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Ich hab die Faxen dicke !!!!! Du Arsch !!!!!! 4 36,36%
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  #1 (permalink)  
Alt 16.05.2004, 14:30
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
Standard Die vielleicht besten Filme der 90er Jahre (teilweise spoile

In der Ausgabe #7 des mittlerweile (soviel ich weiss) nicht mehr erscheinenden Magazins "Komm Küssen" findet sich ein Artikel namens "Die 100 besten Filme der 90er Jahre".
Der ist nicht nur interessant, sondern hat mich in meiner Anfangszeit des Filme sammelns in meinen Meinungen mindestens beeinflußt.
Um ihn euch nicht vorzuenthalten und vielleicht sogar um zum kommentieren anzuregen, werde ich ihn hier und jetzt (und wann immer ich Lust habe daran weiterzuschreiben) ungekürzt widergeben. Ab..........jetzt:


ausgewählt und kommentiert von Gian-Phillip Andreas (GPA; komm küssen; Westphälische Nachrichten), Michael Brandes (MB; komm küssen), David Kluge (DK; filmclub Münster) und Patrick Wildermann (PAT; Münstersche Zeitung).

Aus den etwa 2500 Filmen, die zwischen 1990 und 1999 in den deutschen Kinos liefen, die 100 besten Filme auszuwählen - ein hart erarbeitetes Stück Serviceleistung für die lieben komm küssen Leser daheim. Für euch haben wir alle Kosten und keine Mühen gescheut und eine Jury zusammengestellt aus Münsters wertvollsten Filmfachleuten [...].

Unabhängig voneinander hat jedes Jurymitglied in wochenlanger Kleinarbeit eine Liste seiner 100 Lieblingsfilme in Reihenfolge abgegeben. Nach einem fein ausgetüftelten Punktesystem antstand daraus diese Top 100. Am Ende gab es nach vielen Rangeleien Jubel ("Glück gehabt, Matrix ist nicht dabei") und Tränen ("Wieso haben es "Die Commitments" nicht geschafft? Ein Skandal!"), da natürlich etliche nur von einem Teil der Jury favorisierten Filme im harten Kampf um die wenigen Plätze untergingen. Aber am Ende ist dann doch eine Top 100 herausgekommen, mit der alle ganz gut leben können und die wir aus dramaturgischen Gründen in umgekehrter Reihenfolge runterspulen...

Bei der Frage, nach welchen Kriterien jedes Jurymitglied seine individuellen Top 100 zusammenstellen sollte, gab es keine Auflagen. Wäre es nicht um die 100 besten, sondern um die 100 wichtigsten Filme gegangen, würde die Liste vermutlich schon anders aussehen. Beispiel Schindler´s Liste: Als gelungener politische Aufklärungsfilm für die breite Masse sicher ein enorm wichtiger Beitrag, aber viel zu konventionell und gefällig, um zu den besten oder innovativsten Filmen zu zählen.

Dass es mehr als 100 sehenswerte Filme in den 90ern gab...
das könnt ihr euch ja denken

kleiner Einschub von mir: so jetzt geht´s los:

Die 100 besten Filme der 90er Jahre


100 - Mars attacks
Tm Burton, USA 1996
Eine Gruppe aüsanter Marsmännchen besucht die Erde, täuscht friedliche Absichten vor, um anschließend den halben Erdball zu vernichten. Erst durch den Einsatz eines Grauen erregenden Country-Songa kann ein Teil der Menschheit gerettet werden. Tim Burton´s Film ist ebenso SF - Parodie wie zynische Satire auf die amerikanische Gesellschaft. Nach eigener Aussage wollte Tim Burton eine Trash - Version zum hochgradig patriotischen "Independence Day" - Blockbuster drehen. Das ist ihm vortrefflich gelungen. Einer der komischsten Filme der 90er. (MB)


99 - Eyes wide shut
Stanley Kubrick, USA 1999
Zwölf Jahre hat der brilliante Regisseur und Perfektionist Kubrick gebraucht, um seinem atemberaubenden Antikriegsfilm "Full Metal Jacket" ein weiters Werk folgen zu lassen. Wenige Tage nach der Fertigstellung des Films verstarb der Mann, der zuvor in fast allen erdenklichen Genres grandiose Meisterwerke abgeliefert hatte ("2001", "Shining", "Uhrwerk Orange" usw.). "Eyes wide shut" ist ein würdiger Abschied: Kubricks handlungsarmer Erotikfilm (mit einer grandiosen Nicole Kidman und einem erstaunlich guten Tom Cruise in den Hauptrollen) fesselt von der ersten Sakunde an dank der knisternden Magie, die Kubrick in jeder Sekunde des Films glänzend aufrechterhärlt. Großes Kino über Liebe, Verführung und Moral. Ein faszinierender Blick in die menschliche Psyche, der in dieser Intensität keinem anderen Regisseur zuzutrauen ist. (MB)


So, jetzt hab ich erstmal anderes zu tun, bis denne
[edit] Ich hab grad gemerkt: Das mit dem ungkürzt war nur ein Witz und ursprünglich als rhetorisches Mittel platziert, kann es schon nicht mehr mit der Warheit mithalten
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  #2 (permalink)  
Alt 16.05.2004, 15:24
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moonstruck ist (noch) nicht aufgefallen
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98 - Sleepy Hollow
Tim Burton, USA 1999
Bewaffnet mit den Instrumenten der Aufklärung wird Constable Crane (Johnny Depp) nach Sleepy Hollow geschickt, einem kleinen, von holländischen Einwohnern besiedelten Flecken unweit der Metropole New York, um eine Reihe mysteriöser Todesfälle - allesamt Enthauptungen - aufzuklären.
Sleepy Hollow ist geprägt von detailverliebten, synthetischen Dekors und dunklen, blaugefilterten Bildern, durch die das Drehbuch von Andrew Kevin Walker, der auch das Skript zu dem sinistren Thriller "Sieben" geschrieben hat, beklemmend gut umgesetzt. Aber erst der in den Credits ungenannte Drebuchautor von Brazil (1985), Tom Stoppard, hat Sleepy Hollow die ironische Seite verliehen, die das Schauermärchen auch irgendwie komisch erscheinen läßt. Und so findet sich im Film eben beides, romantischer Schauer und aufgeklärtes Lachen - und dazwischen die Wahrheit.
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  #3 (permalink)  
Alt 16.05.2004, 15:48
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
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Knapp daneben Moon, wenn ich erlich bin sogar überhaupt nicht knapp, sondern:

98 - Das Fest
Thomas Vinterberg, Dänemark 1997
Eigentlich war der Dogma-Film wohl nichts weiter als eine Stammtisch-Idee einiger dänischer Regisseure; am Ende wurde daraus eine geschickte Vermarktungsstrategie, die einigen grossartigen Filmen die verdiente Öffentlichkeit bescherte. Die Familienstudie "Das Fest" war der erste und bisher beste Dogma-Film: Ein Psychodrama um ein Heile-Welt-Familie, deren nach aussen intakte Struktur auf einem Familienfest durch Inzestvorwürfe und Gewalttaten kontinuierlich zerstört wird. Die technischen Spielregeln des Dogma-Films, u.a. der ausschließliche Einsatz von Handkameras und natürlichem Licht und Ton, sorgen für eine beklemmende, kaum zu steigernde Intensität. (MB)

97 - Toy Story

John Lasseter, USA 1995
Der erste vollständig am Computer entstandene Film ist tricktechnisch unglaublich perfekt geraten. Und ausserdem einer der wenigen Trickfilme, die so gut erzählt sind, dass sich seine Figuren (Die Kinderzimmerhelden Buzz Lightyear und Cowboy Woody) sofort für die Ewigkeit empfohlen haben - und darüber hinaus... (GPA)


P.S.: @moon: sleepy hollow hat es leider garnicht in die Liste geschafft
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  #4 (permalink)  
Alt 16.05.2004, 15:58
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
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96 - Vor dem Regen
Milcho Menchevski, GB 1994
Manchevskis Debütfilm betrachtet verschiedene Personen, deren Lebenswege sich im kurz zuvor selbständig gewordenen Mazedonien treffen: ein junger Mönch, eine Londonerin in der Lebenkrise und ein älterer Fotoreporter sowie ihre ständige Begegnung mit der Gewalt. Dramaturgisch klug aufgebaut, erschließt sich das Handlungskonstrukt erst zum beeindruckenden Schluss. Doch Kamera und politische Brisanz schlagen durchgängig in Bann. (GPA)


Jetzt will die beste Frau der Welt am PC für die PH lernen, deshalb ist mal gut für heut.
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  #5 (permalink)  
Alt 16.05.2004, 16:03
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moonstruck ist (noch) nicht aufgefallen
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Tschuldigung...
Dabei war ich echt stolz auf meinen Beitrag icon_anxi:
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  #6 (permalink)  
Alt 17.05.2004, 10:13
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
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Ich fand deinen Eintrag auch saugut, vielleicht liegst du ja beim nächsten mal richtig. Ich glaub ich mach mal weiter, weil es ja eigentlich erst ab der Top 20 interessant und diskussionswürdig wird.

95 - Das Leben ist ein Chanson
Alain Renais, Frankreich 1997
Ähnlich wie Woody Allen (siehe "Alle sagen I love You") liebt Alain Renais den immer neuen Aufhänger in seinen Filmen. Konnte man seinen Film "Smoking" gleich in zwei Versionen nacheinander ansehen, wird in diesem Film gesungen. Anders als bei Allen singen die Akteure allerdings nicht selber, ihnen werden stattdessen Lippensynchron bekannte Chansons in den Mund gelegt. So wird das verwickelte Lebens- und Liebeschaos einer Gruppe wohlhabender Franzosen in Paris zum köstlich absurden Vergnügen, und endlich bestätigt sich, was eigentlich schon immer klar war: In den banalen Schlagertexten stecken die größten Lebensweisheiten. (GPA)

94 - Braindead

Peter Jackson, Neuseeland 1991
Peter Jackson´s bluttriefende Zombie-Party ist ein Humorhöhepunkt des Horrorgenres und bis zum finalen Rasenmähergemetzel in jeder Szene ein Augen- und Ohrenschmaus - im wahrsten Sinne des Wortes. (PAT)

93 - Nachtgestalten

Andreas Dresen, Deutschland 1999
Eine Nacht in Berlin. Die Kamera begleitet verschiedene Menschen durch die Nacht: Ein demoralisiertes Obdachlosenpärchen, einen frustrierten Geschäftsmann mit einem afrikanischen Jungen im Schlepptau und einen Bauern, der das Großstadtabenteuer sucht und sich mit einer jungen, drogenabhängigen Prostituierten anfreunden will. Ihre Wege kreuzen sich, die Handlungsstränge werden geschickt miteinander verknüpft. Im Laufe der Nacht sammeln einige von ihnen glückliche Momente, andere bittere Erfahrungen. Andreas Dresen gelang eine atemberaubende deutsche Night on Earth - Variante. Die zu einem Großteil improvisierenden, großartigen Schauspieler bringen das wirkliche Leben ins Kino. Ein Film, den man nicht vergißt. (MB)

92 - Lola rennt
Tom Tykwer, Deutschland 1997
Mit dieser virtuosen filmischen Wundertüte wurde Tom Tykwer zum innovativsten deutschen Regisseur der 90er. Eine so originelle Inszenierung hat man in Deutschland (und nicht nur hier) in dieser Form noch nie im Kino gesehen. Die Story um Manni, Lola, und die 100.000 DM spielt eigentlich überhaupt keine Rolle. Was zählt ist das komplette Drumherum, das uns aus dem Staunen nicht mehr herauskommen läßt: Clevere Effekte, feine dramaturgische Kniffe, gute Musik, eine formidable Schauspielerschar und das alles auf technisch allerhöchstem Niveau. Und zwischen all der Action und Dramatik gibt es noch ein wenig Liebe und Philosophie. Ein äußerst intelligentes Popcorn-Movie, das auch in den USA erfolgreich war. (MB)

91 - Mann beisst Hund

Remy Belvaux u.a., Belgien 1992
Ein Fernsehteam blickt einem Serienkiller bei der Arbeit über die Schulter und findet zunehmend Gefallen am Geschehen. Die ultimative Mediekritik. (PAT)

90 - Funny Games
Michael Haneke, Österreich 1997
Zwei Männer verschaffen sich Eintritt in das Haus einer dreiköpfigen Familie. Im Laufe einer Nacht werden die Familienmitglieder (ohne dass ein Tätermotiv offensichtlich wird) zunächst seelisch, dann körperlich gefoltert und schließlich brutal ermordet. Michael Hanekes nur schwer erträgliche und zutiefst verstörende Psychostudie stellt die üblichen Sehgewohnheiten auf den Kopf und kämpft unter anderem gegen die banalen Gewaltdarstellungen in herkömmlichen Hollywoodstreifen. Die Mörder werden am Ende nicht bestraft, eine Art Happy-End ist in einer Szenen nur kurz in Sicht, bis die Handlung zurückgespult wird und die Szenen neu beginnt. Da sich die Mörder zum Teil direkt an den Zuschauer wenden, wird dieser zu Voyeur und heimlichen Komplizen. Ein beunruhigend realitätsnaher, zynischer Film. (MB)


89 - Dead Man
Jim Jarmusch, USA 1995
Johnny Depp ist in Jim Jarmuschs furiosem Spätwestern auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe. Und Neill Young liefert dazu das elegisch-klagende Gitarren-Requiem. (PAT)

88 - Passion Fish
John Sayles, USA 1992
John Sayles erzählt die Geschichte einer ungleichen Frauenfreundschaft in der zeitentrückten Atmosphäre der amerikanischen Südens. Mary McDonnell und Alfre Woodard gewinnen als schicksalsgebeutelte Kämpfernaturen zu den sanften Klängen der Cajun-Musik auf höchst berührende Weise ihren Lebensmut zurück. (PAT)

87 - Fearless
Peter Weir, USA 1993
Jeff Bridges findet als Überlebender eines Flugzeugabsturzes nicht ins Leben zurück. Peter Weirs philosophische Betrachtung der Todeserfahrung und ihrer Verdrängung ist nicht nur für flugangstgeplagte Filmkritiker höchst sehenswert. (PAT)

86 - John F. Kennedy - Tatort Dallas
Oliver Stone, USA 1991
Hollywoods Dauerdogmatiker und Vorzeigemoralist Oliver Stone spürt dem Nightmare on Elm Street nach und behält bei seiner Recherche über die wahren Hintergründe der JFK-Ermordung souverän die weit versponnenen Fäden in der Hand. Ein Fest für Verschwörungstheoretiker. (PAT)

85 - Alle sagen I love you
Woody Allen, USA 1996
Die Geschichte einer New Yorker Großfamilie, deren Mitglieder sich hier streiten, liegen, entzweien und versöhnen, hat man durchaus schon öfter gesehen. Woody Allen indes, niemals um ´nen neuen Gag verlegen, lässt seine Starparade öfters mal in Showtunes ausbrechen. So hört man die dünnen Stimmchen von Drew Barrymore und Edward Norton in zartem Liebesschmelz erklingen, selbst Meister Allen persönlich klagt in Venedig leicht atonal seine Liebespein. Und als wäre dieses Musical nicht schon so entzückend genug, achwebt am Ende noch Golde Hawn tanzend über der Seine. Ein poetisches Meisterwerk mit Schwung und Witz. (GPA)

84 - Der Geschmack der Kirsche
Abbas Kiarostami, Iran 1997
Ein Mann fährt mit seinem Jeep durch die karge, hügleige Landschaft am Rande Teherans. In der bevorstehenden Nacht will er Selbstmord begehen. Ein Grab hat er schon ausgehoben, nun sucht er jemanden, der ihn am Ende der Nacht begraben wird. Ein beinahe meditativer Film: Ruhige, monoton dahinfliessende Bilder, keine Musik, selten Dialoge, in denen dann aber alles gesagt wird. "Der Geschmack der Kirsche" ist zu gleichen Teilen ein Plädoyer für das Leben an sich als auch dafür, sich entscheiden zu dürfen, wann es Zeit ist zu gehen. Die goldene Palme, die der Film in Cannes gewann, ist jedenfalls hochverdient. (MB)

83 - Toto, der Held
Jaco von Dormael, Belgien 1991
Der kleine Thomas ware so gern der große Toto, ein Held, doch als Erwachsener ist er nur ein ganz normaler, gewöhnlicher Mann. Erst im Alter lernt er, die Verbitterung darüber abzuschütteln und diverse Lebenslügen zu überwinden. Hört sich didaktisch an, ist aber einer der schönsten und aufregendsten Kindheitsfilme der 90er. Besonders wie Debütnant van Dormael, ein ehemaliger Clown, hier Zeit- und Realitätsebene mischt, kann man durchaus vituos nennen. (GPA)

82 - Face off - Im Körper des Feindes
John Woo, USA 1997
In kaum einem anderen Actionfilm wird sich so hingebungsvoll, beinahe poetisch durch die Luft geflogen, geballert und gestorben wie in den Filmen von John Woo. Der Mann gilt längst als Meister seines Fachs. Ein erstklassiger Choreograph, der mit Bildern, Stimmungen und Spannungsmomenten wahrlich umzugehen weiß. Inhaltlich geht es hier um einen Polizisten, der mit einem Terroristen Identität und Aussehen tauscht. Vielleicht etwas weit hergeholt, aber hochspannend. Zudem agieren Travolta und Cage in Hochform. (MB)


aktueller Punktestand: 1.Moonstruck, 74 Punkte
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  #7 (permalink)  
Alt 17.05.2004, 19:39
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moonstruck ist (noch) nicht aufgefallen
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Neuer Versuch...und letzter?

? - Ed Wood

Tim Burton, USA 1994
Ed Wood genießt den zweifelhaften, aber heute prächtig vermarkten Ruf der schlechteste Regisseur aller Zeiten zu sein. Mit seinem Film setzt Tim Burton dem Berufskollegen ein Denkmal, das dieser mehr als verdient hat. Burton ist zwar der ungleich talentiertere Filmemacher, dennoch fühlt er sich dem rastlosen Billigfilmer aus den 50er Jahren seelenverwandt. Wohl desshalb bewahrt seine Hommage stets den nötigen Respekt, auch in den komischsten und absurdesten Momenten wird Ed Wood nie der Lächerlichkeit preisgegeben.
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  #8 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:30
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
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Nicht schlecht, moonstruck, deine Kurzbeschreibung gefällt mir noch besser als die, die der gewisse Gian-Philip Andreas liefert, allerdings waren die Herren Münsteraner sehr begeistert von dem Film, so dass er einen Platz dick in der ersten Hälfte einnimmt, nämlich den 27.

Ich hoffe natürlich, dass das nicht dein letzter Versuch war, und dass auch andere sich beteiligen.

Wäre doch cool, wenn am Ende ganz viele verschiedene Kurzkritiken/-beschreibungen zu möglichst vielen verschiedenen Filmen am Start wären.

Und zur Motivationssteigerung mach ich einen Wettbewerb: Für eine gute Kritik von nem Film den ich noch nicht nannte gibt´s Punkte gemäß der Platzierung, Mars Attacks hätte 1 Pkt. gegeben, Platz 1 gibt 100 und Moon hat jetzt 74. Und wer nen Film erwischt, der nicht drin ist, gibt´s 10 Punkte Abzug, damit Qualität vor Quantität steht.
Der Gewinner erhält einmal Stanley Kubrick, Leben und Werk, wunderschönes und sehr gutes Buch, hab ich leider geschenkt bekommen obwohl ich´s schon hatte.

Juhuuu, ich veranstalte was

[edit] Die geschriebenen Kritiken kommen natürlich dann in die Liste
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  #9 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:43
Benutzerbild von Andy
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Andy ist (noch) nicht aufgefallen
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Und ich mach mit!

? - The Rock

Kaum ein anderer Film der Neunziger Jahre verkörpert den klassischen Bruckheimer-Action Stil mehr als das Rundum-Paket zum Abbarbaren. General Hummel nimmt Geiseln auf Alcatraz und droht mit einem Giftgasangriff auf San Francisco. Ein Ex-Alcatraz Sträfling (Sean Connery) und ein Schreibtischtäter aus dem FBI-Chemielabor (Nicholas Cage) sollen dem Schurken Einhalt gebieten. Drei A-Klasse-Schauspieler, rasante Action und die Mutter aller Action-Soundtracks machen The Rock zu einem der Action-Movies der 90er!
__________________
My favorite joke ever:
Der kleine Kevin verirrt sich des nächstens in einen Swingerclub und bestellt eine Cola. Die halbnackte Kellnerin schaut ihn kritisch an und sagt: "Kann ich mal Deinen Ausweis sehen?". Darauf Kevin: "Sicher, aber nur, wenn Sie
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  #10 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:46
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Wunderschöne Kritik Andy, ich tippe auf Platz 104, einen Rang vor Matrix oder so, schade, schade, an der Stelle fällt mir mein Job immer am schwersten
Aber Minuspunkte gibt´s natürlich keine
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  #11 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:46
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Einen Rang vor Matrix?

Komm Du mir nach Hause, Bengel!
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  #12 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:50
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Ok, nächster Versuch..... :?

? - Braveheart

Toller Film, zu dem ich mehr schreibe, wenn Dotti mir sagt, ob er in den Top 100 vertreten ist.
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  #13 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:53
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Dotterbart und sein Kind ist (noch) nicht aufgefallen
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Das ist aber ein billiger Versuch, Andy, dann kann man ja einfach Filme auflisten, wir wollen doch Kritiken lesen !!!!
Am besten von Filmen, an denen irgendwas innovativ war und sich nicht völlig auf Popcorn begrenzen...zumindest wenn man punkten will

P.S.: In dem obigen Text befindet sich kein Hinweis auf irgendwas
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  #14 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 12:59
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Flex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich seinFlex kann stolz auf sich sein
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Was The Rock zu einem der Actionfilme der 90er Jahre macht ist das Produktionsjahr 1996...

Robin Hood - König der Diebe

Kevin Kostners Glanzzeit Anfang der 1990er Jahre bescherte uns neben Dances with Wolves und JFK auch Robin Hood: Prince of Thieves.
Dass viele Kinogänger damals von dem durch Wolves entstandenen Kostner-Hype genervt waren hängt dem Ruf des Films noch heute nach - zu Unrecht.
Robin Hood - König der Diebe ist eine der besten Verfilmungen des Stoffes. Gut inszeniert, überzeugend gespielt und mit stimmiger Musik unterlegt zeichnet der Film ein kitschiges, schmutziges Bild des Dunklen Mittelalters, an dem sich neuere Mittelalter-Streifen wie z.B. Timeline noch heute messen lassen müssen - und zumeist scheitern.
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Die Schokoladen- und Kuchendiät - Jetzt im Buchhandel und bei ->amazon.de
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  #15 (permalink)  
Alt 18.05.2004, 13:24
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Im Prinzip nehmt ihr diese Liste ja gerade auseinander, indem ihr über Filme schreibt, die alle gut sind aber nicht in der Liste. Aber Robin Hood ist leider auch nicht dabei, ich glaub ein angemessener Tip wäre: Diese dogmatischen Filmsnobs tun sich schon aus Prinzip schwer damit, einen Film zu wählen, der freitags abends um 20.15 auf Pro7, Sat1 oder RTL käme. Was nicht heisst, dass die Filme alle nur nachts auf 3sat zu sehen sind, viele sind schon bekannt, nur nicht der Popcorn - Klassiker.
Um das Kritikerprofil deutlicher zu machen, mach ich einfach ein bisschen in der Liste weiter:

81 - Winterschläfer
Tom Tykwer, Deutschland 1997
Ein formal brillianter, sehr subtiler Film von Tom Tykwer über menschliche Beziehungen und Existenzängste. In einem einsamen, verschneiten Bergdorf finden sich zwei Paare, deren Beziehungen sich in unterschiedlichen Stadien befinden. Das erste Paar hat sich gerade erst gefunden, das zweite Paar geht einer Trennung entgegen. Ihr Schicksal kreuzt sich mit dem eines Bergbauern, der seine kleine Tochter bei einem Autounfall verliert, in den eine der Hauptpersonen verwickelt war. Ein ungemein atmosphärisches Melodram von so gekonnter Eleganz, dass die Bilder geradezu traumähnlich wirken. (MB)

80 - I want you
Michael Winterbottom, GB 1997
Ein stummer Junge im Sog eines düsteren Liebesdramas. In dem hypnotisch Traumwandelnden, erotischen Melodram des britischen Wunderkindes Michael Winterbottom kann man versinken: Der ätherischen Rachel Weisz verfallen. in warme Farben gebadet und umraunt von Elvis Costello´s abgründigem "i want you"... (DK)

79 - From Duck till Dawn
Robert Rodriguez, USA 1995
Keitel, Clooney & Co vaporisieren Vampire. Nach der Maxime "Wenn schon Spass, dann aber richtig!" haut Robert Rodriguez mit Kumpel Quentin Tarantino auf die Kacke und die gesamte Horrorfilmgeschichte in die Pfanne. Da sehen die impotenten Konkurrenten alt aus. (DK)


78 - Der Zementgarten
Andrew Birkin, GB/Deutschland/Frankreich 1992
Nach dem Tod der Eltern bauen sich vier Kinder im Elternhaus ihre eigene Welt, inklusive einer zarten Geschwister-Liebesgeschichte. Andrew Birkin bricht Tabus auf sehr sensible und traumhaft schöne Weise. Und: Charlotte Gainsbourg ist auch dabei... (DK)

77 - Hass
Mathieu Kassovitz, Frankreich 1994
Der französische Jungregisseur Mathieu Kassovitz erzählt die Geschichte einer Gesellschaft im freien Fall. Seine bedräangende Exkursion in die heruntergekommenen Pariser Banlieus, in denen sich die Jugendlichen im Dauerzwist mit den verdammten Flies befinden, strotzt vor ungebündelter Aggression, erbittertem Anrennne gegen die Ausweglosigkeit und führt vor Augen, was geschehen kann, wenn niemand die soziale Zeitbombe entschärft. (PAT)
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#6: Rampage: Big Meets Bigger [Blu-ray]
EUR 14,99

#7: Solo: A Star Wars Story
EUR 12,17

#8: Feinde - Hostiles [Blu-ray]
EUR 13,99

#9: Solo: A Star Wars Story 3D Steelbook [3D Blu-ray] [Limited Edition]
EUR 27,99

#10: Mamma Mia! Here We Go Again
EUR 15,99