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Alt 09.08.2018, 11:38
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Meg (2018) (The Meg)

Ahhh... Fisch. Nie ein großer Fan von gewesen. Also von dem, was da so gebraten, gesotten, gedünstet (Lachs - IGITTIGITT) oder gekocht auf dem Teller landen kann. Und von Sushi erst recht nicht.
Aber Haie - damit bekam man mich immer.
Also filmisch. Und in Dokus.
Seit Steven Spielbergs legendärem maritimen Blockbuster sind nun Jahrzehnte vergangen.
Und weiterhin thront die Finne von "Bruce" über allem, was sich Hollywood seither erlaubte, den (durchaus hungrigen) Monsterfans zu servieren.
Auch die Verfilmung von "MEG"(alodon) - eines Bestsellers aus dem Jahr 1997- ist nicht dafür gemacht, "Bruce" zu beerben.
Gut, das wollte dieser Wälzer wohl auch nie - dafür ist er letztendlich auch einfach zu schlecht geschrieben (für mich formulierungstechnisch vergleichbar mit der Prosa von Stefan Wolf, Autor der legendären Jugendbuchreihe "Ein Fall für TKKG").
Aber einige Einfälle in der Story hätten visuell umgesetzt durchaus funktioniert.
Funktionieren können.
Denn - so dunkel meine Erinnerung an den Wälzer ist: nahezu kaum etwas davon ist letztendlich im Film gelandet.
Was - ausgehend vom Trailer (der, in dem der alte Crooner-Song "Beyond the sea" so schön eingesetzt ist) - fast schon egal war.
Evozierte der Trailer doch, dass die Produzenten begriffen hatten, was für einen unterhaltsamen Quatsch sie da anrichten.
Klarer Fall von Denkste....

Als Jonas Taylor (Jason Statham - darf hier seine alte Profession als Schwimmer ausleben) bei einer Rettungsmission falsch reagiert und zwei Leute seiner Gruppe sterben, wird er unehrenhaft entlassen. Und treibt sich von Stund an in Thailand rum.
Auch um jene Gefahr, die ihn, seine Crew und die zu Rettenden bedrohte zu vergessen.
Ließ sich diese Naturgewalt doch nicht erkennen.
Doch nach seinem - mit Bierchen in Schach gehaltenem - Trauma fragt keiner mehr, als bei einer Erkundungsmission ein Tiefentauchboot bei einer Mission auf dem Grund des tiefsten Grabens des Pazifik zu liegen kommt.
Also U-Boot gestartet und ab dafür. Denn schließlich sitzt seine Ex-Frau mit da drin und in der Patsche.
Patentiert in seiner Rolle als zähneaufeinanderbeißender Knurrhahn, darf Taylor dort unten dann Bekanntschaft mit dem als ausgestorben geltenden Urhai Megalodon schließen.
Und der große Bursche strebt anschließend aus seinen alten Weidegründen nach oben.
Als ob die Menschheit nicht schon mit eigens kreierten Dinos im Kinosaal nebenan ihre liebe Not hätte....

Nun ja. Ich hatte Quatsch erwartet. Big Budget-Quatsch.
Leider geht dem Film selbst ein Quentchen Dramatik vollkommen ab.
Damit eine so gigantische Bedrohung funktioniert, sollte ein Jota "Ungut"-Gefühl beim Zuschauer landen dürfen.
Etwa so, wie das Renny Harlin einst bei "Deep Blue Sea" oder zuletzt bei "The Shallows" gelang.
Beides keine qualitativen Ausreißer nach oben hin, aber sich der Grundpämisse, dass eine wildgewordene tierische Fressmaschine auch beim Zuschauer ein klitzekleines Schaudern hervorrufen sollte, durchaus bewusst.
In diesem - mit starrem Blick auf die konsequente Jugendfreigabe produzierten - Film, schert man sich nicht um eben dieses.
Wie schön Bedrohung wie auch Humor funktionieren können, haben Monster-Tier-Horror-Streifen a la "Lake Placid", "Frankenfish", "Octalus" durchaus bewiesen.
Hier nun, bemüht man konsequent die Dramaturgie der "Fast and Furious"-Saga.
D.h. - nach jedem spektakulären (oder besser: spektakulär gemeinten) Showcase, trifft sich die Gang um Jason Statham um vermeintlich cool und lässig zu schnacken, während man denn überlegt, wie weiter zu verfahren ist.
Und die Gefahr - mal um mal - zerredet wird, bis auch dem letzten Zuschauer klar ist, dass der Meg nur dann auftaucht, wenn der Film Gefahr läuft im Dünnsinn seiner Dialoge zu ertrinken.
Und selbst die im Trailer so sensationell wirkende Attacke auf den Touristenstrand mit Hunderten von Opfern als attraktives Buffet so konsequent uninspiriert (wie auch blutleer) gereicht wird, frei nach dem Motto: "Haben wir das auch noch drin!"
Und das dicke asiatische Kind - dessen Eis am Stiel auch nach 15 Minuten nicht angeschleckt geschweige denn angeschmolzen erscheint - auch nicht als Happen enden darf.
Das ist die heutige Crux: Tiere und Kinder sind so dermaßen "no go"-Area als Opfer, dass man schon aufstöhnt, wenn das Script diese als nervig wie sonst was zeichnet und ihnen dennoch nix passieren darf.
Dasselbe gilt für die Rolle des Quoten-Farbigen aus Stathams Truppe - Page Kenndy (Rapper und Teilzeitschauspieler) als "DJ" (WHAT A NAME!) stellt für mich so ziemlich die unerfreulichste Nervnummer in einem Blockbusterfilm dar, seitdem Chris Tucker das letzte Drittel von "Das 5. Element" zuschwallen durfte.
Ruby Rose - die für diese Art Film wie den hier mittlerweile auch ein Abo in den Besetzungsbüros hat, hätte den Film ohne ihre Anwesenheit auch nur verbessern können (weil dann 5 Minuten kürzer).
Einzig "Heros"-/"Hawaii 5.0"-Star Masi Oka darf in seinem anfänglichen Kurzauftritt Steven Seagal Referenz erweisen
Spoiler: Anzeigen
(und genau denselben spektakulär-heroischen Abgang hinlegen, wie dieser in "Einsame Entscheidung" - wenn auch diesmal nicht über den Wolken sondern unter dem Meer)
.
Dass der Hai - ähnlich wie seine Intelligenztruppe aus "Deep Blue Sea" - auch in seiner Größe variabel erscheint, fällt da kaum mehr ins Gewicht (die herrlich bekloppte letzte Einstellung aus dem Trailer als der Meg aus der Tiefe kommend das Maul aufreißt um sich das Schiff an der Oberfläche einzuverleiben, ist übrigens NICHT im Film vorhanden. Hätte der Meg wirklich diese Größe, wäre der Film nun wirklich binnen 2 Minuten vorbei).
Dass dem Film es überdies nicht einmal gelingt, dem Star seines Films eine ähnlich bedrohliche Dimension zu schenken, wie dies bei dem Hai in "The Shallows" gelang, ist echt übel.

Es bleibt letztendlich - hier und da - eine Spur Hohngelächter. Ob der Erkenntnis, dass einen die Macher wohl über Gebühr für dumm verkaufen wollen.
Letztendlich nur was für Worshipper der "Sharknado"-Saga. Gefühlt ähnlich lusch(t)ig wie die Spoofs von den "Date Movie"/"Spartaner"-Machern.
Nur ungewollter.
Da empfehle ich doch frei von der Leber weg zehnmal lieber den - sowohl humoristisch wie auch ansatzweise spannungstechnisch - weitaus besser funktionierenden alten "BAIT - Haie im Supermarkt" (immer noch einer der schönsten deutschen Zusatztitel der letzten 20 Jahre).

Dass Eli Roth hiermit verbandelt war - bevor er gefeuert wurde - darf ihm zur Ehre gereichen. Der hatte wenigstens noch vor, hier einen Film ohne Jugendfreigabe abzuliefern.
Das Potential einen Nachfolger für Ajas "Piranhas"-Remake zu schaffen wäre allemal da gewesen.
Dass Regisseur Jon Turteltaub (Cool Runnings/Duell der Magier/Das Geheimnis der Tempelritter) einfach kein eigenes Profil einbringt, weil er sich der Weisungen der auf Jungendkompatibiltät drängenden Produzenten ergab, stimmt da schon wirklich traurig.
Ich kann den guten Gewissens all jenen empfehlen, für die in diesem Sommer "Skyscraper" das Maß aller Dinge war.....
(und bei dem Vergleich schüttelt´s mich doch ziemlich)
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (09.08.2018 um 11:42 Uhr)
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Alt 09.08.2018, 22:50
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Standard AW: Meg (2018) (The Meg)

Ich geh nächsten dienstag rein (kinotag für 5€). Ich muss sagen, ich freu mich drauf. Ein sehr großer Hai... woohoo. Der muss im kino sein, so wie damals Deep Blue Sea. Ich erwarte einen riesenblödsinn aber 5€ sind ja nicht die welt. Jetzt will ich ein remake vom Killer Aligator
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Alt 19.08.2018, 22:44
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Standard AW: Meg (2018) (The Meg)

Der Film bietet genau das, was ich erwartet habe. Flache Story, dumme Dialoge, mittelmäßige Darsteller und einen riesigen Hai. Mit anderen Worten... gute, platte Unterhaltung bei der man nicht denken muss. Man sieht den Hai oft genug, die Konfrontation mit ihm ist ganz gut gemacht genau wie die Action. Jason Statham ist wie immer der Superman, was aber erst zum Ende etwas nervig wird. Größter Kritikpunkt ist die FSK ab 12. Ich hab am Wochenende Deep Blue Sea und Der Weiße Hai geschaut wo Leute gefressen werden und Blut fließt, wie man es bei Hai Filmen erwartet. Das gibts hier kaum bis gar nicht. Kaum jemand wird gefressen und wenn doch, gibt es kein Blut. Da wurde zu viel Wert auf ein breites Kinopublikum gelegt, was den ein oder anderen Hai-Film Fan enttäuschen wird. Ansonsten ist er okay, wenn man mit so einer flachen Unterhaltung klar kommt.
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