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da_godfather 01.05.2012 13:04

Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
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Ich hatte jetzt ein Weilchen gesucht, aber kein Thema gefunden, zu dem meine Frage passen könnte.

Ich habe heute - wie jede Woche - mal wieder bei der FSK nach den Altersfreigaben für die Neustarts geschaut. Dabei viel mir auf, dass die Filmlängen nicht mehr auf der Einstiegsseite der Filme zu sehen sind, sondern dort der Verweis "siehe FSK-Karte" steht.

Geht man auf die Karte, gibt's folgendes zu sehen:

Danach ist der Film PROJECT X also entweder 87min.45 sec. oder 84min.22sec. lang - je nachdem, ob er mit 25 oder 24 Bildern pro Sekunde gezeigt wird (so verstehe ich die Angabe 24 fps bzw. 25 fps).

Was ich aber nicht verstehe: werden Filme tatsächlich und bewußt in unterschiedlichen Geschwindigkeiten gezeigt? Oder was kann das sonst bedeuten?

FSK-seitig scheint das jedenfalls was Neues zu sein: letzte Woche hatte ich das noch nicht bemerkt

S.W.A.M. 01.05.2012 13:16

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Ich tippe jetzt mal auf die Möglichkeit, dass der Unterschied daher kommt, dass ein Film vielleicht mal als 35mm-Kopie gezeigt wird (wo er mit 24 fps läuft) oder als digitale PAL-Kopie (die halt nach europäischem Standard mit 25 fps läuft).
Bei DVDs und BluRays ist es das gleiche. Da bin ich kürzlich auch auf unterschiedliche Lauflägen reingefallen und dachte schon, da wäre was geschnitten. Da hat mir der Flex dann aber auf die Finger gehauen.

da_godfather 01.05.2012 13:19

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Das klingt sehr plausibel - passt auch dazu, dass alte FSK-Karten statt dessen immer die Länge in min:sec und die Länge in Metern als Angaben hatten. Bei einer Digitalkopie fällt das natürlich weg...

Danke!

Agent K 01.05.2012 13:21

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Mit 25bps laufen normalerweise nur Filme von DVD (PAL-Speedup), 35mm-Filme und echte digitale Kopien (Festplatten) laufen üblicherweise mit 24bps. Ich hab keinen Schimmer was Projekt X für ein Film ist, aber es gab in jüngerer Zeit immer mal wieder Filme, die auch im Kino von DVD bzw. einem NTSC-Master gespielt wurden...

Agent K 01.05.2012 13:50

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Zitat:

Zitat von da_godfather (Beitrag 345172)
Ich hatte jetzt ein Weilchen gesucht, aber kein Thema gefunden, zu dem meine Frage passen könnte.

Apropos...

http://forum.moviegod.de/technik/984...nikfragen.html

Flex 03.05.2012 12:45

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Zitat:

Zitat von S.W.A.M. (Beitrag 345173)
Da bin ich kürzlich auch auf unterschiedliche Lauflägen reingefallen und dachte schon, da wäre was geschnitten. Da hat mir der Flex dann aber auf die Finger gehauen.

Der Hobbit wird vermutlich eine Laufzeit von 60-70 Minuten haben, nicht wundern.

scholley007 03.05.2012 21:43

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
@Flex: Kaum haben sich die Helden also gefunden, haben die Zwerge den Esstisch okkupiert, abgeräumt und demoliert geht die Reise los - und alle bleiben an der ersten Kreuzung stehen, weil Gandalf die Reisekarte zuhause vergessen hat.
So kann man auch einen Zweiteiler zusammenhauen - Danke, Peter Jackson ;-) Und dann noch doppelte Geschwindigkeit beim Abspiel..... ich kram jetzo schon die Musik der "Benny-Hill-Show" raus....

tarantinofan 31.07.2012 09:11

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Öhm , eine Skunde dauert bei uns auf der Erde bei normaler Geschwingigkeit um die Sonne doch eine festgelegte Zeit .
Diese kann man also als Konstante betrachten (nur bei uns , hier und jetzt / ich lege mich nicht mit Albert an )
Ob nun 24 Bilder oder 25 Bilder in dieser festgelegten Zeit belichtet werden , hat doch auf die Sekundenlänge kein Auswirkung .

Die Filme MÜSSEN gleich lang sein , oder wir können mit Filmgucken ein Wurmloch öffnen .

Alles in der Annahme , daß die Bezeichnung fps auch wirklich die Bilder pro Sekunde meint .

S.W.A.M. 31.07.2012 09:33

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Purzel, das ist astrophysikalisch alles ganz sauber beobachtet. Du hast nur vergessen, dass es da noch eine andere (wenn auch nicht ganz so globale) Konstante gibt, nämlich die Anzahl der Bilder.
Bei bloß 24 fps bleibt gegenüber 25 fps pro Sekunde ein Bild übrig, das noch nicht gezeigt wurde. Und all die "überschüssigen" Bildchen summieren sich und bei einem 100-Minuten-Film (25 fps - 6000 sec) zum Beispiel bleiben, wenn man ihn mit 24 fps ausstrahlt, am Ende 6000 Bilder über (1 pro Sekunde). Rechnest du die 6000 durch 24, dann hast du die Sekundenzahl, die der Film länger dauert. ;-)

Agent K 31.07.2012 10:20

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Zitat:

Zitat von tarantinofan (Beitrag 351376)
...Ob nun 24 Bilder oder 25 Bilder in dieser festgelegten Zeit belichtet werden, hat doch auf die Sekundenlänge kein Auswirkung...

Es geht schlichtweg nicht um die Belichtung bzw. die Aufnahme der Bilder, sondern darum, dass sie in einer anderen Geschwindigkeit abgespielt werden. Kinofilme werden üblicherweise mit 24 Bildern pro Sekunde realisiert und z.B. auf PAL-DVDs mit 25 Bildern pro Sekunde auf die Mattscheibe gebracht. Das nennt sich dann PAL-Speedup. Kinofilme auf PAL-DVD (TV-Standard) laufen also schneller, und sind dem entsprechen 4% früher fertig (bei gleicher Anzahl der Einzelbilder). Und ein Film, der im Kino eine Laufzeit von 100 Minuten hatte, der hat auf DVD nur noch 96 Minuten. Das fällt dem Auge nicht auf, manche Zeitgenossen können es aber hören, da sich durch die beschleunigte Wiedergabe ohne zusätzliche technische Klimmzüge auch die Tonfrequenzen erhöhen.
Und das alles ist völlig konform mit der Relativitätstheorie...

Blu-Rays haben dieses Problem übrigens nicht mehr, die laufen mit der Originalgeschwindigkeit wie im Kino...

tarantinofan 31.07.2012 21:23

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Nu dann nur noch eine unwesentliche Kleinigkeit .
Bei den 3 Minuten Unterschied im oben stehenden Beispiel müßte doch der Ton leicht unsynchron sein gegen Ende hin ? Das fällt doch auf ! Oder wie ?

Agent K 31.07.2012 21:40

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Zitat:

Zitat von tarantinofan (Beitrag 351459)
Bei den 3 Minuten Unterschied im oben stehenden Beispiel müßte doch der Ton leicht unsynchron sein gegen Ende hin ? Das fällt doch auf ! Oder wie ?

Zitat:

Zitat von Agent K (Beitrag 351386)
...manche Zeitgenossen können es aber hören, da sich durch die beschleunigte Wiedergabe ohne zusätzliche technische Klimmzüge auch die Tonfrequenzen erhöhen...

Der Ton ist nicht in "Einzelbilder" aufgeteilt, sondern ist über die komplette Laufzeit ebenso beschleunigt (und in der Tonfrequenz logischerweise etwas höher) wie die Bilder auch. Wieso sollte da dann irgendwas "unsynchron" werden?

Einfach mal googeln...

tarantinofan 01.08.2012 20:49

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
Ja , ist mir heute auch aufgefallen , was er gemeint hat .

DaRow 03.08.2012 22:09

AW: Technisches im Zusammenhang mit Kinofilmen
 
bestes beispiel für seltsames Ton verhalten auf Bluray is die Bluray von der dritten the Big Bang Theory Staffel. Wo sich die Synchronstimmen nicht wie auf DVD oder im TV anhören. Generell scheint es bei Warner Bros BluRay immer theater zu geben, kann man bei amazon auch immer schön nachlesen.


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