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Alt 05.03.2007, 21:11
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Standard Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Wenn niemand meine Sachen liest, bin ich dann ein Schriftsteller?
Wenn niemand meine Musik hört, bin ich dann ein Musiker?
Wenn im Wald ein Baum umfällt, und niemand ihn hört, macht er dann ein Geräusch?

Was gehört dazu, sich Schriftsteller, Musiker, Filmemacher, Dichter, Maler, Bildhauer nennen zu können?

Ist es das Vorhaben, etwas zu erschaffen? Bin ich ein Drehbuchautor von dem Moment an, wo ich mich entschließe, ein Drehbuch zu schreiben?

Ist es die Arbeit? Bin ich ein Schriftsteller, wenn ich angefangen habe, an einem Buch zu schreiben?

Oder ist es das Ergebnis? Bin ich ein Musiker, wenn meine erste CD in den Regalen der Kaufhäuser steht?
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Alt 05.03.2007, 21:18
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Musiker bist du, wenn du Musik machst,
Schriftsteller bist du, wenn du Worte auf Papier bannst.

Voraussetzung ist, meiner Ansicht nach, bei beidem allerdings eine gewisse Ambition und Ausdauer.
Jemand, der seit 2 Wochen Gitarre spielt, ist nicht ernsthaft Musiker zu nennen und jemandem, der seit ein paar Monaten alle paar Tage mal eine Seite schreibt, gebührt wohl auch nicht der Titel "Schriftsteller".

Es ist wie mit den Filmkritiken, als "Kritiker" wird man ja auch nicht von heut' auf morgen gesehen.

Der Definition nach ist ein ein Schriftsteller ein Mensch, der das Verfassen von literarischen Texten als seinen beruflichen Schwerpunkt gesetzt hat.

Dass das Vorhaben alleine einem das Recht gibt, sich mit einer solchen Bezeichnung zu brüsten, sehe ich aber keinesfalls so.

Soweit meine Gedanken zur Minute ...

Geändert von Celdur (05.03.2007 um 21:20 Uhr)
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Alt 05.03.2007, 21:25
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Standard Mein Gedanke

Ein Künstler ist ein Künstler, wenn er Menschen/Lebewesen mit seiner Kunst berührt. Egal ob es Einer oder Hunderte sind.

Was den Baum betrifft:

Wenn er liegt, ist er gefallen.
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Alt 05.03.2007, 21:30
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Standard AW: Mein Gedanke

Zitat:
Zitat von Lara
Ein Künstler ist ein Künstler, wenn er Menschen/Lebewesen mit seiner Kunst berührt. Egal ob es Einer oder Hunderte sind,
Und wenn der einzige, den es berührt, der Schaffende selber ist?

Denn Kunst muss muss - kann nicht immer auch für andere da sein.
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Alt 05.03.2007, 21:30
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
Zitat von Celdur
Schriftsteller bist du, wenn du Worte auf Papier bannst.
- Vier Liter Milch
- Ein Pfund Butter
- Klopapier

Zitat:
Zitat von Celdur
Voraussetzung ist, meiner Ansicht nach, bei beidem allerdings eine gewisse Ambition und Ausdauer.
Jemand, der seit 2 Wochen Gitarre spielt, ist nicht ernsthaft Musiker zu nennen und jemandem, der seit ein paar Monaten alle paar Tage mal eine Seite schreibt, gebührt wohl auch nicht der Titel "Schriftsteller".
Wo ist die Grenze? Ist Thomas Harris mit seinen vier Büchern in 25 Jahren ein Schriftsteller, nur weil die sensationell erfolgreich sind? Viel mehr als eine Seite alle paar Tage ist das auch nicht. Und wenn er ein paar Monate lang an einem Buch schreibt und darauf hin eine Pause von fünf Jahren einlegt, ist er in dieser Zeit kein Schriftsteller?

Zitat:
Zitat von Celdur
Es ist wie mit den Filmkritiken, als "Kritiker" wird man ja auch nicht von heut' auf morgen gesehen.
Sondern?

Zitat:
Zitat von Celdur
Der Definition nach ist ein ein Schriftsteller ein Mensch, der das Verfassen von literarischen Texten als seinen beruflichen Schwerpunkt gesetzt hat.
Das würde bedeuten, nur jemand, der hauptsächlich von der Schreiberei lebt, ist ein Schreiberling. Das wäre dann die dritte Definition, also die CD im Regal. Das wiederum führt zu der Frage, was einen Musiker zum Musiker macht, zwischen dem Zeitpunkt, wo er die letzte Note gespielt hat und dem Punkt, an dem die CD ins Regal gestellt wird.

[edit]
Zitat:
Zitat von Lara
Ein Künstler ist ein Künstler, wenn er Menschen/Lebewesen mit seiner Kunst berührt. Egal ob es Einer oder Hunderte sind.
Ist ein fünfjähriger Junge, der einen Schneemann mit großer roter Nase auf ein Blatt Papier kritzelt, ein Künstler, wenn er seine Eltern damit berührt?
[/edit]
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Geändert von Flex (05.03.2007 um 21:33 Uhr)
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Alt 05.03.2007, 21:43
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Ob man sich jetzt als Schrifsteller bezeichnen kann, wenn man das nur als Hobby macht (so wie ich), würde ich nicht sagen. Ich würde mich da eher Celdur anschließen.
Zitat:
Zitat von Celdur
Der Definition nach ist ein ein Schriftsteller ein Mensch, der das Verfassen von literarischen Texten als seinen beruflichen Schwerpunkt gesetzt hat.
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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Alt 05.03.2007, 21:47
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
Zitat von Flex
Ist ein fünfjähriger Junge, der einen Schneemann mit großer roter Nase auf ein Blatt Papier kritzelt, ein Künstler, wenn er seine Eltern damit berührt?
Generell? Nein. Würd ich jetzt sagen. Wenn eine Mutter das Schneemanngekritzel betrachtet und das süß findet (weil es das erste Gekritzel ihres Kindes ist, weil es der Mutterstolz ist, der sie berührt), nein.

Wenn die Mutter oder wer auch immer, die Augen von dem Schneemann nicht mehr lassen kann, weil die Interpretation des Schneemannes mehr aussagt als drei Kreise auf Papier, dann ja.
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Alt 05.03.2007, 21:51
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
Zitat von Lara
Generell? Nein. Würd ich jetzt sagen. Wenn eine Mutter das Schneemanngekritzel betrachtet und das süß findet (weil es das erste Gekritzel ihres Kindes ist, weil es der Mutterstolz ist, der sie berührt), nein.

Wenn die Mutter oder wer auch immer, die Augen von dem Schneemann nicht mehr lassen kann, weil die Interpretation des Schneemannes mehr aussagt als drei Kreise auf Papier, dann ja.
Hm, interessante Antwort. Also geht es nach Deinem Empfinden um das Erschaffen von etwas, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Mal die Überlegung außer Acht gelassen, dass auch die Kreise auf dem Papier nicht existiert haben, bevor der Junge sie gemalt hat, wie sieht es mit Memoiren aus oder Tatsachenromanen aus? Wenn jemand 350 Seiten an Lebenserfahrungen aufschreibt und die reinen Geschichten die Leute berühren, ist er dann kein Schriftsteller?
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Alt 05.03.2007, 21:52
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vogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätzt
Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

"Musiker" und "Schriftsteller" sind Bezeichnungen, nichts weiter. Kulturell geprägt, gesellschaftlich genormt, was auch immer. Als Musiker oder Schriftsteller allgemein anerkannt ist man wohl erst mit der Veröffentlichung eines Werkes in irgendeinem Rahmen. IMO ist diese Veröffentlichung aber unabhängig vom Erfolg oder Breite der Veröffentlichung des Werkes ist. Schwierig wird dies allerdings, da demnach jeder Lit-Blogger ein Schriftsteller wäre. Gehört vielleicht doch mehr dazu.

Ich halts da eher allgemeiner, da mit einer Selbst-Bezeichnung irgendeiner künstlerischen Profession wie "Musiker", "Maler" oder "Filmemacher" immer auch eine gewisses Selbstbewusstsein einher geht, das leicht anmaßend wirkt. Von daher ist man vielleicht erst ein Musiker, Schriftsteller, etc wenn andere einen als diesen bezeichnen, sprich anerkennen. Womit ja nicht notwendigerweise Erfolg einher gehen muss.

Bis es soweit ist, würde ich es persönlichen Bezeichnungen allgemeiner halten. Man schreibt/macht Musik/malt. Was auch die persönliche Grundidee sein sollte. Ich schreibe ja nicht, um mich Schriftsteller zu nennen, sondern um zu schreiben. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich Filmkritiker wäre, würde ich wahrscheinlich antworten, dass ich Filmkritiken schreibe. Aber Kritiker möchte ich mich nicht nennen. Wäre mir persönlich zu anmaßend. Wenn ich meinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Filmkritiken verdienen würde, wäre das was wohl anderes. Wären wir also doch wieder beim Erfolg und der Anerkennung. Um also auf die eigentliche Frage zu antworten: Ich weiß es nicht.
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  #10 (permalink)  
Alt 05.03.2007, 22:00
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
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Wo ist die Grenze? Ist Thomas Harris mit seinen vier Büchern in 25 Jahren ein Schriftsteller, nur weil die sensationell erfolgreich sind? Viel mehr als eine Seite alle paar Tage ist das auch nicht. Und wenn er ein paar Monate lang an einem Buch schreibt und darauf hin eine Pause von fünf Jahren einlegt, ist er in dieser Zeit kein Schriftsteller?

Mit meinem Beispiel wollte ich eigentlich auf die paar Monate hinaus, nicht darauf, ob man sein Schreiben über lange Zeit streckt oder 100 Seiten am Tag niederschreibt. Das sollte dies nur Verdeutlichen.
Auch da ist es wie mit dem Musiker, der noch keine vollendeten Lieder schreibt, sondern sich vorerst nur mit dem Klang der Saiten vertraut macht.

Zitat:
Zitat von Flex
Sondern?
Wenn man sich durch Ausdauer und Präsenz bemerkbar macht.
Man wächst schließlich mit seinen Taten.
Wobei es natürlich zu unterscheiden gilt, als was man sich selbst sieht und als was einen die Öffentlichkeit wahrnimmt.

Zitat:
Zitat von Flex
Das würde bedeuten, nur jemand, der hauptsächlich von der Schreiberei lebt, ist ein Schreiberling.
Stimmt, das ist die offizielle Wikipedia-Definition.

Zitat:
Zitat von Flex
Das wäre dann die dritte Definition, also die CD im Regal. Das wiederum führt zu der Frage, was einen Musiker zum Musiker macht, zwischen dem Zeitpunkt, wo er die letzte Note gespielt hat und dem Punkt, an dem die CD ins Regal gestellt wird.
Das wäre die Berufsbezeichnung "Musiker", ich finde jedoch, dass man sich durchaus Musiker nennen darf, wenn man in der Lage ist, Musik zu machen - und dies auch tut.




Zitat:
Zitat von Flex
Ist ein fünfjähriger Junge, der einen Schneemann mit großer roter Nase auf ein Blatt Papier kritzelt, ein Künstler, wenn er seine Eltern damit berührt?
[/edit]
Das führt zu der Frage, ob man ein Künster ist, wenn man unbewusst Kunst fabriziert.

Da Kunst ja ein Wort ist, dessen Bedeutung jeder für sich selbst auslegen und entdecken muss, ist das schwer zu sagen.

In diesem Fall aber ginge den Eltern ja eher das Herz auf, weil sie sich freuen, dass ihr kleiner Fratz etwas für sie gemacht hat und nicht, weil sie die Zeichnung selber berührt.
Das, was auf dem Bild zu sehen ist, rückt in den Hintergrund.
Somit wäre dieser Akt wohl auch nicht als Kunst zu betrachten.

EDIT: Habe mir mit dem Antworten wohl zuviel Zeit gelassen.

Geändert von Celdur (05.03.2007 um 22:04 Uhr)
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  #11 (permalink)  
Alt 05.03.2007, 22:09
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
Zitat von Celdur
Mit meinem Beispiel wollte ich eigentlich auf die paar Monate hinaus, nicht darauf, ob man sein Schreiben über lange Zeit streckt oder 100 Seiten am Tag niederschreibt.
Das heißt?

Zitat:
Zitat von Celdur
Wobei es natürlich zu unterscheiden gilt, als was man sich selbst sieht und als was einen die Öffentlichkeit wahrnimmt.
Das ist ja genau die Frage gewesen

Zitat:
Zitat von Celdur
Stimmt, das ist die offizielle Wikipedia-Definition.
Kafka wäre demnach kein Schriftsteller gewesen, da er seine Bücher zu Lebzeiten nicht veröffentlicht hat.

Zitat:
Zitat von Celdur
ich finde jedoch, dass man sich durchaus Musiker nennen darf, wenn man in der Lage ist, Musik zu machen - und dies auch tut.
Aber kein Schriftsteller, wenn man in der Lage ist, zu schreiben? Oder ein Bildhauer, wenn man in der Lage ist, mit Hammer und Meissel auf einen Stein einzuschlagen?

Zitat:
Zitat von Celdur
Das führt zu der Frage, ob man ein Künster ist, wenn man unbewusst Kunst fabriziert.
In der Tat. Würde ich spontan sagen, Nein.
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Geändert von Flex (06.03.2007 um 01:39 Uhr)
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  #12 (permalink)  
Alt 05.03.2007, 22:10
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Zitat:
Zitat von Flex
Hm, interessante Antwort. Also geht es nach Deinem Empfinden um das Erschaffen von etwas, das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Ja

Zitat:
Zitat von Flex
Mal die Überlegung außer Acht gelassen, dass auch die Kreise auf dem Papier nicht existiert haben, bevor der Junge sie gemalt hat,
Dieses Thema wäre eine eigene philosophische Diskussion über Schaffen und Kreieren wert.

Zitat:
Zitat von Flex
wie sieht es mit Memoiren aus oder Tatsachenromanen aus? Wenn jemand 350 Seiten an Lebenserfahrungen aufschreibt und die reinen Geschichten die Leute berühren, ist er dann kein Schriftsteller?
Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich kann eine Biographie schreiben, die nicht mehr als eine trockene Informationsquelle darstellt und ich kann das Spiel mit Worten so meisterhaft beherrschen, dass sich alleine dadurch der Leser in meinem Buch verliert. Hier hätten wir dann den Künstler.

Zitat:
Zitat von Celdur
Und wenn der einzige, den es berührt, der Schaffende selber ist?
Der Gedanke ist mir kurz nach Schreiben auch gekommen. Ich würde sagen, ja, das ist durchaus im Bereich des Möglichen.
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Alt 05.03.2007, 22:12
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Standard AW: Bin ich Schriftsteller, wenn niemand mein Buch liest?

Ist es nicht möglich, dass die Geschichten an sich berühren? Da der Leser sonst nie von ihnen erfahren hätte, war es doch letztlich das Werk, das berührt hat.
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Alt 05.03.2007, 22:19
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vogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätztvogel ist hier bekannt und geschätzt
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Zitat:
Zitat von Flex
(...) wie sieht es mit Memoiren aus oder Tatsachenromanen aus? Wenn jemand 350 Seiten an Lebenserfahrungen aufschreibt und die reinen Geschichten die Leute berühren, ist er dann kein Schriftsteller?
Das finde ich recht eindeutig. Das alleinige Aufschreiben ist ja schon eine künstlerische Tätigkeit. Das "Wie" ist entscheidend. So könnte auch bei den Direct Cinema/Cinéma Vérité-Leuten fragen, ob ihre Dokumentarfilme künstlerisch sind. Sie halten die Kamera drauf, zeichnen auf, ohne Kommentar, das Ergebnis steht im Raum. Dass es ein Film ist, wird kaum jemand bestreiten. Dennoch ist es die Art des Prozesses, wie beim Aufschreiben von Tatsachen. Es ist immer ein Blickpunkt, die persönliche Wahrnehmung, die den Ausschlag gibt. Halte ich die Kamera so oder so, wie erzähle ich diese oder jene Passage am gelungensten? So entsteht immer eine "künstlerische"/schöpferische Perspektive. Durch die Montage der Sequenzen, durch die Auswahl was man in seinen Memoiren/Tatsachenbericht erzählt (selbst wenn er nur "nüchtern" ist), zeitliche Raffung etc, entsteht immer ein künstlerischer Eingriff in die Realität. Somit könnte man sogar behaupten, Subjektivität sei immer künstlerisch und beeinflussend - bewusst oder unbewusst. Was IMO kein wertendes Gefälle zwischen Fiktion/Nicht-Fiktion entstehen lässt.

edit: Sehe ich somit komplett anders als Lara
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Geändert von vogel (05.03.2007 um 22:22 Uhr)
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  #15 (permalink)  
Alt 05.03.2007, 22:25
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Zitat:
Zitat von Flex
Ist es nicht möglich, dass die Geschichten an sich berühren? Da der Leser sonst nie von ihnen erfahren hätte, war es doch letztlich das Werk, das berührt hat.
Natürlich. Ich kann dir schriftlich die Geschichte von Marie Therese, die Tochter von Marie Antoinette erzählen. Diese Geschichte - glaube mir - berührt. Ich würde mich dennoch nicht als Schriftstellerin bezeichnen, da es über einen reinen Tatsachenbericht nicht hinauslaufen würde.

Hier käme es wahrscheinlich auf den Vergleich an. Zwei Leute schreiben dir anonym die Geschichte auf. Ein begabter Schriftsteller und irgend ein Normalo, der mit Schreiben nix am Hut hat. Du entscheidest, wessen Berichte du hinkünftig lesen wirst.

Achja:

Zitat:
Zitat von Celdur
Das führt zu der Frage, ob man ein Künster ist, wenn man unbewusst Kunst fabriziert.
Zitat:
Zitat von Flex
In der Tat. Würde ich spontan sagen, Nein.
warum eigentlich nicht?

edit:

Zitat:
Zitat von Vogel
edit: Sehe ich somit komplett anders als Lara
so ist es Vogel, die reine Tätigkeit des Schreibens ist imo keine künstlerische Tätigkeit. Sonst wäre ja schon die Art, wie wir unsere Postings hier verfassen Kunst
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Geändert von Lara (05.03.2007 um 22:30 Uhr)
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