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Hm... naja, kommt drauf an... Weiß nich. 4 50,00%
Fehler suchen bedeutet nur, dass man einen Film gerne oft schaut. 0 0%
Fehler bedeuten Faulheit! Ein fauler Film ist ein schlechter Film! 0 0%
Andere Antwort... 3 37,50%
Teilnehmer: 8. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1 (permalink)  
Alt 28.11.2014, 14:47
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Dass zurzeit für "Interstellar" genauso wie letztes Jahr für "Gravity" unzählige Listen auftauchen, in denen sich der internetaffine Filmnerd über eine Reihe von "Logikfehlern" echauffiert und direkt daraus folgert, dass Nolans "Interstellar" wohl der gefühlt schlechteste Film aller Zeiten sein müsse (z.B. Filmkritik zu »Interstellar« (2014) - SF-Fan.de), hat mich dazu gebracht, über meine eigene Akzeptanz von Filmfehlern nachzudenken und zu einem "Kommt drauf an!" zu tendieren.

Und da interessiert mich doch mal, wie ihr das seht. Ab welchem Punkt stören euch Filmfehler so sehr, dass ihr den Film selber als schlecht anseht und bei welchen Filmen stört es euch eher gar nicht?

Nur als Beispiele: Beim ersten "Transformers" stört mich die Dämlichkeit des Finales wirklich unsäglich (siehe mein Post im dazugehörigen Thread), während ein Umschnitt von "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug", bei dem der anfangs noch junge Indy auf seinem Pferd binnen eines Schnittes vom innersten Kern der Rocky Mountains plötzlich auf eine weite grüne Wiese mit ein paar sanften Hügeln am (ein paar Tagesritte entfernten) Horizont transportiert wird, mich überhaupt nie gestört hat. Mit anderen Worten: Manch einem Film nehme ich seine Fehler wirklich übel, bei anderen wiederum sehe ich einfach drüber hinweg und sortiere das Ganze unter die berühmte "suspension of disbelief".
Ich zitiere hier einfach mal die CinemaSins mit dem Mottospruch "No movie is without sin".

Jeder Film, vom dümmlichsten B-Movie-Trash bis zum kanonisiertesten Filmkunstklassiker hat Fehler. Wieso also werfen wir dem einen Film seine Fehler vor, während wir sie beim anderen einfach akzeptieren?

Damit das nicht völlig aus dem Ruder läuft, vielleicht noch ein paar Unterscheidungen. Man spricht zwar oft ganz allgemein von Logikfehlern oder Regiefehlern, meint damit aber völlig unterschiedliche Sachen.

1. Anschlussfehler / Continuity-Fehler: Zwei Männer unterhalten sich. Einer von ihnen trägt ein Handtuch über dem rechten Unterarm. Es gibt einen Umschnitt und... plötzlich trägt er das Handtuch über dem anderen Arm.
Als "Anschlussfehler" (das ist definitiv die häufigste Art) bezeichnet man alle Fehler, die durch ein Zusammenschneiden von Einstellungen entstehen, die meistens aufgrund solcher Details nicht zueinander passen (Requisiten ändern ihre Position, Farbe oder verschwinden auch mal ganz; Schauspieler ändern ihre Haltung, Kleidung etc.). Die Vermeidung solcher Fehler ist Aufgabe der Script/Continuity am Set. Aber auch die können sich oft genug nicht gegen eigenwillige SchauspielerInnen oder RegisseurInnen durchsetzen.

2. Logikfehler: Ein mit einer metallischen Rüstung gepanzerter Orkkrieger schwimmt auf dem Wasser davon... "Logikfehler" zerstören sozusagen die Kohärenz der filmischen Welt. Wenn eine im Film aufgestellte Regel (z.B. Raumschiffe können nur mit einer Trägerrakete starten), an anderer Stelle wieder gebrochen wird (Raumschiffe können einfach so im Star-Trek-Stil abheben) oder eine Regel gebrochen wird, die aus unserer Welt bekannt ist (Metall schwimmt nicht) und es keinen Grund gibt, warum diese Regel in der etablierten filmischen Welt plötzlich außer Kraft gesetzt sein sollte. Auch diese Fehler können die unterschiedlichsten Gründe haben, seien es ästhetische (ein auf dem Wasser schwimmender toter Orkkrieger sieht cooler aus als einer, der einfach untergeht), ökonomische ("Wir wollen keine zusätzlichen 15 Filmminuten, um zu erklären, wie Bruce Wayne es zurück in das abgeschottete Gotham City gebracht hat") oder drehbuchtechnische ("Wenn das Hubble, die ISS und die chinesische Raumstation nicht auf derselben Höhe liegen würden, dann würde der ganze Film nicht mehr funktionieren, also S**eiß drauf!").

3. Technische Fehler: Wenn während Russell Crowes epischem Kampf im Kolosseum ein Streitwagen umkippt, sieht man plötzlich die Gasflasche, die den Wagen antreibt... "Technische Fehler" reichen von Crewmitgliedern, die sich in Glaswänden spiegeln (oder gleich komplett durch's Bild laufen), Mikrofonen, die oben ins Bild hinein ragen, deutlich als Doubles erkennbaren Stuntleuten bis zu Autos, die durch ein "Herr der Ringe"-Bild fahren oder Charlton Hestons Rolex in "Ben Hur". Manche davon sind einfach technischen Grundbedingungen der Filmherstellung geschuldet (ein Auto am Horizont ist im Kamerasucher nicht unbedingt erkennbar, auf einer riesigen Leinwand aber schon, während Mikrofone, die ins Bild hängen, oft einer Änderung der Aspect Ratio des Films geschuldet sind), andere wiederum rühren daher, dass jemand einfach nicht aufgepasst oder mitgedacht hat (Rolex).

Man kann natürlich diese Fehler noch weiter unterteilen (Logikfehler z.B. sind noch unterteilbar in tatsächliche Widersprüche oder ganz einfache Unglaubwürdigkeiten wie das erwähnte "Transformers"-Finale oder physische Belastungen des Helden, die dieser in der wirklichen Welt auf keinen Fall überleben könnte).

Soviel erstmal von mir, jetzt zu euch! Möge das Diskussionsbattle beginnen!
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Soylent Green is people!
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  #2 (permalink)  
Alt 28.11.2014, 17:46
Benutzerbild von Dean Keaton
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Meine Antwort: Das ist mir so was von egal.

Ich selber habe kaum mal einen Fehler gefunden und wenn es mal einer war, dann meistens nur eine sichtbare Kamera. ich achte da auch nicht wirklich drauf, ganz egal, wie oft ich den film sehe. wenn ich dann lese, wo der fehler war, achte ich darauf, aber schlimm finde ich es nicht.

ich frag mich immer, wer und vor allem wie, die leute nach den fehlern suchen. gucken die den film bild für bild an?
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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  #3 (permalink)  
Alt 28.11.2014, 20:57
Benutzerbild von rolo tomasi
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Also kleinere Fehler kann man nun wahrhaftig verschmerzen. Und bei Beiträgen zum Trash-Genre rege ich mich über sowas ja schon mal garnicht auf
Wenn es sich allerdings um eine sagen wir mal, 100 Millionen $ Produktion handelt und da zeigen sich offensichtliche und wirklich haarsträubende Anschluß- oder Logikfehler dann denke ich mir schon:"Leute, das ist aber jetzt nicht euer Ernst?!"
Oder bei Filmen von Machern, von denen man weiß, das sie es wahrhaftig besser können, da stößt sowas dann auch schon mal etwas sauer auf.

Aber ansonsten sehe ich das recht entspannt, denn wenn man jetzt penibelst suchen würde, fände man wahrscheinlich in beinahe jedem Film diverse Fehler verschiedener Art und so eine Erbsenzählerei finde ich dann auch unnötig und nicht gerade förderlich was den Spaß am Film angeht.
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"Humans would put seeds in the ground, pour water on them, and they grow food. Like pizza!"
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  #4 (permalink)  
Alt 28.11.2014, 23:15
Benutzerbild von S.W.A.M.
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Interessanterweise sind bei einer megateuren Produktion die Anschluss- und Technikfehler häufiger und normaler, weil man bei solchen komplexen Produktionen eben leichter mal eine Kleinigkeit übersieht, als bei einer Zehn-Mann-Crew und abgesehen davon ein Drehtag deutlich teurer ist und man insofern einen bereits gemachten Fehler nur sehr viel schwerer wieder ausbügeln kann.
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  #5 (permalink)  
Alt 29.11.2014, 01:39
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Ich kann da meist großzügig drüber wegkucken (vermutlich weil ich mich kaum darauf konzentrieren kann und will, wie die "Nitpicker")
Hier und da wirft mich manche Wendung mal vollkommen raus ("The Game" von David Fincher hat zwei Momente, die mir den Film leider gänzlich zerstört haben, deshalb wird´s da wohl auch nie ein Wiedersehen geben) - aber das ist entweder der "inneren Logik" der Handlung oder dem (für mich) total schwachsinnigen Handeln einer oder mehrerer Figuren geschuldet.
Der eine oder andere Anschlussfehler - zuletzt in "Julia X" erlebt - vermag mich zum Kopfschütteln verleiten; wenn dann allerdings etwas gereicht wird, das diesen Moment wieder vergessen machen kann, dann nehme ich das meist problemlos hin.
Wir leben in der Realität auch kein perfektes Leben, machen Fehler und benehmen uns zeitweise/von Zeit zu Zeit indiskutabel, weshalb wir uns dies zu gern nicht eingestehen wollen.
Menschen sind nicht perfekt und
Filme werden von Menschen gemacht und sind deshalb fehleranfällig.
Und Perfektionismus - auf gewissen Gebieten - ist wünschenswert bei Menschen für mich allerdings gefährlich nahe an "Langeweile" und "Glatt" geparkt.
Deshalb mag George Lucas seine "Star Wars - Special Edition" als seine perfekte Sicht der Dinge ansehen; für mich ist diese "Muppetshow" aus dem Jahr 1997 unansehnlich. Und Spielbergs perfektionierten "E.T." (in dem aus Gründen der PC Pistolen in Holstern digital durch Funkgeräte ersetzt wurden) werde ich mir wohl auch niemals geben.
Nuff said....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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  #6 (permalink)  
Alt 29.11.2014, 08:38
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Es gibt schon Logik-Fehler, die mir einen Film bis zu einem gewissen Grad verderben, aber andererseits.... Vielleicht sind das keine Logikfehler, sondern es liegt an mir. Wenn ich zum Beispiel die Handlungsweise eine Figur total dämlich finde und mir denke, jeder normale Mensch würde anders handeln. Oder wenn es imho unrealistisch wird. Das sind manchmal tatsächlich Logikfehler, manchmal auch nicht. Aber es kommt eher selten vor, dass ich mich da an etwas stoße.

Continuity macht mir wenig aus, das finde ich eher unterhaltsam und die häufen sich ja in meiner Erfahrung eher in schlechten Filmen...

Und technische Fehler bemerke ich nicht. Punkt. Zu blind dafür, noch nie was gesehen.
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  #7 (permalink)  
Alt 29.11.2014, 08:54
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Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Ich hab auch die "Naja-Antwort" genommen, einfach weil ich meine Unzufriedenheit über Logikfehler eigentlich selten in eine vernünftige Analytik bzw. ein Schema packen kann.

Am meisten stört es mich eigentlich, wenn Protagonisten sich einfach "unlogisch" Verhalten, sprich: deren (vermeintlich) dümmliches Verhalten verursacht erst die propagierte Misere. Oder wenn dialogtechnisch nur Sperrmüll abgesondert wird, der von der inneren Logik her glatt aus einem völlig anderen Film geklaut sein könnte (z.B. SKYLINE, mit dem ich gestern Abend meine "unheimliche Begegnung" auf RTL II hatte)...

Anschlussfehler stören mich so gut wie nie, da ich selten aufmerksam genug bin, als dass sie mir selbst auffallen würden. Sowas lese ich dann meistens erst später auf IMDb & Co...

Es ist mir eigentlich auch recht egal, wenn eine relativ hanebüchene Exposition aufgestellt wird (z.B. PACIFIC RIM), solange man sich anschließend an die zkizzierte innere Logik hält, und sich dann schlüssig und halbwegs widerspruchsfrei von A (Problem) nach B (Lösung) bewegt...

Auch "Logikfehler", z.B. Spielbergs laufende HandyCam in KRIEG DER WELTEN - während angeblich jegliche Elektronik nicht mehr funzt - können mir einen Film als Gesamteindruck selten vermiesen...

Problematisch wird es aber, wenn ein Film seine innere Logik selbst konstruiert und dafür explizit Regeln deklariert/etabliert, an die er sich dann ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr hält (z.B. EDGE OF TOMORROW)...

Wenn in GRAVITY der erdnahe Orbit mit Hubble, ISS, und Tiangong auf die Größe des Ruhrgebietes
reduziert wird, oder Stone in "Walle•E"-Manier mit dem Feuerlöscher durchs All düst, dann ist das für mich eine akzeptable Vereinfachung. Aber wenn Stone und Kowalski da im Orbit von einer "Kraft" auseinander gezogen werden, dann ist das physikalischer Blödsinn und das ärgert mich, weil dieser Blödsinn problemlos hätte vermieden werden können...

Bei INTERSTELLAR bzw. Christopher Nolan scheint mir das Problem einfach darin zu liegen, dass er sich ganz kalkuliert vom "Keep It Simple"-Prinzip entfernt. Er provoziert es regelrecht, die aufgestellten Regeln (als Konstrukt der propagierten inneren Logik) zu hinterfragen, und wenn man das dann tatsächlich macht, dann erweist sich das Konstrukt als unerwartet löchrig, was den reinen "Unterhaltungswert" aber kaum zu schmälern vermag...
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  #8 (permalink)  
Alt 03.12.2014, 12:05
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Dumme Entscheidungen der Figuren stören mich tatsächlich auch, wenn ich es auch häufig als wiedermal höchst subjektiv erlebe, was als "dummes Verhalten" bezeichnet wird und was andererseits als "Hmm... wahrscheinlich würde ich dooferweise sogar dasselbe tun!". Oftmals hapert es an fehlendem Einfühlungsvermögen des Zuschauers/der Zuschauerin, aber natürlich gibt es ausreichend viele Fälle, in denen dem Autor/der Autorin tatsächlich kein besserer Weg von A nach B eingefallen ist als strahlende Doofheit der Protagonisten.

Im dritten Matrix stört mich immer wieder, dass
Spoiler: Anzeigen
die ganze Schlacht am Ende mit den Maschinen hätte verhindert werden können, wenn Neo sich nicht einfach nochmal sechs Stunden zur Meditation zurück gezogen hätte, bevor er ins Zentrum des "Bösen" aufbrach...

Inhaltliche Fehler oder Mogeleien stören mich, glaube ich, dann nicht, wenn - wie z.B. bei "Interstellar", "Inception" oder "Snowpiercer" - mir der Film ansonsten genug Denkfutter gibt, um mein Gehirn zu beschäftigen, also wenn es eine Art Gleichgewicht zwischen Denksportaufgaben und Gedankenanregungen einerseits und Fehlern andererseits gibt (besser natürlich, wenn die Waage eher in Richtung der Denksportaufgaben ausfällt). Aber auch das ist natürlich mal wieder rein subjektiv. Die Denksportaufgabe des Einen ist das gelangweilte Schulterzucken des Anderen (sei es aus krasser Klugheit oder aus krasser Doofheit).
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Stichworte
anschluss, continuity, filmfehler, klugscheißerei, logik

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