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  #1 (permalink)  
Alt 16.08.2019, 10:43
Benutzerbild von Lex 217
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Standard Once Upon A Time... in Hollywood (Quentin Tarantino, 2019)

... und der 9. Streich des zu Lebzeiten schon Legende gewordenen Regisseurs, natürlich ein Pflichttermin für viele und so auch für mich.

Was soll man sagen? Es stimmt wieder mal fast alles. Dass so manches Zusehers Geduld bei Tarantinos Dialogen und teils handlungsarmen Szenenabfolgen endet, ist ja bekannt und eine mögliche "Schwäche", die man endlos diskutieren kann, aber über Geschmack lässt sich ja nur sehr schwer streiten. Und so hab ich auch in diesem Film diese "Schwäche" nicht recht als solche sehen können, denn mir war nie langweilig und wenn ich auch nicht so gefesselt war wie bei "The Hateful Eight", sind die handlungsarmen und mehr porträthaften Szenenabfolgen ein Genuss vor allem an Schauspieler-Leistung und zum Atmosphäre-Tanken.

Leo DiCaprio beweist einmal mehr, dass er unglaublich spielen kann und sich nix mehr scheißt was Eitelkeit angeht. Und es sind die Nuancen, einzelne Sätze, die er einfach so perfekt bringt, dass man Gänsehaut bekommt. Brad Pitt ist da imho der weniger Geforderte in diesem Film und trägt seine Szenen herrlich relaxt. Margot Robbie ist nur zum Angucken da (und das macht Spaß) und Emile Hirsch hätte sich viel mehr Screentime verdient, weil auch er aus den wenigen Dialogzeilen echt viel macht.
Oh, und dann ist da noch Luke Perry, Gott hab ihn selig, über dessen Auftritt man sich einfach so freuen sollte, gut gewählt jedenfalls.

Musik und Ausstattung sind perfekt stilsicher und generell fand ich dieses L.A. des Jahres 1969 einen Schauwert an sich.

Und das Finale... ist so unendlich befriedigend und drückt den bekannten Tarantino-Stempel nochmal perfekt auf.

9/10 weil er nicht an die "Basterds" oder "Eight" rankommt, aber für mich "Django" überflügelt.

Viel Spaß beim Gucken!
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  #2 (permalink)  
Alt 22.08.2019, 16:55
Benutzerbild von rost
iRost
 
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rost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich seinrost kann stolz auf sich sein
Standard AW: Once Upon A Time... in Hollywood (Quentin Tarantino, 2019)

Perfekt ausbalanciertes Ganzes aus verschiedenen Genres und ein Fest für jeden Filmliebhaber. Ich hätte Brad Pitt’s Cliff Booth noch stundelang beim rumkurven durch das LA Ende der 60er zusehen können, während ein Ohrwurm nach dem anderen im Radio spielt. Sein Stuntman dürfte die coolste Figur des Films sein, was Schauspiel angeht gehört der Film aber DiCaprio. Man sollte sich dies ja mittlerweile gewöhnt sein und doch liess er mich wieder staunen. Und wie Lex sagt macht es Spass Margot Robbie anzugucken aber da ist noch etwas mehr (siehe Spoilerkasten).

Kleinere und grösserer Spoiler:
Spoiler: Anzeigen
Was sie und Tarantino mit der Sequenz im Kino vermitteln ist nur noch wunderbar. Das Bild, welches wir mit Sharon Tate assoziieren löst sich auf und ein anderes rückt nach, ohne dass wir dem in diesem Moment gewahr sind. Lebenslust pur und wir freuen uns mit ihr, wir beobachten den Zauber des Kinos auf der Leinwand und bekommen ihn gleich selbst zu spüren.

Ebenfalls grosses Kino der Besuch von Stuntman Booth auf der Manson-Ranch. Mann, wie schnell Tarantino hier die Stimmung kippen lässt! Ich gebe diesHoffnung nicht auf, dass sich der Herr einmal eines Horrorfilms annimmt.

Kann mir vorstellen, dass man vielleicht etwas ratlos zurückbleibt, wenn einem die Geschichte um Sharon Tate nur wenig oder gar nicht bekannt ist. Die Geschichte zieht sich als unscheinbares Spannungselement über die ganze Laufzeit hinweg. Und mit etwas Wissen über die Filmgeschichte gewinnt man dem Film wohl auch noch etwas mehr ab.


Grossartiges Kino, Tarantino’s bester seit den «Basterds». Viel Hype aber es ist wie es ist, ich habe es unheimlich genossen mit Rick Dalton und seinem Stuntman rumzuhängen.
__________________
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  #3 (permalink)  
Alt 28.08.2019, 09:11
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard AW: Once Upon A Time... in Hollywood (Quentin Tarantino, 2019)

Bin da mehr bei den "Hateful Eight", die mich bei damals bei der zweiten Sichtung noch ein Stück mehr "zu sich zogen" - etwas, das rost in seinem Spoilerkasten so treffend über die großartige "Film im Film"-Sequenz mit Margot Robbie beschreibt. Das aber schon Luc Besson für mich vor 25 Jahren in "Leon der Profi" mittels Leons Kinoerfahrung mit "Singin in the rain" geschafft hat...

Bei der Sequenz auf der Farm bin ich ganz bei rost - auch hier wieder "Spoilerkasten".

Insgesamt cruiste mir der Film vielleicht hier und da ein Stück zu lange durch die Szenerie. So toll die anzuschauen waren - da schlichen sich für mich durchaus Längen ein, weshalb ich kein Problem damit hätte, den hier mit ein paar Kürzungen um rund 15 bis 20 Minuten nochmal erleben zu wollen.
Ja, ich weiß, das ist schon ein klitzekleines Sakrileg...

Das Finale allerdings.... mein lieber Scholli.

Das Hippiegirl Pussycat (Margaret Qualley), das mit Pitts "Cliff"-Charakter flirtet, schlug eine Saite in mir an - woher ich die noch gerade kannte.... bis "imdb" mir weiterhalf: sie ist das Girl nach dem Russell Crowe und Ryan Gosling in "The nice guys" suchen... Bin mir sicher, dass man von der Tochter von Andie McDowell (Und täglich grüßt das Murmeltier/Green Card/Hudson Hawk) mit Sicherheit noch was zu sehen bekommt.
Und so großartig DiCaprio als "Rick Dalton" ist - die kleine Julia Butters als "Trudi" stiehlt ihm in ihrem gemeinsamen Auftritt ein gutes Stück weit die Show.

Alles in allem - auch für die Westernposter aus Daltons italienischer Phase, für die Tarantion allen Ernstes den legendären italienischen Kinoplakatmaler Renato Casaro aus dem Ruhestand zurückholen konnte - ein Genuss für Fans jener Filmepoche.
Für "Otto-Normal-Verbraucher" vermutlich ein eher Fragezeichen auslösendenes Werk.....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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  #4 (permalink)  
Alt 02.09.2019, 13:33
Benutzerbild von mati
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Beiträge: 205
mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: Once Upon A Time... in Hollywood (Quentin Tarantino, 2019)

Zitat:
Zitat von Lex 217 Beitrag anzeigen
Musik und Ausstattung sind perfekt stilsicher und generell fand ich dieses L.A. des Jahres 1969 einen Schauwert an sich.
Ja, man konnte richtig eintauchen in diese Welt, bekam ein wenig ein Gefühl für die Stimmung.

Ich fand den Besuch Cliffs auf der Ranch ein wenig zu sehr gewollt...
Spoiler: Anzeigen
Dass der Besitzer wohlauf ist und alles genau so wie von den Hippies behauptet, wirkte auf mich wie ein total übertriebenes Spiel mit den Erwartungen. Das Verhalten der Hippies passte nicht zur Wahrheit. Nun kann man den Film natürlich einfach nur als Märchen abtun und auf alles pfeifen, ich fand das trotzdem irgendwie seltsam.


Wo ich hingegen keine Probleme hatte, war beim grandiosen Finale des Films.
Spoiler: Anzeigen
Dass sich Tarantino nicht zwangsläufig an Fakten hält ist ja jetzt nichts neues. Was hier jetzt deutlich besser ist als bei der Ranch: Die Personen verhielten sich alle schlüssig.

Ich kann mich grade nicht erinnern, jemals Brutalität unterhaltsamer in Szene gesetzt gesehen zu haben.
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