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Alt 14.06.2018, 16:48
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Tully (2018)

Regisseur Jason Reitman und Autorin Diablo Cody zum Dritten: nach "Juno" und "Young Adult" kann "Tully" quasi als Abschluss einer Trilogie über "the states of womanhood in the present" angesehen werden.
Und wie bei den beiden Vorläufern schwingt eine gehörige Portion Selbstreflexion als auch eine leichte Bitterkeit mit.
Nicht gerade die Grundvoraussetzung für einen "leichten" Kinoabend....
...aber nichts läge dem Team Reitman/Cody - das hier ihre Mitstreiterin Charlize Theron nach ihrem erfolgreichen Einsatz in "Young Adult" wieder mit ins Boot holen konnte - ferner....

Marlo (Charlize Theron mal wieder in "herzlich uneitel"-Modus unterwegs) ist kurz vor der Niederkunft mit dem dritten Kind. Schon die beiden älteren Kinder - besonders der mit Hang zum Autisten gebeutelte Sohn Jonah (Acer Milles Fallica) löchert ihr ohnehin zum zerreißen gestrafftes Nervenkostüm ein ums andere Mal - haben sie ihn ihrem Bestreben eine gute Mutter zu sein fast an die Schmerzgrenze gebracht.
Ihr Ehemann Drew (Ron Livingston) ist eine Koryphäe in seinem IT-Job - und so ein- wie angespannt, dass ihm die Stellung des kurz vor "Tilt"-Schalters seiner Gattin zwangsläufig entgehen muss.
Ein Leben wie so viele inmitten der psychologisch sich selbst am besten unter Druck setzenden Eltern der Gegenwart.
Eingepfercht zwischen den Normen der Gesellschaft gerät jeder Tag zum Drahtseilakt.
Bis Marlo von ihrem Bruder Craig (Mark "Safety not guaranteed" Duplass) (dem ein ähnliches Leben mit seiner Frau problemlos zu gelingen scheint, was Marlo noch mehr nervlich ansägt) ein Geschenk gemacht bekommt:
eine "Nachtnanny", die ihr nach der Niederkunft in der ersten Zeit beistehen soll.
Selbstverständlich verweigert Marlo die Annahme dieser Offerte - das wäre gleichzusetzen mit der Kapitulation und dem Eingeständnis "keine gute Mutter" zu sein.
Doch sind ihrem Organismus und ihren Nerven Grenzen gesetzt.
Und so wirbelt der quirlige weibliche Freigeist Tully (Mackenzie "Blade Runner 2049" Davis) das Leben Marlos schon in deren erster Einsatznacht positiv durcheinander.
Ein Umstand, der auch Drew zugute kommt.
Ebenso wie den Kindern.
Und vor allem Marlo, die nie eine bessere Freundin hatte, als diese....
...bis Tully sich verabschiedet....

Und dieser Turning Point
Spoiler: Anzeigen
wird das Publikum spalten, wie selten zuvor.
Weil ein Großteil der Meinung sein wird, dass sich die Handlung mittels dieses Moves "selbst aus dem Sumpf zieht".

Was bei einem jüngeren Publikum, das eben diese elterliche Situation wenig bis gar nicht kennt, mit Sicherheit zutrifft.
Dafür offene Türen einrennt, die bei Vertreter/innen jener Zielgruppe (die ich ab Mitte 20 aufwärts sehen würde) vorhanden sind.
So schmerzlich wie verständlich erscheint einem diese Erfahrung - von Charlize Theron absolut preiswürdig (weil vollkommen realitätsnah serviert) gegeben. Mackenzie Davis ist die perfekte "Counterbalance" dazu.
Einspieltechnisch nahezu baden gegangen - bislang wurden weltweit gerademal über 12 Mio Dollar erwirtschaftet (und die ausstehenden Märkte scheinen kaum mehr großartig profitabel) - dürfte der auch hierzulande in wenigstens zwei Herzschlägen von allen Leinwänden verschwunden sein.
Aber wer will es einem (weiblichen) Publikum verdenken, dass auf der Flucht vor sich selbst lieber "Rolemodels" a la "50 Shades" oder "High Society" (aus deutschen Landen) wählt. Und weiterhin wählen wird.
Meine Oscarnominierung hätte Charlize hierfür sicher (der mit anwesende rolo kam zu derselben Conclusio).

Und selten war die Coverversion des alten James Bond-Themas
Spoiler: Anzeigen
"You only live twice"
so passend wie hier!
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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