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Alt 25.01.2020, 16:37
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard 1917 (2019)

Da "1917" das Geburtsjahr meiner Oma war (die im Jahr 2000 verstarb), hab ich eine persönliche Beziehung zu eben jenem Jahr.
Dass ich - wenn überhaupt - somit "nur" Erzählungen vom 2.Weltkrieg erfuhr, versteht sich von selbst.
Dass ich darüber hinaus nicht allzu viel vom "Kriegs-/"Antikriegs-Genre" halte (Ich halte dieser aktuellen Gesellschaft mit Hang zum Wutbürgertum weiterhin die Daumen, dass die befriedete - bzw. gemäßigte Zone - die wir seit 70 Jahren bewohnen dürfen, noch ein Stück weit hält. Wunschdenken "Ende", Klammer zu), lässt sich in Listen und Besprechungen meiner Lieblingsfilme ersehen.
Einzig Eastwoods Doubefeature "Flags of our fathers"/"Letters of Iwo Jima" steht da für mich weiterhin fix. Und Dalton Trumbos "Johnny got his gun" - den ich bei der Erstsichtung nach einem Drittel abbrechen musste. Gut, vielleicht noch die erste Hälfe von Kubricks "Full Metal Jacket" und Oliver Stones - übersehenem dritten Teil seiner Vietnamtrilogie mit Titel "Heaven and Earth - Zwischen Himmel und Hölle".
Dass Sam Mendes`weltweit gefeierter "Weltkrieg I"-Streifen so dermaßen viel Zuspruch erfährt - und seine gegenwärtigen Oscarnominierungsweihen mit Sicherheit auch gehörig umgesetzt werden (ich geh mal so von vier bis sechs Statuetten aus, die er "mit nach Hause" nehmen wird) - liegt mit Sicherheit an seinem technischen Gimmick....

Der 6.April 1917. Lance Corporal Blake (Dean-Charles "GoT" Chapman) und sein bester Frontkumpel Lance Corporal Scofield (George "Blinded by the light" MacKay) ruhen unter einem Baum und genießen die derzeitige Waffenruhe die an der Frontlinie zwischen der Stellung der Briten und der Deutschen auf französischem Boden herrscht.
Der Frieden ist nicht von langer Dauer, als sie zum befehlshabenden General (Colin Firth) zitiert werden, der ihnen den Auftrag erteilt, ein britisches Battalion davor zu bewahren, in eine Falle der Deutschen zu geraten, die den unweigerlichen Tod der insgesamt 1600 Angehorigen jener brititschen Streitmacht zur Folge hätte.
Da der ältere Bruder von Blake ebenfalls zu jenem Battalion zählt, hat dieser zusätzlichen Druck, die Message "right on time" abzuliefern.
Ihn bleiben nur weniger als 24 h um die Distanz von rund 30 Kilometern über verbrannte Erde, vorbei an zurückgelassenen Heckenschützen lebend zu überstehen.....

Mark Strong, Richard Madden und Benedict Cumberbatch sind in Gastauftritten (ähnlich wie dies schon Spielberg in seinem "Gefährten - War Horse" praktizierte) strategisch auf eben diesem Weg platziert.
Der ob des "One-Shot"-Prinzips, das den Film wirken lässt, wie "in einem Take gedreht" aktuell neue Maßstäbe setzt.
Weshalb der auch auf "imdb" grad ähnlich groß von den Movie-Geeks des Webs abgefeiert und mit Höchstnoten bepflastert wird.
Mich kriegte der - trotz der in der Vorstellung anwesenden Schulklasse von Vierzehnjährigen, die hier und da mal besser die Klappe gehalten hätten - doch mehr als überraschend gut.
Bis auf die Nachtsequenz in der zweiten Hälfte des Films, die - von Regisseur Mendes als eine Art von "surreal anmutendem Alptraum" gereicht wird.
Das hatte - zumindest für mich - eine Art des "Guten zuviel". Aber das ist dann halt mein persönliches Empfinden.
Dafür saugte mich der Film ab dem Moment, wenn die Frontstellung erreicht wird (mit einem Moment, in dem Gesang gereicht wird, die ähnlich stark wirkt, wie in dem grandiosen "The Proposition" in dem eine Auspeitschsequenz dagegen geschnitten wird) wieder bis zum tollen Abschlußbild (das den "ewigen Kreis" formschön zum Abschluss bringt) sicher zurück ins Geschehen.
In wie weit der letztendlich ein Klassiker werden wird - ob mit oder ohne Oscars - werden die Jahre die folgen zeigen.
Derzeit kann ich mich den Sympathiebekundungen problemlos anschließen - OHNE in eine Form des "Hosianna", das ja auch Nolans "Dunkirk" schon entgegen scholl (warum, entzieht sich bis heute meinem Verständins) auszubrechen.

Und jetzt alle: "War! What it is it good for? Absolutly nothing!"
(Joe Dante wusste schon, warum er die Nummer in seinen "Small Soldiers" einsetzte!)

Und wer später mag, kann sich ja mal ein Triple aus "Im Westen nichts neues" (den ich - irgendwann mal - in "Angriff" nehmen werde, zusammen mit "Wege zum Ruhm" - damit ich mir diesbezüglich von dem S.W.A.M. nix vorzuwerfen habe , dem hier und Peter Jacksons Doku "They shall not grow old" zusammenstellen......
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (25.01.2020 um 16:40 Uhr)
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Alt 01.02.2020, 13:14
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard Aw: 1917 (2019)

Ich fand die Action spannend inszeniert. Die ruhigen Momente funktionierten bei mir dann aber nicht. Die Szene mit der französischen Damsel-in-Distress war gefühlt zu lang.
Zitat:
Zitat von scholley007 Beitrag anzeigen
mit einem Moment, in dem Gesang gereicht wird, die ähnlich stark wirkt, wie in dem grandiosen "The Proposition" in dem eine Auspeitschsequenz dagegen geschnitten wird
Die Szene fand ich in dem Moment einfach nur zäh.

Story wirkt irgendwie recht abgedroschen. Aber nun ja, es ist halt ein Heldenepos-Kriegsfilm. Ich war von Anfang an sehr voreingenommen, weil das einfach nicht mein Genre ist.
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  #3 (permalink)  
Alt 07.02.2020, 21:26
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard Aw: 1917 (2019)

Das war der mit Abstand unoriginellste Kriegsfilm, den ich je gesehen habe. Die ganze "Wir-müssen-dahin-rennen-um-den-Angriff-aufzuhalten"-Nummer gab es 1zu1 im genialen "Gallipoli" von Peter Weir. Tracking Shots durch 1.-Weltkrieg-Schützengräben = "Paths of Glory" von Kubrick. Eine langsame Tötenungsszene des Gegners, am Boden liegend, ein Messer im Spiel = "Saving Private Ryan" und so weiter und so fort.

Das einzig Originelle war der Long Shot. Und auch den kenne ich schon und letztlich bleibt er immer ein Gimmick.

Ich fand die Handlung nie spannend. Außerdem war es ziemlich albern, dass die Figuren sich permanent extrem viel Zeit lassen, obwohl angeblich alles so knapp und dringend ist. Und dass sie selbst immer die heroisch und selbstlos handelnden Strahlemänner sind, während die Gegner stets als hinterhältige, ängstliche oder versoffene Ar**hlöcher dagestellt wurden, hat dem Ganzen auch die Ernsthaftigkeit genommen.

Bei einem "Indiana Jones" Film finde ich das ja okay, aber bei einem angeblich ernst gemeinten (Anti?-)Kriegsfilm ist es peinlich.

Mich hat tatsächlich nur die Stadt-Szene beeindruckt, die Scholley nicht so mochte und zwar nur, weil es optisch toll aussah und einen surrealen Eindruck machte. Ansonsten war es nur der klassische overhypte Oscar-Bait-Quatsch, den wir alle nur geschaut haben, weil die PR-Abteilung Hunderte von Millionen Dollar in die Werbekampagne gestopft hat.
__________________
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