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scholley007 05.04.2015 17:58

Das große Rennen (1937)
 
...oder "A day at the races" (wobei dieser "day" dann das Finale - sprich: die letzten 20 Minuten des Filmes ausfüllt).
Zählt neben "Die Marx Bros. im Krieg", "Die Marx Bros in der Oper" und "Die Marx Bros. Im Kaufhaus" zu den besten und beliebtesten aus ihrem filmischen Schaffen....

Das Sanatorium von Judy Standish (Maureen O´Sullivan) ist in Gefahr an den skrupellosen Morgan zu fallen, weil sie ihre Kredite nicht mehr bedienen kann. Als ihr zu Ohren kommt, dass ihre eigenwillige (und vermögende) Patientin Mrs. Upjohn (der weibliche "Standartdrache" der "Marxens, Margaret Dumont) gewillt wäre, monetär auszuhelfen, wenn man denn ihren Schwarm, den ausgezeichneten Mediziner Dr. Hackenbusch (Groucho Marx) als "Chief of Staff" verpflichten würde - zumal sie beide Augen auf den Arzt geworfen hat - geht an ihn sofort ein Telegramm ab.
Ohne Ahnung ob seiner Expertise - der Gute ist Tierarzt, äußerst klamm was das Einkommen anbegeht und hat mal wieder ob seiner Reputation geschwindelt - wird dieser sofort verpflichtet.
Doch der leitende Arzt ahnt was - und da er dem Geschäftsmann Morgan zuarbeitet, der aus dem Sanatorium ein Spielcasino machen will - hat Hackenbusch bald Stress. Der sich zur Enttarnung auswachsen könnte, wären da nicht Judy´s "guter Geist" des Sanatoriums Tony (Chico Marx) und dessen Kumpel Stuffy (Harpo Marx), die in ihrer unverwechselbaren Art Chaos in Reinkultur unter ihre Mitmenschen zu schaufeln, dem egomanischen Hackenbusch unter die Arme greifen.
Auch da Judys Verlobter Gil (Allan Jones) nichts vorzuweisen hat, als einen mäßig dotierten Job und ein Rennpferd, das ihm bislang nichts als Schulden eingebracht hat.
Doch das Blatt wendet sich, als man die wahren Qualitäten des Hottemaxes entdeckt...

105 Minuten dauert der Streifen - und wird (wie in den späteren Werken des über die Jahre zum Trio geschrumpften Comedytrupps) mittels Revue- und Sing-mit-Sequenzen kräftig aufgeblasen.
Diese Musiknummern erweisen sich als reinste Showstopper (zumindest geht´s dem Schreiber dieser Zeilen so - die Schmachtfetzen haben für ihn so kein Ohrwurmpotential und sind immer dann am schönsten, wenn sie am Ende angekommen sind) und blasen den Film (inklusive Klaviernummer von Chico und Harfenvortrag von Harpo) dann unnötig auf.
Ansonsten zelebrieren Groucho, Chico und Harpo in den Slapsticksequenzen ihren patentierten Wahnsinn, der auch heute noch "funzt".

Fazit: mit 90 Minuten wär´s annähernd rund gewesen - so bleibt ein kleiner Wermutstropfen.
Was aber - mit Hinblick auf heutige "Comedy" - immer noch problemlos zu verschmerzen ist.


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