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Alt 06.01.2013, 17:26
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Standard Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Zum traditionellen Bericht zur Lage der Filmnation (diesmal zwei Artikel, die morgen erscheinen), schon mal der Diskussionsfaden...
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Geändert von Mark G. (07.01.2013 um 00:01 Uhr)
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Alt 06.01.2013, 19:03
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Standard AW: Pi-Jays baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Ich interpretiere die Titel mal so, dass Pi-Jay bei Pixar gelandet, und dir die großkalibrige Munition für einen "normalen" Rundumschlag ausgegangen ist...
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  #3 (permalink)  
Alt 06.01.2013, 23:53
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Standard AW: Pi-Jays baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Ich kann es kaum noch abwarten
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Alt 07.01.2013, 00:07
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Nein, nicht Pixar, sondern Opel.
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  #5 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 00:25
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Jetzt sind die Artikel online...
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  #6 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 00:40
Fanatiker
 
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Chapeau! Ein sehr guter und kluger Artikel.
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  #7 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 02:16
poor lonesome cowboy
 
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Zitat:
Zitat von heinzer Beitrag anzeigen
Chapeau! Ein sehr guter und kluger Artikel.
Zwei sehr gute und kluge Artikel.

@Mark G.: Ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass es auch noch Kino gibt (meist kleine Privattheater), in denen es Preise gibt wie "Alle Vorstellungen vor 16:30 Uhr kosten nur 5 Euro" - auch am Wochenende. Oder Kinos wie das Abaton in Hamburg, wo es wirklich noch einen Kinotag mit €5,50 am Mittwoch gibt, auch wenn sich auch hier der Preis von €4,50 vor 3 Jahren um einen Euro hochgeschraubt hat.

Ich frage mich aber auch wie die kleinen Kinos (mit meist nur einem Saal) es schaffen, solche Mini-Preise anzubieten, wenn schon die großen Ketten ständig nörgeln, dass kein Geld reinkommt?
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  #8 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 05:48
Stammgast
 
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conan hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Die Artikel sind ja immer schön zu lesen, aber gerade bei uns sind im neuen Jahr die Eintrittspreise wieder gestiegen. Dafür gibt es auch keinen erkennbaren Grund. Gehen wir mal davon aus, daß die Digitalisierungskosten wirklich wieder eingenommen wurden, so wurde auch heftig am Personal eingespart. Kartenverkauf und Snack-Theke macht eine Person auf einmal und Kartenabreisser gibt es auch keine mehr und auch die Kinosäle werden nicht (regelmäßig) gesäubert.
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  #9 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 10:19
Groupie
 
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Danny K. wird hier gern gesehenDanny K. wird hier gern gesehen
Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was so schlimm daran ist, dass der deutsche Film keinen höheren Stellenwert hat?

Sicherlich kann man über die Vorschläge zur Verbesserung der Auswahl von Stoffen in den Behörden nachdenken, aber wird hier nicht letztenendes über eine Neuverteilung von Subventionen nachgedacht, die die aller wenigsten brauchen?
Um beim Beispiel der Sportereignisse zu bleiben: Der Grund, warum dafür mehr Geld ausgegeben wird, liegt doch auf der Hand: Ein Fussballspiel der deutschen Nationalmannschaft bei einem Großturnier hat fast genauso viele Zuschauer, wie der deutsche Film in einem Jahr im Kino insgesamt (Nebenbemerkung: Dass auch hier Gelder in Dinge fließen, die ziemlich dämlich sind, ist ein ganz anderes Thema).
Warum sollten wir veruschen krampfhaft etwas zu pushen, was offensichtlich kein so großes Interesse hat?

Es geht hier ja nicht um irgendwelche Bildungsaufträge (im Sinne des Schillerzitats), sondern um Unterhaltung.
Meine Frage leutet eher: Warum gibt es überhaupt Filmförderung? Was bringt sie mir als Kinogänger? Ich habe doch mit ausländischen Produktionen genug Vielfalt. Ich brauche den deutschen Film aus Berieselungsgründen schlichtweg einfach nicht.

Meiner Meinung nach ist Filmförderung, wenn es sich nicht um einen Bildungsauftrag oder um die Übertragung von Live Events - ob nun Sport, Konzerte, Theater etc- überflüssig.

Warum wird als Lösungsansatz denn nicht der naheliegenste gesucht?
Der Markt soll das alleine regulieren.
Die Antwort ist einfach und wurde ja auch von Pi-Jay in einem Satz gegeben: Es beseteht so gut wie gar kein Bedarf am Markt für den deutschen Genrefilm. Ich mein, es ist ja nicht verboten, dass sich ein Großkonzern, wie zB Siemens dazu entschließt, ein Filmstudio zu gründen, um deutsche Filme herzustellen. Sie machen es aber nicht, weil die Aussicht auf Profit offensichtlich schlecht ist.

Ich sehe iwie keinen Grund, den deutschen Film unbedingt größer und wichtiger zu machen, als er ist. Das Talent, das zweifelsohne vorhanden ist, verschwindet ja nicht, sondern wandert wie im Artikel geschrieben einfach dahin, wo es besser arbeiten kann.

Ist das denn jetzt wirklich schlimm?
Warum müssen wir denn zwanghaft gute deutsche Filme haben?
Ich verstehe es nicht. Ist das eine Form von Patriotismus, die ich nicht nachvollziehen kann?

Die Kinofilme, die hier gefordert werden, gefördert zu werden, sind ja gerade nicht die, die auch einen Wissenszuwachs ermöglichen, sondern solide Unterhaltung.
Eine Forderung danach ist ja auch legitim, wenne es eine solche Unterhaltung nicht geben würde, aber es gibt sie doch... aus dem Ausland und das reicht mir.

Ansonsten müsste man auch konsequenterweise fordern, dass die Entwicklung von Videospiel-Konsolen made in germany subventioniert werden sollte. Der Anteil an deutschen Spielkonsolen in deutschen Haushalten ist nämlich Null. Allerdings stört es keinen, dass diese in Japan und den USA hergestellt werden.

Wir bauen halt Autos und keine Spielekonsolen....
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  #10 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 10:47
Stalker
 
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mattis ist hier bekannt und geschätztmattis ist hier bekannt und geschätztmattis ist hier bekannt und geschätztmattis ist hier bekannt und geschätztmattis ist hier bekannt und geschätztmattis ist hier bekannt und geschätzt
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Zitat:
Zitat von Danny K. Beitrag anzeigen
Warum sollten wir veruschen krampfhaft etwas zu pushen, was offensichtlich kein so großes Interesse hat?
Weil die ÖR keinen Quotenauftrag haben, ganz einfach.
Und Interesse kann auch überhaupt erst aufkommen, wenn man etwas anbietet.


Tolle Artikel, Mark und Pi Jay. Möge euch irgendwann mal ein großer Sack voller Geld vor die Füße fallen um selbst zu handeln, die Worte allein scheinen in der Branche noch immer nicht im gewünschten Maße anzukommen.
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  #11 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 10:57
Groupie
 
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Danny K. wird hier gern gesehenDanny K. wird hier gern gesehen
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Zitat:
Zitat von mattis Beitrag anzeigen
Weil die ÖR keinen Quotenauftrag haben, ganz einfach.
Und Interesse kann auch überhaupt erst aufkommen, wenn man etwas anbietet.
Mir ist durchasu bewußt, dass die ÖR keinen Quotenauftrag haben.
Wieso sollte man also überhaupt in Erwägung ziehen, Filmförderung dahingehend zu gestalten, dass Dinge gefördert werden, die eine höhere Quote (oder wie du es nennst: "Interesse") erzielen?

Welchen Grund siehst du denn in der Filmförderung?
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  #12 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 11:10
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Zwei sehr schöne Artikel, die mich (mal wieder) zu der Frage bringen: Warum überhaupt Filmförderung?

Wenn ich Lust auf Pizza habe und deshalb in ein Restaurant gehe, dann interessiert es mich doch nicht, ob da - von irgendwelchen Institutionen subventioniert - auch "Labskaus" angeboten wird, nur um den Marktanteil der "deutschen Küche" zu schönen. Ich esse das was mir schmeckt, und nicht das, was irgendwelche marktfremden Nahrungsstrategen als "Relevanz-Essen" definiert haben. Und wenn durch diese Strategie dann letztlich alle Gerichte - auch meine Pizza - teurer werden, dann entscheide ich mich irgendwann nicht mehr nur gegen das Gericht "Labskaus", weil mich das nicht interessiert, sondern generell gegen den Gang ins Restaurant, weil selbst das was mir schmeckt inzwischen überteuert scheint. Und die Restaurants verdienen weniger, weil die prozentualen Abgaben auf ALLE Gerichte höher sind, als die wenigen Einnahmen der Kunden, die jemals "Labskaus" ordern werden...

Und im Kino ist es doch nicht anders. Jegliche Art der Förderung/Subventionierung fördert letzlich eine markttechnische Schieflage, die die Kosten eines eigentlich unrentablen/unerwünschten Produktes auf ALLE Konsumenten verteilt. Dies mag in Ausnahmefällen als zeitlich begrenzte "Anschubfinanzierung" sinnvoll sein, mit dem Ziel, dass das produzierende Unternehmen irgendwann auf "eigenen Beinen" steht und keine Unterstützung mehr braucht, aber als dauerhaftes Instrument ist es eine Sackgasse. Da sollte der "Standortvorteil" - näher an den Köpfen/Themen/Inhalten der Landsleute "dran zu sein" - eigentlich genügen. Und sollte die Förderung im Kontext realistischerer Einschätzungen irgendwann wegfallen, dann ist der Sturz umso tiefer, weil man sich dann schlagartig den realen Marktbedingungen stellen und dort überleben muss. Und wenn der Kurs dann ausgerechnet noch von öffentlich-rechtlichen TV-Strategen bestimmt wird, die sich über die "Quasi-Medien-Steuer" GEZ (letztlich auch eine Art Subventionierung) längst vom Publikumsgeschmack entfremdet haben, dann macht das die Lage nur noch schlimmer...
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  #13 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 12:37
Statist
 
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PiJay wird hier gern gesehenPiJay wird hier gern gesehen
Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

In meinem Artikel wollte ich nicht die Filmförderung an sich in Frage stellen, sondern lediglich – wie schon Dominik Graf und andere vor mir – auf die Schieflage hinweisen, dass zu viele Festivalfilme und zu wenige Publikumsfilme gefördert werden.

Warum Filmförderung? Oder Kulturförderung im allgemeinen? Wozu man großzügig auch die Sportförderung zählen könnte, also z. B. die Unterstützung von Vereinen. Weil sie einem gesellschaftlichen Nutzen dient, der höher zu bewerten ist als sein Geldwert. Weil Kultur quasi die Seele eines Volkes ist und damit schützenswert.

Natürlich kann man argumentieren, dass von bestimmten Sparten nur wenige profitieren, aber ich unterstütze ja auch, dass mit staatlichem Geld Kindergartenplätze geschaffen werden, wenn ich selbst keine Kinder habe. Ich begrüße die Buchpreisbindung, weil damit Tausende Autoren Geld verdienen können und nicht nur Dutzende. Und ich finde es gut, dass es im Fußballstadion günstige Stehplätze gibt und der Preis nicht vom Markt geregelt wird – oder dass ich ein Topspiel kostenlos bei ARD oder ZDF sehen kann und nicht gegen eine saftige Gebühr bei einem Pay-TV-Sender.

Manchmal muss man durch Subventionen eine gewisse Schieflage in Kauf nehmen, um die Schwachen vor den Starken zu schützen, weil der Markt vielleicht die Preise regelt, aber keine Moral kennt. Deshalb heißt es auch Soziale Marktwirtschaft.

Das Argument, dass der Kinogänger keinen deutschen Genrefilm braucht oder will, hört man immer wieder. Aber wer brauchte schon ein Smartphone, bevor es auf den Markt kam? Wenn es einen tollen, deutschen Genrefilm gibt, wollen ihn die Leute auch sehen. Früher hat niemand deutsche Komödien angeschaut, heute erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Warum kann das nicht auch auf z. B. Horrorfilme zutreffen?

Wenn Filmförderung eine reine Kulturförderung sein soll, kann man natürlich argumentieren, dass mit dem Geld nur Relevanzfilme und nichts anderes produziert werden sollen, denn diese sind Kunst, alles andere nicht. Aber wer zieht die Grenze und sagt, dies ist noch Kunst, jenes aber nicht? Und sollten dann noch Gelder für Kinderfilme fließen? Oder für Komödien? Oder für die vielen ausländischen Filme wie Inglorious Basterds, die ohne Filmförderung vielleicht nicht entstanden wären?

Im Filmförderungsgesetz heißt es, dass die Vielfalt des deutschen Films gefördert werden soll. Dies ist meiner Meinung nach im Augenblick nicht gegeben. Aber nichts anderes wünsche ich mir.
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  #14 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 13:13
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Standard AW: Pi-Jays Baut mehr Autos & Mark G.'s Möchtegern-Rundumschlag

Das sind zwei verschiedene Themenkomplexe: Warum überhaupt Subvention und warum diese Fehlentwicklung bei dt. Produktionen?

Über Subvention braucht man m.M. nach nicht diskutieren, denn die gibts quasi überall - ob als Kohlepfennig, Umlage für erneuerbare Energien oder Steuerbefreiung für (vermeintlich) wichtige Industriezweige. Letztlich wird damit internationale Konkurrenzfähigkeit hergestellt bzw. die Nachteile etwas begradigt. Gerade im Filmbereich haben manche Länder so hohe Subventionen umgesetzt, dass es eine Wettbewerbsverzerrung darstellt! Da sind die Mittel von DFFF, FFA und Ländern ein Klacks dagegen. Es hängen viele Tausend Jobs daran und deshalb ist es wichtig.

Die inhaltliche Schieflage hat Pi-Jay gut zusammengefasst, auch wenn ich persönlich nicht glaube, dass eine andere Mittelverteilung auch eine "Umerziehung" der Kinogänger bewirken würde. Es sind vor allem finanzielle Gründe, weshalb sich dt. Produktionen auf Komödien und Familienfilme konzentriert haben, denn Budgets jenseits von 10 Mio. Euro lassen sich nur mit dem dt.-sprachigen Raum kaum refinanzieren. Der Zuschauer ist durch die 100Mio.+ - Filme einfach Standards gewöhnt, die nur europ. Koproduktionen annähernd bezahlen können (da sind dann aber noch mehr Köche beteiligt). Da die Refinanzierung über die sinkenden Videoerlöse immer schwerer wird, bleiben nur noch TV-Sender (oder private Investoren) als Geldgeber, die selbstverständlich mitreden wollen. Der Vorschlag mit der Koppelung an Prime-Time-Sendeplätze ist originell, aber ich bezweifle, dass die Zuschauerzahlen (Einschaltquoten) dadurch signifikant nach oben gehen. Immerhin sehen sich die TV-Sender selbst mit gravierenden Umbrüchen und Umstrukturierungen konfrontiert, die durch andere Nutzungsverhalten entstanden sind.
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  #15 (permalink)  
Alt 07.01.2013, 13:27
Benutzerbild von katjuscha
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also die Filmförderung durch die FFA kann ich nicht beurteilen, aber zum Thema Fernsehanstalten und deren (Co)Finanzierung von Kinofilmen und dann ihr Umgang mit diesen Filmen kann ich Pi Jay nur zustimmen. Das ist einfach erbärmlich wie man die beste Sendezeit ungenutzt lässt, um eigenfinanzierte Filme auch mal entsprechend zu pushen und damit auch dauerhaft was im Bewustsein des deutschen Zuschauers zu verändern.
Ich bin ja durchaus ein riesiger Sportfan und ich kann Fussball nicht oft genug sehen (beispielsweise gibts auch riesige Kritik an den Öffentlichen wegen den geringen Sendezeiten für die 3.Liga in der 3.Programmen), aber selbst ich finde, dass für die Bundesliga und andere Großevents zu viel ausgegeben wird und die 20.15Uhr Sendezeit überdimensional von Tatort und Volksmusik bestimmt wird, wobei man da wohl auch aufgrund der Beliebtheit und der demographischen Strukturen vor Risiken zurückschreckt. Aber das Thema Risiko hat Pi Jay ja auch an anderer Stelle angesprochen. Scheint ein typisch deutsches Problem zu sein, nicht nur auf Film bezogen. Man plant halt alles gerne durch und sichert sich doppelt und dreifach ab, und jeder und jede Behörde will mitbestimmen.

Bin aber viel zu wenig im Thema, um beurteilen zu können, wodurch sich was verbessern könnte, zumal ich Danny K. in gewisser Weise verstehen kann. Ich seh den deutschen Film und die Kinolandschaft in ihrem Stellenwert nicht als sonderlich schlecht an. Mag auch daran liegen, das in meiner persönlichen Umgebung das (Arthouse)Kino auch mit vielen deutschen Produktionen zuletzt durchaus boomte, aber ich ähnlich wie Danny K. auch einen gewissen patriotischen Ansatz nicht nachvollziehen kann, unbedingt kommerziell große Erfolge feiern zu müssen.

Auf der anderen Seite seh ich schon wie das Studio Babelsberg bei mir nebenan jedes Jahr an der Grenze zur Pleite arbeitet, und man immer auf 2-3 Hollywood Co Produktionen angewiesen ist. Wenn man da nur mit dem Argument von Danny arbeiten würde, der Markt regelt das schon und ob die deutsche Regietalente nun in Hollywood ihre Projekte umsetzen oder hier ist mir als Zuschauer egal, dann fallen hier jede Menge Arbeitsplätze weg. Alle 6-7 Jahre mal sowas wie Sonnenallee reicht irgendwie nicht, um den Laden am laufen zu halten. Und die Hollywoodproduktionen feilschen dann auch noch um jeden cent, wenn sie hier drehen dürfen.
__________________
Baby, did you forget to take your meds

http://www.youtube.com/watch?v=L1PkTI3LSgA
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