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Alt 17.05.2019, 10:54
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard John Wick 3 - Parabellum (2019)

The Hunt is on. Nach den Geschehnissen in Teil 2 ist nun John Wick in derselben Situation wie die Helden "Tommie" und "Mario" aus dem neunziger Jahre Schenkelklopfer "Voll normaal": er hat "Weltverbot".
Soweit der filmhistorische Exkurs.
Der Untertitel bezeichnet übrigens weniger eine Parabellumpistole (die auch zum Einsatz kommt) als den lateinischen Spruch "Si vis pacem, para bellum" - was soviel bedeutet wie "Wenn Du Frieden willst, mach dich für den Krieg bereit".
Wohlan.....

Als wir John Wick (Keanu Reeves) das letzte Mal gesehen haben, war ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt worden: 14 Millionen Dollar. Weil er in dem New Yorker Hotel "Continental" - das als Freizone der geheimen Unterwelt-"Killergesellschaft" akzeptiert, in dem Gewalttätigkeiten zu unterlassen sind und auch als Sicherheitszone anzusehen sind - einen Mord beging. Und somit gegen die Regeln verstieß.
Das Gefühl, nun (mit Hund) quasi gegen den Rest der Welt antreten zu müssen, hinterließ beim Betrachter ein WOW-Gefühl - wie würde der einstige Killer, der nicht mehr töten wollte mit dieser Situation umgehen?
Nun ja - in der ersten Hälfte bekommen wir einen (wirklich guten und entsprechend gestageten) Eindruck (über drei Kampfszenarien hin) bis die Dramaturgie des (na ja) Scripts es vorsieht, dass John Wick den Vorsitzenden der Killergewerkschaft (die als "The Table" benannt, irgendwie als mystisch verbrämte Variante von "Spectre" angesehen werden kann - nur halt weniger wirtschaftlich nach außen hin orientiert, sondern mit einem Touch von Geheimorganisation und verdammt stolz drauf...)
Dazu muss Wick nach Casablanca. Mittels der russischen Mafia unter Vorsitz von "The Director" (Hollywoodlegende Anjelica Huston als drakonische Ballettmeisterin, die damit ein kleines Nicken in Richtung des "Suspiria"-Remakes andeutet), von der er entsprechende Hilfe einfordert. Um im dortigen "Continental"-Ableger (wir erinnern uns: in Teil 2 ist die römische Dependance von Franco Nero geführt) von der über sein Erscheinen alles andere als erfreute Sofia (Halle Berry) zu dem "Second in Command" des "Tables" gebracht zu werden.
Da Sofia nach Jahren immer noch einen Rochus auf Wick schiebt, der "Second in Command" aber etwas bei dem Treffen tut, das Sofia noch viel mehr in Rage versetzt, entwickelt sich daraus ein Shootout, der noch epischer gerät, als die ausufernde Ballersequenz in Rom in Teil 2.
Während Wick danach förmlich in die Wüste geschickt wird um Kontakt zu dem Führer des "Tables" zu bekommen, entwickeln sich die Geschehnisse in New York für Winston (Ian McShane) - den Leiter des dortigen "Continental" - und den "Bowery King" (Laurence Fishburn) auch eher suboptimal: der weibliche "Adjunicator" vom "Table" beauftragt, gibt ihnen beiden wegen ihres Beistandes für Wick sieben Tage um von ihren "Posten" zurückzutreten.
Um ihre unumstößlich auszuführenden Auftrag auszuführen lässt sie sich von dem Ninja-Krieger Zero (Mark Dacascos mit Elan und viel Eigenironie der beste Aktivposten des ganzen Films) und seinen Mannen unterstützen.....

Nun ja. In der zweiten Hälfte gibt sich der Film alle Mühe in seinem Fights NOCH ausufernd epischer zu werden, als im Vorgänger.
Da werden Ermüdungserscheinungen allemal wach. Einfach, weil außer der Figur von Zero nur gesichtslose Schemen in (gefühlter) Hundertschaft auf Wick und seine Partner/innen losgelassen werden.
Just shoot´em up.
Was einfach dazu führt, dass man spätestens nach dem Casablanca-Geballer nur noch pappsatt im Kinosessl hängt. Visuelle Völlerei gepaart mit Maßlosigkeit. Und dass Halle Berrys Figur - sowie der gesamte Teil in dem sie auftritt - restlos rausgenommen werden könnte, ohne dass es tatsächlich auffallen würde, stimmt nochmal so traurig).
Dass Wick in diesem Teil zu gleichen Teilen Stehaufmännchen aus Jason "Freitag der 13." Vorhees, "Chev "Crank" Chelios" und der nimmermüden Dreschflegelpersona aus Steven Seagal mutiert, stimmt traurig.
Ernsthaft: bei seiner Spur der Verwüstung inklusive Leichenbergen steckt Wick einfach soviel ein und teilt aus, dass er in der zweiten Hälfte einfach endgültig zur überlebensgroßen Comicfigur wird.
Da ist es tatsächlich auch irgendwann egal, dass er als "nicht unverwundbar" gezeichnet wird.
Denn schlussendlich wird er - bis zum Schluss des Films - (versucht) dem Publikum als "Mensch" zu verkaufen.
Davon verabschiedet sich die Trilogie für meinen Geschmack in diesem Film endgültig.
Und stößt die Tür zu einem vierten Teil weit auf - der eine komplette Anschlußtrilogie durchaus möglich macht; ähnlich wie einst bei "Resident Evil" geschehen.
Leben für/mit dem Bandwurm könnte man somit für diese Franchise sagen/schreiben.
Dass meine enttäuschte Miesepetrigkeit aber mit Sicherheit von den Besucher-/Einspielzahlen komplett hinweggefegt werden wird, will ich kein Stück abstreiten.


Fazit: Für die erste Stunde gibt´s 8/10, für die zweite Hälfte (auch wegen Dacascos und dem immer verlässlichen Lance Reddick als Concierge Charon von "Continental" und einem Fighterduo kurz vor dem Finale) eine 4/10.
Was am Ende eine 6/10 bei mir ergibt.
Und eine ähnliche Enttäuschung, wie das einst Christopher Nolan bei mir mit "The dark knight rises" fertigbrachte.
Der original "Wick" steht bei mir auch heute noch bei einer 8/10; das Sequel (mit ein wenig Wohlwollen) bei einer 7/10. Da lässt sich ein Trend erkennen, oder?

Bei all den heutigen aufgeblähten filmischen Epos-Windeiern, wünschte ich mir mal wieder einen Actionfilm a la "The Losers". Der schlichtweg auf aufgemotzte Wichtigkeit verzichtet und einfach "nur" Spaß machen will.
Aber vielleicht bin ich diesbezüglich einfach - langsam aber sicher - zu einem Dinosaurier mutiert.... Kann auch sein.
__________________
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Geändert von scholley007 (17.05.2019 um 10:58 Uhr)
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Alt 26.05.2019, 19:49
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Dean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich seinDean Keaton kann stolz auf sich sein
Standard AW: John Wick 3 - Parabellum (2019)

Die action ist wie gewohnt grandios inszeniert ohne schnelle schnitte, was ja leider immer seltener wird. Das hat riesig spaß gemacht und ich finds immer toll, wenn man was neues über diese welt lernt mit all den regeln und Hierarchien. Auf der negativen seite muss ich leider auch sagen, dass der film zu lang ist und einige der kämpfe künstlich in die länge gezogen wurden. Die dialoge dazwischen dienten nur als aufhänger für neues töten, was mal wieder sehr kreativ ist am meisten haben mich die szenen mit halle berry gestört. Die waren komplett unnötig. Das war für die handlung vollkommen belanglos und hätte man weglassen können. Die kampfszenen in casablance wollte nicht mehr enden und da hinterlässt der film ein gschmäckle. Ich hoffe, dass bei Teil 4 wieder mehr story dabei ist, weil ich das immer als stärke der reihe angesehen habe.
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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Alt 15.07.2019, 00:22
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mati ist (noch) nicht aufgefallen
Standard AW: John Wick 3 - Parabellum (2019)

Ich fand auch den Anfang / alles vor Casablanca am besten. Da war die Action teilweise echt kreativ und mega unterhaltsam.

Später ist auch mir es irgendwann etwas zuviel, aber immerhin durchgehend solide. Find den 3. Teil daher etwas besser als den 2. Der erste bleibt aber mein Favorit.

Spoiler: Anzeigen
Insbesondere gegen Ende wird das Leben John Wicks für meinen Geschmack ein enig zu oft von Leuten verschont, die ihn umbringen könnten. Das wirkt ein wenig zu entmystifizierend.
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