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Alt 19.12.2015, 13:33
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard Detour - Umleitung (1945, Regie: Edward G. Ulmer)

Das Film Noir Bild schlechthin: Ein einsamer, gebrochener Protagonist sitzt melancholisch in einer Bar und sinniert über sein Schicksal, es kommt zu einem Streit wegen einer Kleinigkeit und bald tauchen die Erinnerungen auf, kommentiert von einer zynisch-resignierenden Off-Stimme...

Der zweitklassige Bar-Pianist Al Roberts traf einst die folgenschwere Entscheidung, seiner Verlobten per Anhalter quer durch die USA nach Hollywood zu folgen. Auf dem Weg wird er von einem zwielichtigen Geschäftsmann mitgenommen. Die beiden verstehen sich gut, doch kurze Zeit später ist der Geschäftsmann tot. Eine Unfall? Eine Krankheit?
Al Roberts hat Angst vor der Polizei, versteckt die Leiche, übernimmt Auto, Kleidung und Geld des Toten und fährt unter einer falschen Identität weiter in die verregnete Nacht... Und damit beginnt der Abstieg. Eine moralische Verfehlung, eine falsche Entscheidung und man wird auf ewig davon verfolgt.

Alle Figuren in diesem gerade mal 65-minütigen Kleinod des Film Noir sind gescheiterte, gestrandete Grenzgänger irgendwo im Bereich zwischen der dunkelsten Nacht und der (natürlich vergeblichen) Hoffnung auf einen vielleicht sonnigen Tag.

Ebenso wie übrigens auch alle Beteiligten hinter der Kamera. Eine Zusammenführung der zwar Talentierten aber Gescheiterten von Hollywood. Der Hauptdarsteller, dem man einst eine großartige Karriere schneidern wollte versank mehr und mehr in der Bedeutungslosigkeit, seine zweite Frau starb am Krebs und seine dritte Frau erschoss er eigenhändig (angeblich aus Versehen...). Der Regisseur Edwartd G. Ulmer, der einst in einer Reihe mit Billy Wilder, Fred Zinnemann und den Siodmaks gearbeitet und mit Boris Karloff und Bela Lugosi gedreht hatte, wurde ebenfalls, nachdem er sich Film-Noir-reif in die falsche Frau in Hollywood verliebte, immer mehr an den Rand gedrängt und wurde so zum Anti-Helden des düsteren B-Pictures.

Und auch "Detour" ist ein klassisches B-Movie. Unterbudgetiert und unter enormem Zeitdruck in nur 6 Tagen (!) gedreht.

Der Film steht jedoch seinen großen Film Noir Konkurrenten in Sachen Düsternis, Hoffnungslosigkeit und Bösartigkeit in nichts nach: "Detour" ist ein Alptraum aus Dreck, Schweiß, Schmutz, Kälte, Gier und absurden Zufällen.

Man merkt dem Film zu jeder Zeit sein niedriges Budget an, aber hier bündelt sich wirklich alles, was zu einem anständigen Noir gehört. Ich fand den gut.
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Stichworte
b-movie, film noir, roadmovie, schwarzweiß

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