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Alt 14.07.2019, 13:12
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Yesterday (2019)

Im Rahmen der derzeitigen Welle an BioPics über musikalische Legenden, geht das Werk von Danny "Trainspotting"/"Sunshine"/"Slumdog Millionaire"/"28 Days later" Boyle einen gänzlich anderen Weg.
Das vom britischen Comedy-Romantik-Drehbuch-Papst Richard Curtis (da sollte man tatsächlich mal seine "imdb"-Seite bemühen - so mancher dürfte sich über alle Maßen wundern, WAS die Film- und TV-Geschichte ihm über die letzten 36 Jahre so verdankt) entwickelte Geschichtchen entwickelt von seiner drolligen Ausgangsidee einfach einen unwidersehlichen Sog, wie lange nicht mehr im Mainstreamkino erlebt...

Jack Malik (Himesh Patel - in England durch jahrelange Beteiligung an dem dortigen TV-Endlosbandwurm "Eastenders" ein "Household"-Name) ist am Ende. Nach jahrelangem Rackern als Straßenmusikant und Auftritten egal wo (bei denen ihn manchmal nur seine drei besten Freundinnen und Freunde unterstützen) realisiert er, dass NIEMAND seine Musik hören will.
Just in dem Moment fällt weltweit der Strom für 12 Sekunden aus - und er wird von einem Bus "mitgenommen".
Als er anschließend im Krankenhaus erwacht, sind seine Gitarre und sein Fahrrad hin. Und er seine beiden oberen Schneidezähne los.
Entsprechend mutlos tritt er seinem Freundeskreis gegenüber - und spielt auf Zuruf auf der neuen Gitarre einen Klassiker: "Yesterday" von den Beatles.
Den aber niemand kennt. Oder kennen will. Und ihm ob seiner Songwriterqualitäten entsprechend Komplimente machen.
Anfänglich an einen blöden Witz glaubend, den seine Freunde ihm da spielen, muss Jack herausfinden, als er angenervt im www recherchiert, dass es die Beatles und ihre Songs wohl nie gegeben hat. Und ihre Songs auch nicht.
Und alle Platten/CD´s sich weltweit wohl auch in Luft aufgelöst zu haben scheinen.
Und er augenscheinlich der einzige ist, der sich an diese erinnern kann. Weshalb er aus der Not eine Tugend macht - und die Songs die er nun "schreibt" als seine ausgibt.
Binnen kurzer Zeit erreicht er eine Popularität im Ort, die ihm unheimlich wird.
Was aber ein laues Lüftchen ist, verglichen mit dem was folgt, als ein gewisser Ed Sheeran über das "neue musikalische Genie" stolpert - und er Jack als "Vorgruppe" für seine Tour bucht....
Während Jack - ganz nebenbei - realisiert, was sein weiblicher "best buddy" Ellie (Lily James) - die bislang als sein größter Fan und Manager die letzten Tiefs der 15 Jahre seit Gewinn eines Schülermusikwettbewerbes teilt, ihm wirklich bedeutet...
Manchmal kann Erfolg wirklich eine Bitch sein.

Ohne wenn und aber: dieser witzig-romantische Loveletter an die "Beatles" und ihr Schaffen hat das Zeug, DER Film des Sommers 2019 zu werden.
Und die designerten Blockbuster a la "König der Löwen", "Aladdin", "Pets 2", "Benjamin Blümchen" (ja, der kommt auch noch) oder "Spider-Man - Far from home" binnen der nächsten 6 Monate mit einem größeren Verfallsdatum auszuzeichnen, als derzeit erahnt.
An den hier könnte man sich - tatsächlich - in 5 Jahren von jetzt an eher erinnern, als an die aufgezählten Werke, die allesamt als "bigger than life" dem Konsumenten gereicht werden.
Hier drin durfte ich etwas hören, was ich lange Zeit nicht mehr gehört habe - das gemeinsame Lachen eines Publikums, das zwischen 8 bis 68 lag. Und das Phänomen "Szenenapplaus", das ich fast als ausgestorben erachtet hab. Und die jugendlichen Ed Sheeran-Fans hatten tatsächlich kein Problem damit, dass ihr musikalischer Held nicht ganz so sympathisch abschnitt, als vielleicht erwartet.
Mag vielleicht dem einen oder anderen ob seiner Kritik am Musikbusiness die hier drin gereicht wird, eine Spur zu platt erscheinen. Aber dabei könnte dann übersehen werden, dass der Film in erster Linie ein musikalisches Märchen ist.
Eines das zu tiefst glücklich machen kann.
Wenn man denn auch bereit ist, eine humoristische Sanftheit einem heutzutage vorherrschenden humoristischen Sarkasmus vorzuziehen.
Der hier drin in erster Line durch SNL-Star Kate McKinnon als geldgesteuerte "erwachsene" amerikanische Musikbusinessmanagerin verkörpert wird - die für mich einen der ganz wenigen akzeptablen Aspekte an den female "Ghostbusters" darstellte und jeden dort gewonnenen Kredit in "Bad Spies" mit Mila Kunis direkt wieder verspielte (da stellt sie wahrlich den gegenwärtigen Humor des Hier und Jetzt in jeder noch so unerträglichen Schattierung dar - eines meiner wenigen filmischen Hassobjekte des Jahrzehnts!). Hier drin ist sie mit ihrer Art genau richtig. Etwa so wie Rhys Ifans in Curtis "Notting Hill".
In seiner Gesamtheit - und als Vertreter seines Genres RomCom - eine 8 von 10.
Für mich - ähnlich wie der letztjährig von Warner grandios vorm Publikum versteckte "Crazy rich asians" und der für mich über nahezu alles erhabene "Mitten ins Herz - Music and lyrics" mit Hugh Grant und Drew Barrymore - einer DER Lieblinge schlechthin.
Bekommt deshalb in meiner persönlichen Werteskala eine 9 von 10 - mit der Möglichkeit über die kommenden Jahre (mit Hinblick auf die weitere Entwicklung des RomCom-Genres) vielleicht auf eine 10/10 hin zu reifen.
We shall see.

Und jetzt hoffe ich erst einmal auf ein langes gesundes Leben am Box Office - mit einer Mundpropaganda seitens der Besucher, die sich gewaschen hat!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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