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How movies shaped my life - Platz 7+6

Veröffentlicht: 06.09.2013 um 11:41 von Lex 217
7. STAR WARS EPISODE 1: Die Dunkle Bedrohung (1999)


I want a man I feel protected by, possible father figure

„Star Wars: Episode Eins – Die Dunkle Bedrohung“ kam 1999 in ein Kino in meiner Nähe. Ich war 13 und hatte keinen der alten Filme gesehen, aber der Rennbahn Express, den ich damals wie die Bibel las, hatte eine ordentlichen Hype um diesen Film (und besonders Ewan McGregor) aufgebaut und ich musste ihn also sehen.

Egal wie sehr die Welt ihn hasst, ich liebe diesen Film, den besten Star Wars Film meiner Meinung nach! Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich Expositionen so mag, keine Ahnung. Der Film ist witzig, er hat Action, er hat tolle Figuren, er hat das geniale Pod-Race – und er hat Liam Neeson als Qui-Gon Jinn.

Dieser Jedi-Ritter, dieser MANN hat etwas mit mir gemacht. Er hat mich komplett in seinen Bann gezogen von der ersten Sekunde und Herzchen in meinen süßen blauen Teenie-Augen herumhüpfen lassen. Vergessen war Ewan McGregor, hier gab es nur einen wirklich tollen Jedi! Ich malte seinen Namen tagelang auf Notizblöcke und in mein Tagebuch, bekam ein warmes Gefühl im Bauch, wann immer ich an ihn dachte. Und ich wollte ihn nicht mehr hergeben. Ihn nicht und mit ihm diese Erkenntnis von allem, wofür er stand. Für Vertrauen, Schutz, Geborgenheit, Wärme, Zuverlässigkeit, Stärke. Er hatte mich völlig kalt erwischt mit diesen Qualitäten und er beherrschte meine Fantasie für eine ganze Weile damit.

Meine Sehnsucht nach einem Mann dieser Art und diesen Eigenschaften ist ungebrochen, meine Vorstellung von Attraktivität breiter aber nicht wesentlich anders geworden. Es ist sicher nicht Qui-Gon, der „Schuld“ daran trägt, aber es war Qui-Gon, der es mir so bewusst gemacht hat.


6. Die üblichen Verdächtigen (1995)


Stories are a fucking powerful thing!

Ich weiß nicht sicher, wann ich "Die üblichen Verdächtigen" zum ersten Mal gesehen habe. Ich glaube, es war erst nach "American Beauty" und das würde heißen nach meinem 14. Geburtstag. Aber wie auch immer...

Diese elementare Wahrheit, die ich daraus mitgenommen habe, war mir vage schon viel früher bewusst, schließlich bin ich als Einzelkind eine Leseratte erster Stunde. Was ich aus „Die Üblichen Verdächtigen“ gelernt habe, ist vielleicht nicht nur das, sondern auch dass es auf die Erzählweise ankommt, dass das ERZÄHLEN an sich eine Macht ist.

Diese leichte Meta-Ebene, die so schlagend spürbar wird in den letzten, klimatischen Einstellungen des Films, ließ mir die Luft wegbleiben. Nicht nur die plötzliche Enthüllung, dass der Film das Gehirn der Zuschauer penetriert und verarscht hatte, sondern die Einfachheit, Leichtigkeit und Chuzpe mit der es geschehen war, ließen mich aufschrecken. Und die Story um die fünf Verdächtigen ist ja auch ganz für sich eine verdammt starke, das kommt noch dazu.

Ich halte das Drehbuch zu diesem Film nach wie vor für eines der gelungensten der Filmgeschichte. Es mag „nur“ ein Thriller sein, aber er ist (und war es vor allem damals) unvergleichlich clever und das scheinbar so anstrengungslos. Verbal Kint ist wie Sherezade, sein Talent eine gute Geschichte zu erzählen rettet sein Leben. Der letzte Kampf wird mit Worten geführt. Worte erwecken Sympathien, Antipathien, Lachen und Trauer. Und einfach so – ist alles wieder weg!

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Kategorie: Kategorielos
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