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Alt 14.02.2019, 14:01
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard The Mermaid (2016) (OT: Mei ren yu)

Stephen Chow ist in China eine ganz große Nummer. In den 00er Jahren bekam man hierzulande mal einen Eindruck von seinem Schaffen mittels "Shaolin Soccer" (der für den deutschen Markt um gut 20 bis 30 Minuten gekürzt wurde) und "Kung Fu Hustle". In beiden Fällen kann man durchaus sagen: gewöhnungsbedürftig. Sprich: humoristisch nicht jedermanns Ding. Obwohl das in beiden Fällen bei mir klappte. Beide Streifen sind auf ihre ganz spezielle Art "herrlich irre". Mit dem Hang zum Blödsinn, dem nur wenige vermutlich zu folgen gewillt sind.
Danach folgte "CJ7 - Nicht von dieser Welt". Der bei uns "Direct-to-DVD" ging. Aus gutem Grund: da schuf Chow eine asiatische "E.T."-Variante - mit triefig-familienfreundlichen Hintergrund. Und einer dicken Schicht Zuckerguss, dass man schon bei Sichtung Diabetes bekam.
Sein letzter Film - 2016 in die Kinos gekommen und damals der erfolgreichste Film aller Zeiten auf dem chinesischen Markt mit einem Einspiel von mehr als 520 Millionen Dollar - erschien in Deutschland direkt auf DVD. Irgendwie wollte ich mir - auch nach "CJ7" - in diesem Fall mal nicht das Geld dafür gönnen. Netterweise hat mir ein Bekannter die Scheibe mal zur Verfügung gestellt...

Liu Xian (Chao Deng) ist einer der "Big Player" im alltäglichen Großmogulgeschäft Chinas. Die Frauen liegen ihm zu Füßen, die Mitbewerberschaft ist ob seiner Geschäftsideen des öfteren geplättet. Doch irgendwie fühlt er sich zwischen durch doch einsam da ganz oben an der Spitze (ein entsprechendes Lied diesbezüglich darf auch geschmettert werden).
Eine gerade erworbene Bucht - die eigentlich für die Öffentlichkeit durch den Tierschutz unzugänglich ist - wurde mittels illegal eingesetzter Sonarbojen delphinfrei. Und jetzt kann dort Wohnraum für jene entstehen, die sich diesen Luxus auch leisten können.
Die bildschöne und ebenso geschäftsumtriebige Li Ruolan (Yuqi Zhang) wird seine Partnerin (und hat noch mehr im Sinn).
Doch da erscheint ein etwas linkisch wirkendes junges Mädchen namens Shan (Yun Lin) auf der Bildfläche. Und schafft es - trotz anfänglicher Katastrophen - Xian für sich einzunehmen.
Was Methode hat: ist sie doch im Auftag ihres Volkes unterwegs um Xian zu töten. Auch wenn das Land wahrlich nicht ihr wirkliches Element ist..... findet sie an ihrem Zielobjekt allmählich gefallen und vice versa. Dass sie dem Volk der Meermenschen angehörig, somit eine Meerjungfrau ist, verschweigt sie. Ein Umstand, der allerdings nicht von Dauer ist....

Die erste Stunde dieser - umweltpolitisch gefärbten Unterhaltungsaufklärungsstunde - ist humoristisch tiefstes Asien. Erklärte Anhänger filmischer Sternstunden der alten "Mad Mission"-Serie (oder eben der ersten drei Chow-Filme) sollten da beglückt sein. Gerade im Versuch einen Spagat mit einer (funktionierende) Liebesgeschichte auf diese Weise zu reichen, sollte der Film außerhalb der hiesigen übersichtlichen Zielgruppe kaum Punkte machen können. Die bemühte humoristische Albernheit ist mehr als einmal ein Stolperstein hin zum Fremdschämen.
Und hebelt hier und da auch die Dramaturgie gefährlich aus.
Erst in der letzten halben Stunde wirds überraschend düster. Und brutal - als ein Kommando unter Führung von Li Ruolan das Refugium der Meermenschen "besucht". Die 16er Fassung kommt dort echt nicht von ungefähr.
Und könnte selbst erklärte Sushifans entsetzen.

Fazit: ein Film, wie er wohl nur in seinem Ursprungsland entsprechend umarmt und gefeiert werden kann. Wer sich einem solchen Erlebnis nicht verschließen will, sollte mal einen Blick riskieren - die SFX sind teilweise wirklich toll, das 3-D ist ebenfalls (bis auf wenige Momente) erstaunlich gut geraten.
Dennoch dürfte sich der Bekanntheitsgrad dieses chinesischen Blockbusters auch in der Zukunft auf überschaubare Zahlen an Interessierten beschränken.....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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