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How Movies Shaped My Life - Platz 1

Veröffentlicht: 28.08.2014 um 13:53 von Lex 217
There's Beauty in everything - you just have to look closer.

American Beauty (1998)

Ja, mein Lieblingsfilm ist auf Platz eins. Wäre ja auch irgendwie verwunderlich wenn nicht. Denn warum wird ein Lieblingsfilm ein solcher? Meist, weil er einen sehr bleibenden Eindruck hinterlässt, das Innerste berührt, oder so... Zumindest ist es bei mir so

Ich habe "American Beauty" an einem Dienstag im Februar 2001 gesehen, im Rahmen eines Filmabends des spärlich besuchten Jugendkreises meiner damaligen Kirchengemeinde. Ich hatte gehört, dass der Film sehr gut sein sollte, schließlich hatte er ja auch bei den Oscars ziemlich abgeräumt, aber als die Endcredits anrollten, war ich so geflasht wie nie mehr später nach einem Film.

Kann ich erklären, warum? Zu großen Teilen. Da war Kevin Spacey, den ich hier zum ersten Mal erlebte und der in seiner Rolle als Lester Burnham so unwiderstehlich witzig, hilflos, verliebt und dann doch wieder souverän war, dass er damit einfach alle Knöpfe drückte, die es bei mir gab. Dann war da dieses fantastische Drehbuch, so voller Leben, Authentizität, Witz, klugen Gedanken. Und dann waren da die drei Teenager in ihrer ganz eigenen Welt, mit denen ich mich ebenso wie mit Lester identifizieren konnte, mit jedem auf andere Art.

Das Genre war mir damals auch schon sehr lieb und teuer, die Gesellschaftssatire an sich. Ich habe eine Schwäche für diese Entlarvungen der menschlichen Seele und "American Beauty" ist die Königin dieses Genres. Es ist ein unheimlich präziser Film, in jeder Hinsicht. Musik, Kamera, Worte -- alles spielt exakt zusammen auf 110% Wirkung getrimmt und es funktioniert einfach.

Der Film machte also einen tiefen, unauslöschlichen Eindruck auf mich. Aber bei aller Präzision, Sympathie und Identifikation doch auch mit seiner "Botschaft", wenn man sie so nennen kann. Das "look closer" als Tagline soll ja, denke ich, vor allem darauf hinweisen, dass wir hinter diese vermeintliche, oberflächliche, amerikanische Schönheit sehen sollen - um die hässliche Wahrheit zu erkennen. Aber sie funktioniert auch umgekehrt - Lester Burnham hasst sein Leben, bis er am Ende des Films genauer hinsieht und erkennt, dass es voller Schönheit ist, die er nur nicht wahrgenommen hat.

Doch meine Schlüsselszene für die Weisheit, die ich daraus mitgenommen habe, ist sicher Ricky Fitts' Video vom im Wind tanzenden Plastiksack. Es schleicht sich heute noch immer ein Lächeln auf meine Lippen, wenn ich irgendwo derartigen "Müll" im Wind tanzen sehe. Und ich spüre diesen gewissen Frieden. Das mag Selbsthypnose sein, aber das ist mir ganz egal, solange es so wunderbar funktioniert

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Kategorie: Filme
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