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Alt 29.11.2018, 13:10
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard The House, that Jack built (2018)

Irgendwie ist mir Lars von Trier all die Jahre konsequent durch die Lappen gegangen. Das Regie-Enfant-Terrible, das sich nach anfänglichem Lauf über mehr als ein Jahrzehnt der Zuneigung der Kritikerschaft (inklusive Preisauszeichnungen und Nominierungen en masse) sicher sein konnte, hatte vor wenigen Jahren mit einem Auftritt in Cannes für Wirbel gesorgt, als einige seiner Aussagen (die von ihm als Witz gemeint waren - aber auf grundsätzlich falsch verstanden wurden), seinen Status enorm beschädigten. "The House, that Jack built" kann - wenn man denn mag - auch als Abrechnung mit den eigenen Geistern angesehen werden, die den phobiengeplagten von Trier so peinigen....

Jack (Matt Dillon in etwas, das man durchaus als Karrierehöhepunkt bezeichnen kann) ist Architekt. Und Perfektionist.
Als er sein eigenes Häusle plant, ist ihm nichts gut genug. Während die Jahre vergehen, reißt er die nie über eine Grundstruktur herauskommenden Gebäude ein ums andere Mal ein um von neuem zu beginnen.
Wie gut, dass er - um diese Art der Dekonstruktion irgendwie zu kompensieren - kurz nach Beginn des ersten Hauses ein zweites Steckenpferd gefunden hat: das Serienmördertum.
Ausgelöst durch eine Dame, die er aufgrund einer Panne ihres Wagens zu einer Werkstatt mitnahm - und die seine (auf Grund sozialem Miteinanders widerwillig ausgeführte) Hilfe ein ums andere Mal grotesk verlachte.
Uma Thurman liefert in dieser Rolle ein kleines Kabinettstückchen eines Menschen, dem man nur allzu gern den Tod wünscht.
Ausgehend von diesem Erlebnis, erwacht in Jack ein Trieb, der über die Jahre immer mörderischer wird. Einfach, weil es ihm so verdammt einfach gemacht wird.
Die Stimme in seinem Kopf, die sich am Ende manifestiert (in Form von Bruno Ganz), lässt ihn ein ums andere Mal Zwiesprache mit sich halten.
Doch was will ein Serienmörder schon großartig gegen seine "Bestimmung" tun, der auf eine Gesellschaft trifft, die noch ängstlicher, wegschauender, gieriger, dümmer und arroganter erscheint als er selbst?
Nur um im entscheidenden Moment dann ins große Wimmern und Klagen zu verfallen....
Das Haus, das Jack letzten Endes baut, wird für immer im Gedächtnis bleiben....

Angefettet mit der besagten Zwiesprache, einer immer kälter werdenden Haltung von Jack zu seinen (meist ebenso empathielosen) Mitmenschen und Querverweise auf intellektuelle tiefsinnige, in der Geschichte der Menschheit begründete Beispiele, (die mir in den vier Wochen seit der Sichtung auf dem Cologne Filmfestival ein Stück weit aus dem Gedächtnis gerutscht sind, weshalb ich den auf jeden Fall sehr sehr gerne wieder schauen möchte), zementiert Jack seine "Sicht der Dinge". Um sein Handeln zu rechtfertigen. Denn natürlich dämmert es ihm schon, dass das nicht gesund ist, was er tut.
Aber wenn man den Leuten die Wahrheit ins Gesicht schreit und diese sich lieber wegdrehen, was will man machen?
Seit Jake Gyllenhaals "Nightcrawler" hat einem eine Filmfigur nicht mehr so dermaßen ob seiner moralischen Verderbtheit Sympathiewerte abringen können - so brutal sich das anhört.
Bzw. hier liest.
Inszenatorisch, inhaltlich, darstellerisch und musikalisch ein herrlich fieses filmisches Brett.
Und in manchen Momenten so unvermittelt porentiefschwarz lustig, dass einem das Lachen wirklich im Halse stecken bleibt.
Moralisch verwerflich? Allemal.
Aber ab und an braucht man mal eine filmische "Roßkur" - auch für einen gesunden Denkanstoß.
In Erinnerung an die Kindergottesdienste meines Lebens, hier der Auftakt zu einem der Lieder, die damals dazu gehörten:
"Komm, bau ein Haus, das uns beschützt.
Pflanz einen Baum, der Schatten wirft.
Und beschreibe, den Himmel der uns blüht. Und beschreibe den Himmel, der uns blüht!"
Der Film ist der äußerst gelungene Zerrspiegel eben dieser Zeilen.
Und die Zweieinhalb Stunden davon gingen rum wie nix.
Abgerundet von einer Schlussszene, die in einen Abspann übergeht, der von einem alten Pop-Rock-Classic begleitet wird, der für mich DER gelungendste Witz des Jahres in einem Film 2018 ist.
Was das über mich aussagt?
Findet es doch selbst heraus!
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Alt 29.11.2018, 13:58
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Standard AW: The House, that Jack built (2018)

Den hätte ich gerne im kino gesehen aber der läuft hier nirgends und dann nur zu merkwürdigen zeiten. Aber damit habe ich gerechnet, dennoch hatte ich ein wenig hoffnung
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Wenn man nie jemanden ins Vertrauen zieht, kann man schwerlich verraten werden. Kobayashi
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