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Alt 12.09.2018, 21:34
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard The Nun (2018)

Das "Conjuring"-Universum erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit. Weshalb binnen kurzem auch ertragreiche "Spin offs" entwickelt wurden.
Da mich der Ursprung nach dem (für meinen Geschmack zu wichtigtuerischen und auf nervige Überlänge aufgeblasenen) zweiten Teil verloren hatte, gab ich der im dortigen Prolog auftretenden Nonne (die enorm viel von Marilyn Manson hat) jetzt mal ne Chance - auch weil mich die beiden "Annabelle"-Werke (sorry - da bleib ich einfach bei "Chucky, die Mörderpuppe") nicht reizen konnten.

1952 ereilt den Vatikan die Nachricht, dass die Schwester eines rumänischen Ordens Selbstmord beging.
Der für derartige Untersuchungen (und daraus mögliche resultierende Exorzismen) zuständige Vater Burke (der nach langjähriger Karriere in Mexico sich über die letzten Jahre durch Beteiligung an "Machete kills", "The Hateful Eight" und "Alien Covenant" in Hollywood langsam nach vorn in die Besetzungslisten spielende Demian Bichir) holt sich Unterstützung von der Novizin Irene (Taissa Farmiga - die jüngere Schwester von Vera Farmiga - der Darstellerin von "Lorraine Warren" aus dem "Conjuring"-Universe).
Als sie in Rumänien eintreffen und von dem jungen Tunichtgut Frenchie alias Maurice (Jonas Bloquet - der in der letzten halben Stunde vom Outfit her doch Brendan Frasers "Rick O´Connell" aus "Die Mumie" prächtig ähnelt) zum Ort des Geschehens geleitet werden, ist der Empfang durch die Mutter Oberin alles andere als herzlich.
Und der geneigte Genrefan wird durch die (in gefühlter Hundertschaft gereichten) dunklen Vorzeichen schon ab Minute 5 dermaßen in Stoik versetzt, dass nur die Figuren im Film (und das obligatorische halbe Dutzend Schreckschrauben männlicher und weiblicher Prägung im Publikum, die bei jedem Türknarren schon Zustände bekommen) noch für Leben in diesem Malen nach Zahlen-Werk sorgen...

...denn der Streifen entpuppt sich als optischer Streifzug durch rund 50 Jahre Genrebeiträge. Da wabern mal Farben in einer Szenerie, dass Argento nicht weit erscheint. Die Einknastung einer Figur - die einer spookigen Gestalt nächtens auf den Friedhof (allein versteht sich) folgen muss - in einem Sarg hat enorm was irgendwo zwischen Bill Pullmanns Trauma in "Die Schlange im Regenbogen" und dem der Hauptfigur aus Fulcis "Ein Zombie hing am Glockenseil", der Convent ist - selbstverständlich - über dem Tor zur Hölle verortet und um dies wieder zu verschließen, ist eine Reliquie von Nöten, dem Talisman von William Sadlers Charakter aus "Ritter der Dämonen - Demon Knight" nicht unähnlich.
Darüber hinaus lassen sich auch noch Storybausteine aus dem fluchbeladenen "Exorzist - Der Anfang" blicken (der von Paul Schrader inszeniert, nach Unwollen des Studios - ähnlich wie in diesem Jahr bei "Star Wars: Solo" durchexerziert - zum großen Teil von Renny Harlin neugedreht werden durfte. Die DVD, die beide Versionen beinhaltet empfehle ich auch heute noch als richtungsweisendes Anschauungsmaterial, was man mit einer Vision eines Regisseurs auf der Suche nach der bestmöglichen Publikumsakzeptanz zu umwurschteln kann).

Fazit: wer den bestmöglichen Zitatenzug quer durch das Genre bevorzugt, wird mit diesem (dramaturgisch vollkommen aus dem Ruder laufenden und mit seiner Optik fabelhaft kaschierenden) Uninspriertwerk wahrlich seine Freude haben dürfen.
Zumal der Film darüber hinaus - im Rahmen der immer populärer werdenden christlichen filmischen Erweckungsveranstaltungen, die von Hollywood über den Teich kommen - unter dem Deckmantel "Conjuring" ein glorioses "Vater Unser!" in repetativer Form auf das Gemüt des Zuschauers prasseln lässt, dass man am Ende statt des Popcorns die Hostie empfangen möchte.
Allen anderen empfehle ich die Begegnung mit den oben aufgezählten Originalen.
Und wenn mich nicht alles täuscht, werden ein paar besessene Nonnen in einem engen Gang Richtung Finale ähnlich inszeniert, wie einst "die reitenden Leichen". Nur ohne Hottemaxe. Die hätten nun nicht wirklich aufs Set gepasst....
__________________
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Geändert von scholley007 (12.09.2018 um 21:38 Uhr)
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Alt 16.09.2018, 03:17
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Standard AW: The Nun (2018)

Fand den gar nicht mal schlecht, was vor allem am set lag. Das kloster passt einfach zu so einem film, was ne menge pluspunkte bringt. Ansonsten ist der wie die beiden Conjuring filme, die ja auch ganz gut waren. Zum glück waren die nicht wie die Annabelle filme, die waren mies. Es wurde sich auch mit dem jump scare etwas zurückgehalten, was auch pluspunkte gibt. The Nun bietet nix neues aber das alte bringt er ganz gut rüber. Kein überflieger aber auch kein reinfall.
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