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Alt 10.10.2019, 11:12
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard Joker (Todd Phillips, 2019)

Handlung:
Erzählt wird die Origin-Story der Figur "Joker", des aus zahlreichen Comics und Filmen bekannten Gegenspielers Batmans und somit des wohl berühmtesten Comic-Buch-Antagonisten überhaupt.

Arthur Fleck wohnt bei seiner Mutter in einer heruntergekommenen kleinen Wohnung im Gotham der frühen 80er. Er arbeitet als Clown, eckt durch seine Eigenarten aber hier und da etwas an. Eigentlich träumt er davon, Stand-Up-Comedian zu werden. Um ihn herum wird die Stadt gefühlt immer gewalttätiger, die sozialen Probleme treten immer deutlicher zu Tage. Arthur wird selbst direktes Opfer davon, was schließlich auch zu einer Änderung seiner Persönlichkeit führt.

Der Film ist komplett losgelöst von existierenden anderen Filmen, gehört somit auch nicht zum aktuellen DC-Cinematic-Universe.
Meinung:
Grundsätzlich ist die Handlung genau die, die man auch anhand des Trailers erwarten durfte. Allerdings enthält die Story ein paar zusätzliche Zutaten und Kniffe, die dem ganzen mehr Fleisch geben und es nicht zu abgedroschen wirken lassen. Insgesamt hat mir die Handlung daher richtig gut gefallen. Es war spannend zu sehen wo einzelne Story-Stränge hin laufen.

Joaquin Phoenix' Darstellung des Jokers ist über allen Zweifel erhaben. An Jared Leto hatte man ja gesehen, dass es durchaus eine undankbare Aufgabe sein kann, das Erbe von Heath Ledger anzutreten. Phoenix' Joker ist weniger Anarchist, mehr verrückte, tickende Zeitbombe.

Was mir noch sehr gefallen hatte, war die Musikalische Untermalung. Einzelne Szenen wurden dadurch in ihrer Wirkung bestärkt.

Toller Film, für mich aber nicht ganz der Film des Jahres (die Sogwirkung und das Finale von "Once Upon a Time... in Hollywood" hatten mich dann doch noch mehr gekriegt).
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  #2 (permalink)  
Alt 11.10.2019, 18:31
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

Ich hätte es Todd Phillips wahrlich gegönnt, aus seiner filmischen Vita auszubrechen.
Und über seine filmischen "Komödien-Verbrechen" - wie ich "Hangover 2", "Hangover 3" und "Stichtag" weiterhin für mich klassifiziert habe (und weiterhin die drei davor - "Road Trip", "Old School" und "Hangover" liebe) - endlich hinweg sehen zu können.
Tschah - hat leider nicht funktioniert.
"Die Leiden des - nicht mehr ganz so - jungen Arthur Fleck", hätten eine Wende im Kanon der Comicverfilmungen darstellen können.
Und Arthur Fleck (Joaquim Phoenix) auf dem Weg "Joker" zu werden will schon ein deftig-düster-bedrohliches Stück filmische Grundlagenforschung darstellen.
Leider gerät die Figur einfach so barbarisch langweilig in seinem Werden, dass mich das Geschehen - in dem dem am Ende neugeborene Erzschurke gleich von aufgeheizten Massen gehuldigt bekommt, als gelte es, eine neue Weltordnung einzuführen - auf Dauer mehr und mehr ermüdete.
Was hätte "Rohrschach" von den "Watchmen" zu all dem gesagt? Und dann getan?
Wer den (für meiner bescheidenen Meinung nach) besten "Zack Snyder" tatsächlich noch nicht kennen sollte, hat hiermit seine Hausaufgabe.
Und darf dabei eventuell noch die - ebenso großartige - TV-Serie "The Boys" sichten.
Und als Bonbon sich dem deutschen "Systemsprenger" stellen - in dem Fall "nur" als Ansichtsmaterial wie eine psychisch gequälte Seele in Facetten um noch einiges intensiver gereicht werden kann, wie der auf Oscargoldkurs befindliche Phoenix.
Der von mir die Statuette dann doch im direkten Vergleich für seine Rolle in "A beautiful day" bekommen hätte. Aber den hat ja so mal niemand gesehen, gell?

Ach ja - Heath Ledger bleibt für mich in der Rolle des Joker weiterhin unerreicht. Auch weil seine Inkarnation niemals einen Boden bezüglich seines Werdens und seiner Herkunft geschaffen hat.
Gibt mir inzwischen einfach viel zuviele Prequels über legendäre Popkulturfiguren, die jegliche Mystik entzaubert haben.
Ist DAS letzten Endes das Ziel unserer "schönen neuen Welt" - keine Geheimnisse mehr haben zu wollen?
Bisserl schade ist das schon......
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (11.10.2019 um 18:35 Uhr)
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  #3 (permalink)  
Alt 12.10.2019, 12:52
Benutzerbild von mati
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

Ich glaube ein großer Unterschied bei uns ist, dass ich die Dark-Knight-Trilogy zwar OK, aber nie so ultrageil gefunden hatte, wie sie oftmals von manchen gemacht wird.

Während mich die Star-Wars-Prequels damals klar gestört hatten, weil sie mit ihren Mediklorianern und ihrem Emo-Anakin der Originaltrilogie schadeten, gab es hier in meinen Augen nichts was zerstört worden hätten können.

Joaquim Phoenix ist für mich der beste Joker den es je gegeben hatte, im besten Film der je in Gotham gespielt hat.

Weiß jetzt nicht ob ich den Vergleich zu Rohrschach missverstehe, aber Watchmen schlägt ja eher in die gleiche Kerbe wie Logan...
Spoiler: Anzeigen
ein absolutes Badass wird in einer düsteren Welt zum Märtyrer für die gute Sache.

Joker hat ja nicht mal das gleiche Genre wie diese Filme. Anstatt eines Actionfilms handelt es sich bei Joker um ein Psychodrama. Und Arthur Fleck ist das genaue Gegenteil von einem Badass.

Spoiler: Anzeigen
Und ob der Film die tatsächliche Origin-Story von Joker erzählt, darüber kann man angesichts des Endes auch streiten.
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  #4 (permalink)  
Alt 12.10.2019, 14:47
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Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

@mati: ich war nie ein sonderlicher Anhänger von Nolans Trilogie. Die für mich wenn dann mit meinem Lieblingsjoker in 'The dark knight' endet. 'The dark knight rises krepiert für mich im letzten Drittel, als Nolan auf-Teufel-komm-raus episch werden muss.
Auf 'Joker' hatte ich mich ein gesundes Mass drauf gefreut. Letztendlich suhlt sich der Film für mich dann schlichtweg in auf-Teufel-komm-raus in sozielkritischer Bedeutungsschwere, die ihm wie ein Klotz am Bein hängt. Den meisten. die die hier offensichtlich bemühten Vorbilder wie 'King of Comedy','Taxi Driver' und 'Network' nix sagen, sollte der wie ein Ausbund an gnadenlosem Wahnwitz vorkommen.
Da steig ich jederzeit erneut zu 'Nightcrawler' Jake Gyllenhall in den Sendewagen...

Und der Vergleich mit den 'Star Wars'-Trilogien hinkt für mich allein deshalb, weil die Batman-Filme in vollkommen unterschiedlichen Universen spielen....
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Geändert von scholley007 (12.10.2019 um 14:51 Uhr)
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Alt 13.10.2019, 13:45
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Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

Wow, scholleys Kritik ist so ziemlich das erste Negative, das ich über den Film lese, da bin ich jetzt doch überrascht...

Ich war dieses Jahr sehr faul mit Kino-Gehen, aber der sollte mich doch wieder hervorlocken...
bin gespannt.
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August: Osage County


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30 Seconds To Mars
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Alt 14.10.2019, 12:16
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Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

Ich fand den großartig, was vor allem an Phoneix darstellung liegt, die absolut Oscarwürdig ist. Ich kann mir aber auch denken, dass den einige nicht mögen, weil er so ruhig ist und doch recht wenig passiert. Die sozialkritik kam in dem erwarteten maße, also hat mich das nicht gestört. Die wenigen und kurzen gewaltausbrüche kommen schnell und heftig liegen aber nicht im vordergrund. Mir hat das gesampaket sehr gut gefallen aber allen voran phoenix darstellerische leistung.

@scholly. Ich werde wohl nie deine enorme begeisterung für Nightcrawler verstehen können. Darstellerisch sehr gut aber nahezu alle charaktere sind mir so brutal auf den sack gegangen.
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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