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Alt 14.02.2019, 16:00
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard Berlin – Die Sinfonie der Großstadt (1927)

Durfte mir diesen Stummfilm neulich mit Live-Begleitung durch einen Pianisten anschauen.

Die Originalmusik ist wohl gar nicht mehr vollständig erhalten. Kurzerhand wurde für diese Vorstellung beschlossen komplett auf die Originalmusik zu verzichten und durchgängig andere Stücke zu verwenden. Ich war zunächst skeptisch, denn es wurde explizit auf Musik zurückgegriffen, die von Komponisten stammte die vom Nazi-Regime verfolgt wurden. Man wollte damit ein Zeichen setzen, weil Walther Ruttmann später auch Filme für die Nazis gemacht hatte. Das war mir ein wenig zu viel Politik, vor allem weil der Film ja vor dem Nazi-Regime entstanden ist und keinen Bezug zu eben jenem hat. Aber wie sich herausstellte waren die Stücke durchaus passend gewählt.

"Berlin – Die Sinfonie der Großstadt" zeigt einen Tag in Berlin. Es ist eine Dokumentation, aber nicht immer eine echte, denn manchmal sind auch kleinere gestellte Szenen enthalten. Im Grunde einfach nur eine Aneinanderkettung von Bildern, die ein Gefühl dafür vermitteln, was es bedeutet haben mag, damals in dieser pulsierenden Weltmetropole gelebt zu haben.

Der Film enthält eine menge Schnitte. Und was für welche! Hier hat sich jemand ausgetobt. Die Aufnahmen sprühen nur so vor Verspieltheit.

Man sieht Eisenbahnen, Viehzucht, Schaufenster, Kinder, Cafés, Fabriken und ganz zum Schluss das Nachtleben mit seinen unzähligen Show-Veranstaltungen. Vor allem die Fabriken wirken überraschend modern, könnten im Grunde auch heute noch so in Betrieb sein.

Seltsam und interessant dieses andere Deutschland zu sehen, diese zum scheitern verurteilte Weimarer Republik in den noch hoffnungsfrohen goldenen 20ern. Eine Zeit die ich generell spannend finde. Und der Film ist geradezu wie für spätere Generationen gemacht. Eine Zeitkapsel die einen höchst authentischen Blick zurück erlaubt.

Ich muss allerdings gestehen, dass hin und wieder meine Gedanken abschweiften. Der Film dauert nur 65 Minuten. Komplett ohne gesprochenes Wort brachte mich aber nur die ab und an wieder interessant einsetzende Musik zurück, die Bilderflut alleine wäre ansonsten irgendwann zu viel gewesen.
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