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Alt 13.06.2018, 09:44
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Goodbye Christopher Robin (2017)

Mit den besten Absichten..... kann man eine Familie auch "vor die Wand" fahren. In Simon "My week with Marilyn" Curtis filmischer Aufarbeitung der Hintergrundgeschichte um den Erfolg von "Winnie the Pooh" kann selbiges erlebt werden...

Alan Milne (Domhnall Gleeson) ist ein gefeierter Theaterautor im Londoner Westend. Vor allem aber ist er nun - Überlebender des 1. Weltkriegs. Und ein nervliches Wrack.
Und seine Ehefrau Daphne (Margot Robbie) - die sich durch ihn immer eines Teiles seiner gesellschaftlichen Strahlkraft sicher sein konnte - in Lauerstellung. Auf dass Alan sich wieder seines Talentes besinne und unterhaltsame Prosa schaffen möge.
Doch ist einzig und allen der Wunsch ein Werk gegen den Krieg zu schaffen, das alle Kriege auf einen Schlag zu beenden vermag, das "Magnus Opus", das dem Autor vorschwebt.
Heute wie damals gilt: ein Werk braucht die richtige Zeit, um "einzuschlagen".
Und es ist definitiv nicht diese Zeit. Auch weil die Gesellschaft alles tut, um sich an die finsteren Jahre nicht erinnern zu müssen.
Das gemeinsame Kind von Alan und Daphne - der achtjährige Christopher Robin, privat "Little Moon" gerufen - leidet unter der Kluft, die die Beziehung seiner Eltern heimsucht.
Und fixiert sich voll und ganz auf sein Kindermädchen Olive (Kelly McDonald) - die alle Hände voll zu tun hat, die währende Lieblosigkeit der Eltern (die um sich selbst kreisen - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen) vor dem Kind herunterzuspielen.
Doch auch Olive hat so etwas wie ein Privatleben: ihre kranke Mutter.
Als Daphne ob der Inspirationslosigkeit ihres Mannes (der ob der ruhigen ländlichen Umgebung gerade beginnt wieder zu gesunden) "Landflucht" hin London begeht und Olive wegen ihrer Mutter ebenfalls einige Tage "frei" nehmen muss, entsteht eine "Männerwirtschaft" bestehend aus Alan und "Moon".
In eben dieser Zeit kommen sich die bislang entfremdeten Menschen namens Vater und Sohn zum ersten Mal gewaltig näher.
Und Alan beginnt für "Moon" Geschichten zu erfinden - ausgehend von dem wunderschönen Waldgebiet und den Tieren die hier leben (basierend auf den Spielzeugen seines Sohnes).
Und seinen Sohn in eben jene Geschichten um einen kleinen einfältigen Bären, der im "Hundert-Morgen-Wald" lebt, mit einzubeziehen.
Ausgehend von einem Gedicht, das Alan darüber hinaus Daphne zukommen lässt - und das diese an eine bekannte Zeitschrift weiterleitet - stellt sich ein unerwarteter Erfolg ein.
Der mit den Geschichten um einen kleinen Bären in Sphären geführt wird, die beispiellos in der krisengeschüttelten britischen (und auch internationalen) Nachkriegszeit sind.
Und das Publikum LIEBT Christopher Robin.
Was "Moons" Eltern dazu bringt, dem Publikum das zu geben, nachdem es verlangt: einen Star zum anfassen!
Ein Umstand, nach dem es den schüchternen kleinen Mann alles andere als verlangt.
Und der in seiner Gänze nur von Olive wahrgenommen wird.
Was Daphne`s Mißmut nach sich zieht...
...und eine Entwicklung über die kommenden Jahre, die schlichtweg herzzerreißend gerät.....

Funktioniert sowohl als historisches Zeitdokument in Sachen "Marketingarbeit" als auch als Charakterdrama bezüglich einer "ganz normalen Familie".
Und das Licht auf dem Land erscheint wahrlich wie aus einer anderen (besseren) Welt.
Das erwachsene Hauptdarstellertrio liefert durch die Bank weg einnehmende Leistungen ab - besonders Margot Robbie darf (so kurz nach "I, Tonya") wieder durch charakterliche Ambivalenz glänzen.
Sie ist - offensichtlich - das als behütete Prinzesschen aufgezogene "It-Girl" der Londoner Szene auf ihrem Weg hin zu einem "menschlichen" Wesen (und selbiges ist durchaus vorhanden) ein (streckenweise) egomanisches beloved "Monster". Und somit ein Kind unserer Gegenwart.
Was - mit Sicherheit - sehr viele ausblenden (können).
Die Schwierigkeit einem kulleräugigen Wuschelkopf Sympathie entgegen zu bringen, lastet auf den Schultern des Kinderdarstellers von Christopher Robin - was von Will Tilson in seinem Spagat zwischen dem "Liebling von Allen" (was nie sein Begehr ist) und dem "Liebling von denen die er wirklich liebt" (sein Vater und sein Kindermädchen -und, na gut - seiner Mutter) über die Laufzeit immer intensiver gereicht wird. Und von Alex Lawther - der "Moon" im Alter von 18 Jahren gibt - über die Ziellinie geführt werden darf.
Der Film erlaubt sich offen und ehrlich - ähnlich wie zu Jahresbeginn "The greatest Showman" - die emotionale Herzkarte voll auszuspielen.
Was dem einen oder anderen vielleicht eine Spur zuviel "Gefühlssoße" erscheinen könnte.
Das sind diejenigen, die Regisseur Curtis "My Week with Marilyn" vermutlich heiß und fettig lieben (ich "mag" ihn "nur").
Somit also dieser Hinweis, vor der Sichtung dieses wunderschönen Werkes - das vom Verleih so klein und unscheinbar in den Markt geramscht worden ist, dass es bislang kaum bis gar nicht aufgefallen ist.
Ein Umstand, der "Moon" irgendwo gefallen würde. Und einem kleinen Bären, der einfach nur so im "Hundert-Morgen-Wald" vor sich hinlebt erst recht....
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (13.06.2018 um 09:48 Uhr)
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