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Alt 05.06.2019, 21:54
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Mister Link - Ein fellig verrücktes Abenteuer (2019)

...ja, da gibt es nix zu rütteln dran - die deutsche Titelschmiede dürfte "Missing Link" (wie er im Original kurz und bündig zweideutig heißt) einen Bärendienst erwiesen haben: zum einen wirkt der deutsche Titel auf jeden über zehn Jahren enorm abschreckend. Zum anderen ist der Film in seiner Gänze irgendwie nix für Kinder bis zehn Jahren - doch dazu gleich....

Die 1880er Jahre. Die Welt ist - noch - ein Abenteuerland. Mit unbekannten Stellen, die entdeckt werden wollen. Sir Lionel Frost (dt. Christoph Maria Herbst - OV: Hugh Jackman) ist von Legenden besessen. Soeben ist ihm das Ungeheuer von Loch Ness vor die Bildplatte gekommen - leider hat die Kamera letztlich die Begegnung mit den schottischen Urvieh nicht überlebt.
Und Worte allein genügen nicht als Beweis. Ganz besonders nicht dem exklusiven Club, dem Sir Frost seit Jahren beitreten möchte. Und dessen Vorsitzender Lord Piggot-Dunceby (OV: Stephen Fry) hat Sir Frost so gänzlich "gefressen".
Als Frost dem Club Kunde tut, das Geheimnis um den legendären Bigfoot/Sasquatch lüften zu wollen - und Piggot-Dunceby einen schießwütigen Schergen auf Frost ansetzt, auf dass dieser nicht zum Ziel komme (was wäre das für eine Schmach, wenn Frost Recht behielte, nicht auszudenken) - entwickelt sich ein Abenteuer, bei dem der ziemlich egomanische (und von sich selbst eingenommene) Frost mit einigen Erkenntnissen konfrontiert wird.
Angefangen mit dem Sasquatch (dt. Bastian Pastewka - OV: Zach Gallifinakis), der als intelligenter sanftmütiger Riese im Walde Kanadas haust, sich nichts sehnlicher wünscht, als mit seiner "Familie" (bzw. Verwandten von ihr) zusammengeführt zu werden; den Yetis, die bekanntlich im Himalaya residieren.
Auf der Reise nimmt das ungleiche Duo noch Kontakt zu Frosts ehemaliger Flamme Adelina Fortnight (dt: Collen Ulmen-Fernandes - OV: Zoe Saldana) auf - die über Frosts Erscheinen "not amused" ist; hat dieser ihrer Meinung nach ihrem (verstorbenen) Verlobten schweres Unrecht getan.
Doch auch sie schließt sich - letztendlich - dem Duo an.
Um - gemeinsam - im Himalaya eine fette Überraschung zu erleben.... auch für weise gehaltene Wesen, können ganz schön vernagelt sein...

Wie immer bei einem Stop-Animationswerk aus dem Hause LAIKA gilt: der Film ist der Star. Und wie immer gilt auch - in den seltensten Fällen ist der Film auf Gefallsucht seitens des Publikums aus.
Was ihn - in diesen unseren Zeiten der Franchise-Geiselhaft auf allen Gebieten der Familienunterhaltung - zu einem bestaunenswerten Gewächs macht.
Etwas, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt.
Und das ob seiner selbst gemocht wird - und nicht, weil entsprechende Testvorführungen und Checklisten für größtmögliche Akzeptanz seitens des Publikums als Grundlage der Produktion zu gelten hatten.
So wird hier nicht gesungen oder getanzt. Oder beides gleichzeitig.
Und familientauglicher Humor als doppelte Breitseite eingesetzt.
Der ist eher auf ein älteres Publikum aus. Eines, das sich im Kindesalter in Abenteuerverfilmungen nach Jules Verne verlieben konnte/durfte. Weshalb der Grundplot eine echte Verbeugung von "In 80 Tagen um die Welt darstellt".
Und die Schauwerte - wie schon bei "Laika"-Produktionen wie "Coraline", "ParaNorman", "Boxtrolls" und "Kubo - Der tapfere Samurai" - wunderschön geraten. Im Kleinen wie im Großen (meinereiner konnte sich an den Details nicht satt sehen; seien es die Fundstücke in Frosts Wohnung oder die Tättowierungen auf dem Arm eines Schankwirts oder die Fußabdrücke, die im Straßenschlamm hinterlassen werden).
Von der abschließenden Botschaft des Filmes, dass all das, was man sich wünscht, besser von einem selbst erfahren und umgesetzt werden sollte, anstatt sich auf entsprechende Weihen und Akzeptanz von anderen einzustellen und diese über Gebühr zu erwarten.
Leider gerät der Film über die gesamte Distanz dramaturgisch ein klein wenig zu unbeschwert.
Was - schiicht und einfach - daran liegen mag, dass LAIKAS Vorgänger "Kubo" einfach ein solch magischer Koloss an Leichtigkeit und Dramatik war und bleibt, dass direkte Nachfolger immer das Unglück haben, an ihnen gemessen zu werden.
Dass aber "Missing Link" am ersten Wochenende in Deutschland bei 331 Kopien im Einsatz besorgniserregende 13.500 Besucher einsammeln konnte, stimmt traurig.
Das gegenwärtige Familienpublikum scheint heute - nur noch - auf "Nummer Sicher" gehen zu wollen, wie "Aladdin" derzeit beweist.
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (05.06.2019 um 21:57 Uhr)
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