deren Aussage erst über eine signifikante Statistik (Gewichtung über möglichst viele unterschiedliche Bewertungen)...

Sowohl ein sicher anonymisiertes Benachrichtigungssystem, als auch ein manipulations-resistentes Bewertungssystem sind schon ausgewachsene Herausforderungen für sich alleine. Es müssen Datenbanken/Accounts mit sensiblen Daten (eMail-Adressen, Passwörter) angelegt und gegen Missbrauch geschützt werden. Und die Programmlogik bzw. Benutzerschnittstelle müssen insgesamt so einfach, effizient, und "flott" realisiert werden, dass nicht der Arbeitsaufwand alleine schon wieder abschreckt. Und in diesem Kontext erscheinen mir dann Fragen wie "Popcorn oder Nachos?", "Labern oder Schweigegelübde?" schlichtweg schon wieder kontraproduktiv...

Im Rahmen einer Bachelorarbeit darf man das selbstverständlich als "Modellfall" entwickeln, aber das Ergebnis scheint mir auf keinen Fall praxistauglich zu sein. Denn der praktikable "Nutzen" dieser App erschließt sich eben nicht über irgendwelche Übereinstimmungen von "Kino-Sehgewohnheiten" auf einem Formular (und damit generierten Hoffnungen), sondern über den späteren Soll-ist-Vergleich, also ob sich diese Hoffnungen über Erfahrungswerte dann auch bestätigen: Habe ich mit dieser App dann tatsächlich "bessere/weniger fremde" Nebensitzer im Kino?

Und bei der folgenden Kombinatorik möglicher Ergebnisse führt nur letzteres zu einem (gefühlten) Erfolg:

  • Gibt es schon in der Vorauswahl keine Treffer in definierter Umgebung (dürfte nur in Ballungsgebieten funktionieren), dann werde ich die App irgendwann nicht mehr benutzen...
  • Gibt es Treffer, die mich dann aber "ablehnen" oder mich versetzen (z.B. weil sie kalte Füße kriegen), dann werde ich die App irgendwann nicht mehr benutzen...
  • Kommt tatsächlich mal ein Treffen zustande, und das Gegenüber erweist sich als ausgesprochener Depp (was keine noch so umfanreiche "Umfrage" ausschließen kann), dann werde ich die App irgendwann nicht mehr benutzen...
  • Kommt tatsächlich mal ein Treffen zustande, und das Gegenüber erweist sich letztlich auch nicht als sympathischer als der durchschnittliche "Zufalls-Fremde", dann werde ich die App irgendwann nicht mehr benutzen...
  • Es kommt ein Treffen zustande, bei dem das Gegenüber meine Erwartungshaltungen an "besser als der durchschnittliche "Zufalls-Fremde" erfüllt...

Last but not least richtet sich diese App ja gezielt an jene, denen der durchschnittliche "Zufalls-Fremde" nicht gut genug ist, und die anscheinend genau deshalb den Kinogang verweigern. Deren erhöhte Sensibilität verringert aber gleichzeitig auch die Zahl der möglichen "kompatiblen" Kandidaten. Und genau jene werden sich deshalb auf ein derartiges Glücksspiel per "Blind Date" wahrscheinlich gar nicht erst einlassen, weil das Arbeit und Überwindung kostet, und weil sie genau wissen, dass die Chance auf mehr "Zufriedenheit" mit dem Ausfüllen eines Fragebogens nicht unbedingt größer wird. Insofern fehlt diese App die Zielgruppe. Wer auch alleine ins Kino geht, der braucht sie nicht. Wer tatsächlich nur mit Freunden ins Kino geht, der wird die App nicht nutzen, weil gerade ihm die Überwindung fehlt, sich auf ein verbindliches Blind Date mit allen "Risiken und Nebenwirkungen" einzulassen. Und wer einfach nur baggern oder anbandeln will, der hat eh praktischere Alternativen...

Die eigentliche Herausforderung dieser App liegt also nicht darin, über eine spekulative Wahl von "richtigen" Fragen eine optimale "Vertraulichkeit" zu orakeln (insofern kann man diesen Punkt während der Entwicklung/Konzeption erstmal als "Black Box" vernachlässigen), sondern um die Überwindeng der natürliche Hemmschwelle, sich überhaupt auf ein derartiges Abenteuer einzulassen. Und das gerade bei jenen, die sich schon vor einem Kinobesuch scheuen, wenn keine Freunde dabei sind! Und damit fehlt dieser App aus meiner Sicht die zwingend nötige breite Basis/Verbreitung, die eigentlich schon nötig ist, um sich überhaupt zu etablieren...

Das Konzept allein könnte man als "Versuchsballon" sogar schon in jedem beliebigen Forum antesten. Poste (d)eine Anfrage in einem Sammelthread unter Angabe von Filmtitel, Radius in km um Ort (PLZ), Datum. Rückmeldungen/Spezifikationen dann per PN. Ich bezweifle, dass sich da ein "Bedarf" zeigen wird...
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