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Filme Filme halt

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Alt 03.07.2008, 22:46
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Standard Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

So, mal wieder einen Streit vom Zaun brechen... (nein, es geht nicht um John Carpenter )

Aus aktuellem Anlass wollte ich da mal was in den Raum stellen. Und zwar habe ich gerade angefangen (und direkt nach den ersten zwei Kapiteln auch schon wieder aufgehört) ein Buch namens "From Alien to the Matrix" zu lesen, in welchem der "Autor" versucht, Nerd-gerechtes Lesen von SF-Filmen zu fabrizieren. Das interessierte mich schon sehr, da ich selbst zum Nerd-haften Filmlesen und -interpretieren neige. Nach dem ersten geblablaten allgemeinen Kapitel, warum das überhaupt sinnvoll sei, was ich schon wusste, da ich das Buch ja sonst nicht hätte lesen wollen, schlug mir das zweite Kapitel direkt mit einer "Interpretation" von "Starship Troopers" entgegen, die hauptsächlich darin bestand, den Film darauf hin abzutesten, was denn aus der literarischen Vorlage von Herrn Heinlein rausgekürzt und/oder abgeändert worden ist (von: 'die Geschichte ist ursprünglich gar nicht satirisch gemeint' bis 'Aus dem Nachnamen von Captain Deladrier wurde im Film ein r entfernt. Wieso bloß?'), und ihn dementsprechend schlecht zu finden, weil er ja so satirisch und zynisch ist (was man auch gut finden kann, aber ich habe den Verdacht, dass der "Autor" beim ersten Ansehen nicht gemerkt hat, dass "Starship Troopers" eine Satire ist und sich dann in seinem Intellekt beleidigt fühlte und aus den tiefsten Tiefen der Beleidigtheit den Film einfach doof finden wollte). Jedenfalls hat mir dieses ganze Kapitel keine - versprochene - Interpretation von "Starship Troopers" geliefert, sondern nur einen Verriss auf der Basis der üblichen Film-Buch-Vergleicherei. Und da mich das immer noch ärgert (und es neulich z.B. im "I am Legend"-Thread auch wieder Thema war), wollte ich euch (Herzlichen Glückwunsch!) missbrauchen, um meinem Ärger Luft zu machen.

Es geht mir darum, euch zu fragen, was ihr davon haltet, eine Buchvorlage mit einer Filmadaption zu vergleichen. Also sich hinzustellen und zu sagen, der Film ist doof, weil der die und die Figur weggelassen hat, den Sinn der Vorlage verändert hat, aus einem dialoglastigen Psychodrama ein Actionballerwerk gemacht hat etc etc. Wie ihr euch sicherlich denken könnt, halte ich vorsichtshalber mal so überhaupt gar nichts davon. Klar kenne ich auch das Gefühl, dass man ein Buch gelesen hat, es toll fand, und dann bei der Filmadaption das gleiche Toll-Find-Gefühl erwartet, aber nicht gefunden hat. Bei mir lief es jedoch (so z.B. bei der Soderbergh-Adaption von Lems "Solaris") irgendwann oft so, dass ich dem Film beim nochmaligen Sehen Aspekte abgewinnen konnte, die im Buch gar nicht oder nur marginal vorhanden waren (nicht passiert ist dies jedoch z.B. beim neuen "Die Zeitmaschine", der hat leider gar nix außer Jeremy Irons). Ich finde es zumeist eher störend, wenn ein Film versucht, ein Buch komplett und vollständig zu adaptieren (wie die unerträglich langweiligen Thomas-Mann-Adaptionen), selbst wenn einem das Buch gefällt. Das Ergebnis ist oft genug ein unglaublich langweiliger Film, was einfach daran liegt, dass man es mit zwei völlig verschiedenen Medien zu tun hat, die unterschiedliche Mittel zu Verfügung haben, um dem Leser/Zuschauer Spannung, Unterhaltung oder gar sowas wie (großspurig, ich weiß) Erkenntnis zu vermitteln.
Ein Mann wie Hitchcock z.B, der es es sich zur erklärten Vorgabe gesetzt hat, die Vorlage drehbuchtechnisch so weit zu verändern, dass sie nur noch den ganz groben erzählten Rumpf mit dem Film gemeinsam hat und damit statt einer getreuen Adaption eher ein guter Film heraus kommt, hat aus einer Unzahl mittelmäßiger Bücher hervorragende Filme gemacht. Dagegen (ich weiß, dass ich jetzt wohl alle HdR-Fans verscheuche und gegen mich aufbringe) liest sich sowas wie "Diese laufenden Bäume, deren Name ich schon wieder aus Frust vergessen habe, reden unglaublich langsam" so schnell wie man es halt lesen will, während ein im Film tatsächlich unbarmherzig langsam schwafelnder Baum einen zwingt, exakt die nervtötende Rede-Geschwindigkeit mitzuerleben, die der Regisseur (den ich ja eigentlich mochte) meint, einem aufzwingen zu dürfen.
Von Autorintentionen will ich mal so gar nicht sprechen, da ich an die erstens eh nicht glaube und es da zweitens mindestens ebenso viele Pro-Beispiele (Stephen King fand die herausragende "Shining"-Adaption von Kubrick doch eher mies) wie Contra-Beispiele (Nabokov hat mit Kubrick selbst am deutlich veränderten "Lolita"-Drehbuch mitgeschrieben) gibt.
Also bevor ich mich jetzt in der unendlichen Aufzählung von gelungenen oder weniger gelungenen Adaptionen ergehe ("High Fidelity" mag - meiner Meinung nach auf keinen Fall, aber andere sehen es anders - schlechter sein als das Buch, aber ich LIEBE den verdammten Film, "Dino Park" wurde auf mehrere Teile gestreckt, was aber nicht verhindert, dass "Jurassic Park" ein mittlerweile legendärer und auch immer noch gut anschaubarer Popcorn-Film ist, "Minority Report" ist als Adaption nicht wieder zu erkennen und eine völlig andere Geschichte etc. etc. blabla), einfach mal die Frage an euch:
Habt ihr diesen Zwang, immer vorher das Buch zu lesen und dann auch den Film nach den Details abzusuchen, die ihr am Buch mochtet, oder neigt ihr - wie jetzt mal so als Beispiel ich - dazu, beides als getrennte Werke anzusehen (das eine vielleicht als Ursprung des anderen aber sonst ohne weitere aufgezwungene Verbindungen miteinander), und den Film einfach danach zu beurteilen, ob er als Film gut ist und seine Geschichte (nicht die des Buches) vernünftig, unterhaltend, anspruchsvoll, spannend, gerecht, präzise - wie auch immer - zu erzählen?

Ich weiß, die Frage ist jetzt leicht suggestiv und ein ganz klein bisschen wertend gestellt, aber davon lasst ihr euch sicherlich trotzdem nicht entmutigen, oder?
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Alt 03.07.2008, 23:06
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Das Ding ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Es gibt dafür eine ganz einfache Antwort.

Wenn Filme als Vorlage das Buch verwenden oder darauf basieren, impilmentiert dies, das der Film keine 1 zu 1 Adaption des Buches sein muss, aber kann.

Für den Liebhaber des Buches ist die exakte Annäherung zu wünschen, doch wie nahe kann man den Gedanken eines Solchen denn kommen?

Mann kann aus einem guten Buch einen schlechten Film herausziehen und umgekehrt.

Wenn beide Werke versuchen, Buch wie Film, exakt auf sich zu beruhen, so gäbe dies eine große Angriffsfläche für Kritiker, die aber trotz der Tatsache der Basierung einen negativen Vergleich anstellen, was völlig unnötig ist, wie du ja selber im 2.Kapitel bemerkt hast.

LG

Das Ding
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Alt 03.07.2008, 23:23
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Meine Meinung:

Buch ist Buch

Film ist Film

Ein Film, der auf einem Buch basiert, muss diesem nicht 1:1 entsprechen, darf es aber. Je nachdem wie die es besser ist, um daraus (unabhängig vom Buch) einen guten Film zu machen.

Von daher sollte ein Film immer als Film ansich bewertet werden, und nicht mit dem Buch verglichen werden - jedenfalls nichts dann, wenn es darum geht, zu urteilen, ob es ein guter oder schlechter Film ist.
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  #4 (permalink)  
Alt 03.07.2008, 23:25
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Hajo, sind halt zwei verschiedene Medien. Und ganz allgemein als Schwachsinn abtun würde ich Film-Buch-Vergleiche auch nicht, erst recht nicht aus der Kritikerperspektive. Eine "gute Romanverfilmung" muss sich IMO auch nicht 1:1 am Buch orientieren, das ist eher langweilig. Finds ganz nett, wenn da ein bißchen interpretiert wird. Ist sozusagen wie mit einem Coversong: Neuinterpretationen und ein bißchen vom Original weg gehen ist okay, genau nachspielen oder das Original zur Schande reiten brauch ich nicht.
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Alt 03.07.2008, 23:26
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Zitat:
Zitat von Invincible1958 Beitrag anzeigen
Von daher sollte ein Film immer als Film ansich bewertet werden, und nicht mit dem Buch verglichen werden - jedenfalls nichts dann, wenn es darum geht, zu urteilen, ob es ein guter oder schlechter Film ist.
Dann soll ich jetzt I AM LEGEND also plötzlich gut finden?

Wenn der Film Dinge unterschlägt, die einem am Buch besonders gefallen haben, dann darf man - finde ich - schon motzen...

Geändert von Agent K (03.07.2008 um 23:29 Uhr)
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Alt 03.07.2008, 23:34
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Der Knackpunkt ist ja, wie Monsieur Threadsteller schon treffend aufführte, dass es zwei unterschiedliche Medien sind, die sich gänzlich unterschiedlicher Mittel bedienen (müssen), um den Konsumenten von ihrem Inhalt zu überzeugen.
Filme sind im Optimalfall eine perfekte Symbiose aus optischen, akustischen und lyrischen (im Sinne vom eigentichen Sinn des Filmes) Komponenten, können aber niemals so intensiv auf speziell einen der Aspekte eingehen, wie Medien, die nur für explizit einen geschaffen sind, ohne die anderen zu vernachlässigen.
Theoretisch ginge das vielleicht, doch dann würde es am Auffassungsvermögen des Zuschauers scheitern, Stichwort Reizüberflutung.

Bücher, Lieder, Bilder lassen das Hirn in der Regel (gehen wir auch hier vom Idealfall aus) seinen eigenen Senf dazudenken. Das geschieht selbstredend auch bei Filmen, aber das Vorhandensein der ergänzenden Einflüsse nimmt der Fantasie viel Arbeit ab.

Der Rede Sinn: Eigentlich sollte man die Werke für sich sehen und nicht davon abhängig, auf was sie beruhen.
Prinzipiell sollte es (Idealfall, ne ... ) die Grundidee sein, die soweit begeisterte, dass man sich dazu inspiriert fühlte, sie mit anderen Mitteln auf eigene Art und Weise zu interpretieren.
Sei es, um Aspekte, die man ganz besonders gut fand, besser hervorzuheben, einfach nur das, was man beim Lesen/Spielen ('s lässt sich ja fast 1:1 auf heutige Videospieladaptionen übertragen - wobei diese wohl deutlich öfter gezielt die huldigenden Nerds ansprechen) vor Augen hatte, anderen zu präsentieren oder den Stoff einer breiteren Masse zugänglich machen zu wollen.
Die Frage ist dann natürlich: Wann ist es eine Verfilmung, wann ist's ein "inspiriert von ... "?

Im Endeffekt klappt das natürlich selten. Wenn man ein Buch gelesen hat und in den entsprechenden Film geht, tut man das meist, weil einem die Vorlage zugesagt hat.
Und wenn dann Abweichungen auftauchen - was ja zwangsweise immer der Fall ist - , kommt erst einmal automatisch die Enttäuschung, weil der Wiedererkennungswert und damit das wichtige Gefühl, das man beim Lesen hatte, das die Geschichte für einen ganz persönlich sympathisch werden ließ, so kleiner wird. Sich die Geschichte, die man ja bereits kennt, von einem entfremdet.

Als das typische "ich weiß, wie es richtig ist, aber ich selber kann einfach nicht immer nach diesem Rezept fühlen".


Achso, da war ja noch was.
Ich begrüße es schon, wenn ich es schaffe, vor Filmstart die Vorlage zu lesen. Einfach deshalb, weil ich lieber einen Film in 90 Minuten schaue, dessen Ende und Verlauf ich in groben Bahnen schon kenne, als ein Buch von 1200 Seiten zu lesen, auf das selbiges zutrifft.

Nur kann ich dieses Vorhaben viel zu selten in die Realität umsetzen.
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Geändert von Celdur (03.07.2008 um 23:38 Uhr)
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Alt 03.07.2008, 23:36
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Ich versuche vorher nicht Bücher zu angekündigten Filmen zu sehen. Ausnahme DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE welcher im Herbst in die Lichtspielhäuser kommt.
Prinzpiel kommt es, wie du selber geschrieben hast, auf das Buch und das dementsprechende Endprodukt (Film) an. Das Lieblingsbuch schlecht verfilmt bringt jeden auf die Palme.

Von daher ergibt sich ein Film-Buch-Vergleich, in Vorkenntniss des Buches, zwangsläufig. Ich selber kenne zu wenige Film-Vorlagen um wirklich qualitativ und aus eigenen Erfahrungen hier richtig Urteilen zu können - liegt daran dass ich nur pornographisches Zeug lese natürlich nicht.

Als Beispiel HANNIBAL
Das Buch finde ich genial (manch einer sieht das komplett anders). Die Verfilmung hält da einfach nicht mit und verschenkt IMO brillante Visualisierungs- und Charaktermomente. Trotzdem gefällt mir auch der Ridley Scott Streifen. Ich akzeptiere beide Formen, und kann sie auch nebeneinander ertragen (auch im Fall eines kleineren/mittleren Qualitätsmangels).

Buch ist Buch und Film ist Film geht allerdings nur wenn der Film auch Ansprechend genug ist. Hier sind die Grenzen individuell. Der eine kriegt Batz wenn (s)ein Meisterroman nur "gut" adaptiert ist, dem anderen (mir) reicht letzteres auch aus.

Diese Betrachtung hinsichtlich Comic- und Videospielverfilmungen bring vielleicht auch etwas. Bei letzteren ist's sicher ganz interessant. Tolles Spiel womit man selber Stunden verbringt, aber schlecht umgesetzt(?!?)
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Alt 03.07.2008, 23:37
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Klar sind's verschiedene Medien. Zu nah an der Vorlage haut genau deshalb selten hin.
Da Verfilmungen aber nun mal Verfilmungen sind, darf man auf jeden Fall Vergleiche anstellen. Wenn wie bei I Am Legend entscheidende Elemente geändert werden, ist's ne schlechte Verfilmung. Vielleicht ein guter Film, aber eine schlechte Verfilmung.

Weiß nicht mehr, wer's gesagt hat (sinngemäß): Adaptionen sind wie Frauen. Die die schön sind, sind nicht treu, und die die treu sind, sind nicht schön.
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Alt 03.07.2008, 23:44
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Standard AW: Sind Film-Buch-Vergleiche sinnvoll?

Ich finde es geht auch eher um den Begriff "Vorlage" - ob das nun ein Buch ist, ein andere Film oder eine "wahre Begebenheit", die Vorlage definiert nun mal zu einem gewissen Grad den Rahmen und auch die subjektiven Erwartungshaltungen...
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Alt 04.07.2008, 00:23
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Wow, kurz mal Bier holen gewesen und dann direkt so viel... cool.

Zitat:
Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
die Vorlage definiert nun mal zu einem gewissen Grad den Rahmen und auch die subjektiven Erwartungshaltungen...
Ich frage mich nur, ob angemessene oder unangemessene subjektive Erwartungshaltungen einen Film gut oder schlecht machen. Ich denke nicht. Natürlich musst du "I am Legend" jetzt nicht gut finden, nur weil du ihn vielleicht als Film (und nichts anderes) betrachtest. Der ist nämlich einfach wirklich schlecht. Und zwar nicht, weil das und das nicht übernommen wurde (obwohl das hier und da vielleicht tatsächlich sinnvoll gewesen wäre), sondern weil seine (immanente) Dramaturgie nicht funktioniert, die Effekte grotto sind, Will Smith (obwohl ich den Burschen mag) einfach keinen glaubwürdigen Wissenschaftler abgibt und das die Atmosphäre des Films komplett zerstörende Ende aufgesetzt und kitschig wirkt.
Klar kann man, Flex gemäß, den Bewertungs-Unterschied zwischen "Film" und "Verfilmung" fest machen, nur wenn eine gute "Verfilmung" dennoch einen schlechten "Film" bewirkt (sprich: beides völlig unabhängig voneinander ist), welchen positiven Nutzen hat dann diese Unterscheidung (vielleicht was zu pragmatisch gedacht, geb ich zu)?
Ich denke mir, wer ein Buch "total geil" findet und jetzt das gleiche nochmal haben will, der soll halt das Buch nochmal lesen. Oder man sollte die Filmemacher dazu aufrufen, wie Hitchcock das gemacht hat, tatsächlich nur mittelmäßige Bücher zu verfilmen (ich sag mal als Beispiel vielleicht "Stirb Langsam") und auf keinen Fall große Klassiker... Ich meine, was könnte schon dabei rauskommen, wenn man versucht, sowas wie "Die Brüder Karamasow" oder "Die Pest" zu verfilmen... ?
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  #11 (permalink)  
Alt 04.07.2008, 00:27
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Also ich glaub Hitchcock kann sehr stolz auf Stirb Langsam sein!
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Alt 04.07.2008, 00:29
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Zitat:
Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
Dann soll ich jetzt I AM LEGEND also plötzlich gut finden?

Wenn der Film Dinge unterschlägt, die einem am Buch besonders gefallen haben, dann darf man - finde ich - schon motzen...
Du solltest ihn nur gut finden, wenn es ein guter Film ansich ist. Wenn also jemand, der nie das Buch gelesen hat, so einen Film als "Gut" bewertet, dann wurde da nichts falsch gemacht.

Zitat:
Zitat von Celdur Beitrag anzeigen
Wenn man ein Buch gelesen hat und in den entsprechenden Film geht, tut man das meist, weil einem die Vorlage zugesagt hat.
Und wenn dann Abweichungen auftauchen - was ja zwangsweise immer der Fall ist - , kommt erst einmal automatisch die Enttäuschung, weil der Wiedererkennungswert und damit das wichtige Gefühl, das man beim Lesen hatte, das die Geschichte für einen ganz persönlich sympathisch werden ließ, so kleiner wird.
Aber diese persönliche Enttäuschung macht den Film noch nicht zu einem schlechten Film.

Man könnte höchstens sagen: der Regisseur hat eine andere subjektive Sicht auf das Buch als ich.

Aber da ja jeder subjektiv anders fühlt und denkt, wenn er ein Buch liest, ist es von vornerein schon gar nicht möglich, einen Film zu drehen, der einem genau dasselbe Erlebnis gibt, welches man beim Lesen des Buches hat.

Von daher ist jede Kunstform, bei der der Zuschauer/Betrachter/Hörer/Leser viel Spielraum zur eigenen Interpretation hat, immer besser als der Film.

Und wenn ich dann jedes Mal Kommentare höre wie "Aber das Buch war viel besser", könnte ich kotzen. Zuletzt passiert bei "Drachenläufer". Das ist für mich bislang der beste Film des Jahres, und dann kommen da solche Kommentare. Wie hätte man diesen Roman bitte noch besser verfilmen sollen?

Ebenso Kommentare wie "Die Szene fehlte." sind überflüssig. Wenn der Film funktioniert, trotz des Weglassens von bestimmten Szenen im Buch, dann ist es ein guter Film. Am besten kann man das immer testen, wenn man jemanden, der das Buch nicht kennt, fragt, ob ihm etwas gefehlt hat etc.

Ein Regisseur ist schließlich auch ein Künstler. Und der hat künstlerische Freiheit. Nichts wäre für einen Künstler langweiliger als etwas bereits Vorhandenes 1:1 zu kopieren.
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  #13 (permalink)  
Alt 04.07.2008, 00:31
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@ Vogel: Bitte net wieder alles falsch verstehen

Hitchcock hat es durchgezogen und dazu aufgerufen, und "Stirb Langsam" ist ein Beispiel für ein mittelmäßiges Buch, das einem großartigen Film als Vorlage gedient hat... Vom Konzept abgesehen hat es also nix miteinander zu tun. Danke.
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  #14 (permalink)  
Alt 04.07.2008, 00:34
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Zitat:
Zitat von vogel Beitrag anzeigen
Also ich glaub Hitchcock kann sehr stolz auf Stirb Langsam sein!
Du hast S.W.A.M. nicht verstanden.

Stirb langsam ist die Verfilmung des Buches "Nothing Lasts Forever" (1979) von Roderick Thorp.
Ich habe aber noch nie jemanden gehört, der meinte, dass der Film schlecht sei, weil dies und jenes im Buch ganz anders war.

Ich vertrete aber immer noch die Meinung, dass nicht nur aus mittelmäßigen Büchern richtig gute Filme gemacht werden können, sondern auch aus richtig guten Büchern tolle Filme entstehen können. Und das auch dann, wenn die Filme von der literarischen Vorlage abweichen.
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  #15 (permalink)  
Alt 04.07.2008, 00:35
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Oha, genau das ist doch mein Reden.

Ich wollte damit nur den Vorgang beschreiben, der dazu führt, dass man einen Film, mit dessen Vorlage man "vorbelastet" ist, eventuell nicht mag.
Einfach deshalb, weil man durch das Buch eine besondere Bindung aufgebaut hat und die Wahrscheinlichkeit, dass der Regisseur exakt die Gleiche zum Werk pflegt, gering ist.

Meine Grundaussage war doch: Nicht 1:1 kopieren, da das aufgrund der Unterschiede zwischen Film und Buch kaum erfolgreich durchführbar ist.


Das geht aber fix hier. Bezog mich auf Invincibles vorletzten Beitrag.
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