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Jason Bateman-Fanfiction 1/3

Veröffentlicht: 15.12.2015 um 12:59 von Lex 217
Aktualisiert: 19.12.2015 um 22:57 von Lex 217
Herzlich willkommen, warum auch immer ihr hier seid

In zwei eineinhalbstündigen Sessions per Hand (!) entstanden am vergangenen Wochenende möchte ich das hier der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wie üblich praktisch portioniert

Ich habe es diesmal allerdings nicht über mich gebracht, die Dialoge zu übersetzen - aber das bisschen Englisch wird hoffentlich niemanden überfordern.

Ich freu mich über Kommentare!


Der seltsamste aller Nachmittage

Es war Sommer und ich gerade 25. Ich hatte das College beendet und ebenso mein Universitätsstudium und saß im Garten des Hauses meiner Eltern. Die Füße in einem dieser niedlichen Pools für kleine Kinder, Surfershorts und mein liebstes Bikinioberteil. Durch meine Sonnenbrille schielte ich auf ein Buch, das mich nicht so recht zu fesseln vermochte und dachte über meine Zukunft nach. Ich hatte keine Ahnung, was genau ich machen würde, wenn dieser Sommer vorbei war und meine Eltern eine Entscheidung von mir verlangen würden.

Wir wohnten in L.A., mein Vater war Agent und war wie auch meine Mutter immer schon dagegen gewesen, dass ich Ambitionen für das Filmgeschäft entwickelte, egal in welcher Ausprägung. Ich war ihnen zu Willen gewesen und hatte Betriebswirtschaft studiert, ohne viel darüber nachzudenken. Aber natürlich interessierte ich mich für Filme, alle in der Familie taten das. Man lebt nun einmal nicht am Rand der Hollywood Hills, wenn einen das Business kalt lässt. Durch meinen Vater war auch der Kontakt zu Schauspielern nichts Ungewöhnliches für mich. Früh hatte man mir eingebläut (und hatte ich auch selbst gelernt), dass auch die sogenannten Stars nur Menschen waren und es keinen Grund gab, einen Kult um sie zu errichten.

In unserem Haushalt wurde auf eine gewisse Nüchternheit diesbezüglich Wert gelegt. Ein Fan von jemandem zu sein, war verpönt. Mehr als ein gelindes Interesse zu zeigen, sehr gefährlich. Vielleicht war es das kühle britische Blut meines Vaters, das ihn in dieser Hinsicht prägte. Ich hatte meine eigenen kleinen Kulte immer geheim gehalten. Keine Poster an für meine Eltern einsehbaren Stellen, kein bemerkbares Sammeln von Artikeln aus diversen Magazinen, kein übersteigertes Interesse an irgendwelchen Schauspielern gezeigt. Ich war ganz auf mein eigenes Leben fokussiert – zumindest nach außen hin.

Denn das kühle britische Erbe war an mir vorübergegangen. Wie die meisten meiner Altersgenossinnen war auch in meiner Jugend den üblichen Schwärmereien verfallen. Und war auch heute noch nicht ganz frei davon. Egal wie nahe jemand vielleicht wohnte und ob mein Vater mit ihm oder ihr schon einmal beruflichen Kontakt gehabt hatte.

Ich plantschte mit meinen Füßen im Wasser und seufzte. Es war heiß und ich langweilte mich. Ich fragte mich, ob ich irgendeine Freundin dazu überreden würde können sich heute Abend mit mir „Juno“, den neuen Film mit Ellen Paige, noch einmal anzusehen. Da ich schon dreimal drin gewesen war, jedes Mal mit einer anderen Freundin, standen die Chancen nicht gut. Wieder einmal stellte ich fest, dass mein großer Bruder Charlie nicht unrecht hatte, wenn er sagte, dass es nicht gut sei, wenn man (und besonders ich) zuviel Zeit zum Denken und Träumen habe.

Meine Eltern waren nicht zu Hause und der Nachmittag schien sich noch ewig in die Länge zu ziehen. Mein Handy schwieg beharrlich und die Sonne brannte erbarmungslos. Als ich in der Stille das Brummen eines Motorrades hörte, hob ich den Kopf, dankbar für jede Abwechslung. Gleich darauf quietschten Reifen und das hässliche Geräusch von Blech, das an Blech kratzt, drang zu mir herüber. Ein leiser Schrei und ein Poltern, das mich an umkippende Mülltonnen denken ließ, folgten. Ich sprang wie von der Tarantel gestochen aus meinem Liegestuhl. Das war von unserer Einfahrt gekommen!

Mit wenigen Schritten spurtete ich über den Rasen und sprang über die niedrige Hecke, die den Garten von der Straße trennte. Das Motorengeräusch entfernte sich bereits wieder. „Son of a bitch!“ hörte ich rufen und einen Moment lang kam mir die Stimme bekannt vor. Dann sah ich den Mann, der zwischen den in der Tat umgekippten (und glücklicherweise leeren) Mülltonnen am Anfang unserer Einfahrt im Rinnstein lag. Eine braune Einkaufstüte lag neben ihm. Ich stürzte zu ihm. Er trug braune Flipflops, braune, kurze Cargohosen und ein gemustertes Hawaiihemd, und richtete sich gerade wieder auf. Offenbar war ihm also nichts Schlimmes passiert, oder zumindest hoffte ich das.

„Is everything alright?“ rief ich besorgt und lief über den heißen Beton zu ihm. „What happened?“ Ich ging in die Hocke, da er jetzt auf der Gehsteigkante saß, und folgte seinem Blick die Straße hinunter, doch der Motorradfahrer war bereits verschwunden. Ich sah Blut an seinem Ellenbogen und eine noch hässlichere Wunde am Knie, sowie Dreck an der linken Seite seiner Hose. Er musste fies gestürzt sein. Dann nahm er die Hand vom Gesicht und enthüllte einen blutigen Kratzer auf seiner Wange. „Yeah, I’m alright. Stupid young gun on a chopper, probably drunk. Go back to school!” Die letzten Worte rief er dem längst entschwundenen Verursacher des Unfalls hinterher. Dem Ärger und der Lautstärke nach zu schließen, ging es ihm wirklich gut. Abgesehen von den bösen Kratzern natürlich. Aber seine Stimme machte mich unruhig, wieso kam mir die so bekannt vor?

Dann wandte er sich mir zu (seine Sonnenbrille war runtergefallen und lag neben ihm) und mir stockte das Blut in den Adern, wie man so schön sagt. Der Mann in meiner Einfahrt war Jason Bateman. Blaue Augen, die in vielfacher, papierener Ausführung an der Innenseite meines Schranks klebten, musterten mich und mir entfuhr ein heiseres „Holy shit“, das ich mit dem flinken Nachsatz „You’re bleeding“ gerade noch rettete.

Mr Bateman sah auf sein Knie und seinen Ellenbogen hinab und dann auf seine Hand, die von seiner Wange blutig war. „Mmh, just some scratches. I’m alright.“ Ich zitterte, als ich erneut seine Stimme hörte. Natürlich war sie mir bekannt vorgekommen, ich hatte sie immerhin mehrfach auf DVD und war als „Arrested Development“-Junkie mehr als gut geschult.

„Scratches my ass“, sagte ich mir einem zweiten Blick auf seine Wunden. Irgendwie hatte ich die Angewohnheit ordinär zu werden, wenn ich nervös war. „This doesn’t look good. You better come in and let me clean it up.“ Unsere Blicke trafen sich (ich hatte meinen Sonnenbrille auch abgenommen) und zum ersten Mal sah er mich richtig an, direkt in die Augen. „No, it’s nothing. Don’t bother.“ Und er begann aufzustehen und fischte seine Einkaufstüte aus dem Rinnstein. Blut lief seinen Unterschenkel hinunter. Wir sahen es beide. Der unglückliche Ausdruck auf seinem Gesicht war mir so bekannt, dass ich beinahe gelacht hätte.

„Well, unless you live down the block you really should let me clean that. I can’t let you spread your blood all over the street. This is a nice neighbourhood, you know.” Ich hatte mich ebenfalls erhoben und sah ihn leicht ironisch lächelnd an. Mein Herz war nahe daran aus meiner Brust zu springen, aber irgendwie schaffte ich es vorläufig cool zu bleiben. Und ich wusste, dass er nicht um die Ecke wohnte. „Um, it’s not exactly down the block… I like to walk, you know.“ Er sah mich an. „And how nice can that neighbourhood be with drunk motorcyclist attacking harmless walkers?“ Er grinste. Ich wurde nicht ohnmächtig.

“Right, so come on in. We’ll have you fixed up in no time.”

Jason Bateman folgte mir zur Haustür und drinnen angekommen dirigierte ich ihn in die Küche. „Sit down, I’ll get my mother’s medical kit.“ Jason Bateman nahm in meiner Küche Platz, rief mir ein nettes „Thanks“ hinterher und ich stolperte ins Badezimmer. Meine Mutter lebte in ständiger Angst vor Haushaltsunfällen und zum ersten Mal war ich für diese Paranoia dankbar. Sie besaß wahrscheinlich das am besten ausgestattete Medizinköfferchen in ganz Hollywood.

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Kategorie: Filme , TV-Serien
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