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Alt 10.09.2018, 15:06
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Menschen im Hotel (1932) (Grand Hotel)

Das Leben der Autorin Vicki Baum (geboren als Hedwig Baum), die als Harfinistin ausgebildet und tätig war, bevor sie im Ullstein-Verlag in den Zwanziger Jahren als Verlagsangestellte und Redakteurin arbeitete, bis ihre Autorenkarriere ihr die Möglichkeit eröffnete zum rechten Zeitpunkt in die USA überzusiedeln (sie war jüdischer Abstammung) um dort der kongenialen Verfilmung ihres bis dato größten Bestsellers beiwohnen zu dürfen. Eben "Menschen im Hotel".
Dass ihre Arbeiten - aufgrund ihrer Herkunft - in Deutschland dazu führten, dass diese Futter für die später so "populären" Bücherverbrennungen boten, führte dazu, dass sie Deutschland - auch nach dem Krieg - nie wieder besuchte.
Dafür aber Anregungen für ihr weiteres Schaffen auf Reisen durch die ganze Welt fand.
Ihr Output umfasst rund 50 Bücher/Romane...
Historischer Exkurs Ende.
Zurück ins Hotel...

Berlin, Grand Hotel.
Die Wege von mehreren Menschen kreuzen sich über einen Zeitraum von 2 Tagen.
Da ist der in Geldnot befindliche Baron Felix von Geigern (John Barrymore), der sich Geld bei unangenehmen Mitmenschen geliehen hat - und nun unter Zugzwang gesetzt - die Perlen der im Hotel abgestiegenen russischen Ballerina Grusinskaya (Greta Garbo) stehlen will/muss.
Auf diesem Gang nach Canossa begegnen ihm der todkranke Angestellte Otto Kringelein (Lionel Barrymore - John Barrymores Bruder!), der seine letzten Tage hier verbringen will um sich mit seinem Ersparten zum ersten Mal im Leben etwas zu gönnen (dies aber niemandem verrät), sowie die Sekretärin Frl. Flaemm genannt "Flämmchen" (Joan Crawford). Letztere wurde von dem Industriemagnaten Preysing (Wallace Beery), dem Chef von Kringelein, für Schreibarbeiten engagiert. Steht dieser doch im Begriff eine neue Allianz mit einer anderen Firma zu schmieden - die allerdings sind nur daran interessiert, wenn Preysing eine britische Firma mit ins Boot holt.
Während von Geigern ob der Verzweiflung Grusinskayas von seinem Tun ablässt - ohne ihr von den Folgewirkungen zu erzählen - und sich für die beiden im Rampenlicht stehenden (verzweifelten) Menschen die Liebe zeigt, ziehen sie ihre Mitmenschen an, wie Motten das Licht.
Obwohl sie sich nichts sehnlicher wünschten, als einfach in Ruhe gelassen zu werden.
Doch der ihnen anhaftende "schöne Schein" ist für die beiden Menschen schon zur zweiten Haut geworden - ob sie dies wollen oder nicht.
Am Ende sind die Karten neu gemischt worden, die Eingangsdrehtür dreht sich, entlässt Figuren in ein neues Leben, gewährt neuen Gesichtern Einlass und der im Hotel "gestrandete" Doktor Otternschlag (Lewis Stone) seufzt - wie schon zu Beginn: "Grand Hotel - Immer dasselbe. Menschen kommen. Menschen gehen. Nichts geschieht!"

Ein Grand Hotel als Mikrokosmos. Einst für die Bühne adaptiert, dann zum Kinofilm umgebaut.
Oscargewinner 1932.
Selbstverständlich ob seiner Dramaturgie und Darstellung etwas angestaubt. Dennoch zeitlos.
Und der Urvater all jener TV-Endlos-Soaps a la "Love Boat", "Hotel", "Das Traumschiff" (das ja die deutsche Version von "Love Boat" ist).
Menschen und ihre Träume. Meist von einem anderen, besseren Leben, als das ihrige.
Obwohl die so Favorisierten auch ihr Päckchen zu tragen haben.
Wer sich den oben aufgezählten Telenovels versagt, kann/sollte dem hier zumindest eine Chance geben.
Allein für die Performance von Lionel Barrymore als Kringelein. Die gerät wahrlich herzzerreissend - ein Mensch, der sich am Ende seines Lebens glaubt, das Paradies schenken zu können. Und aufgrund seiner aufrichtig ehrlichen Persona von denen die es besser wissen, in seeliger Ahnungslosigkeit gehalten wird. Einfach weil es das ist, das man sich manchmal wünscht - aber viel zu selten erlebt. Quasi die Reinheit des Herzens - ohne Kompromittierung.
Zusätzlich gibts auf der DVD noch Szenen von der einstigen Premiere, einen Kurzfilm und einen kleinen Werbefilm, der darauf hinweist, dass "Grand Hotel" exklusiv und nur eine bestimmte Zeit in eben diesem Kino - und nirgendwo sonst - gezeigt werden wird.
Ein Umstand in der Politik der Herausbringung von Filmen, die seit der Erfindung des "Block Busters" in den Siebzigern nahezu vollständig in Vergessenheit geraten war.
Bis nun Sondervorstellungen - in der Regel für Anime-Produktionen oder Opern-Übertragungen - in den Kinos vermehrt wieder auftauchten....
Mindestens so exklusiv, wie dieses Werk.

Ach ja - genossen hab ich dieses Werk mit der deutschen Tonspur. Einfach dem Ort des Geschehens geschuldet. Vielleicht auch weil die deutschen Namen und ihre Träger in der englischen Aussprache auf Dauer irgendwie befremdlich schienen
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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