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Alt 01.06.2018, 12:32
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Wo die wilden Menschen jagen (2016) (Hunt for the Wilderpeople)

Der deutsche Titel lässt eine Verwechslung mit der Adaption des Kinderbuchklassikers "Wo die wilden Kerle wohnen" durchaus zu. Vom Ton her, sind da durchaus Ähnlichkeiten auszumachen - doch finden sich in dieser Verfilmung eines neuseeländischen Jugendbuches doch ein wesentlich mehr Parallelen zu Pixars "Oben"....


Ricky (Julian Dennison - derzeit als "Zögling" von "Deadpool" zu erleben) ist 12 und ein Problemfall. Der ohne Eltern großgewordene Möchtegern-Rebell ist es gewohnt, von Pflegefamilie zu Pflegefamilie abgeschoben zu werden. Und hat sich zu einem Musterbeispiel an "Westentaschenrebellion" im "Yo, Man"-Outfit mit entsprechener Attitude entwickelt. Seine neue Pflegefamilie nun wohnt so erschreckend weit draußen auf dem Land, dass Insekten und Wildschweine den Großteil der Nachbarschaft ausmachen. Handyempfang? Vergiss es, Bro.
Die neue "Ma" - Bella (Rima Te Wiata - herrlich hemdsärmeliger Wonneproppen mit unwiderstehlich scheußlichen Häkelpullis!) - ist ein Ausbund an Freundlichkeit und Fürsorge. Ihr Ehemann Hec (Sam "Jurassic Park" Neill) ist der große griesgrämige Schweiger.
Der (erwartungsgemäße) Fluchtversuch nach dem ersten Tag dieses Kulturschocks endet rund 200 Meter von der Farm entfernt. Pech, wenn man so null Kondition besitzt...
Dem Umstand geschuldet, dass so oder so niemand "da draußen" auf ihn wartet, ihn überhaupt vermisst, akzeptiert Ricky diese Situation.
Als er gerade im Stande ist, sich darauf einzulassen, trifft ein unvorhergesehener Schicksalsschlag die kleine Patchworkfamilie.
Und der große Schweiger Hec entflieht vor ihm in die neuseeländischen Wälder. Ricky - der eigentlich von der Fürsorge abgeholt werden sollte - im Schlepptau. Ungewollt versteht sich.
Die Fürsorgevertreterin ruft eine Menschenjagd auf den vermeintlichen Entführer Hec ins Leben, die aus den beiden ungleichen Charakteren ein Outlaw-Paar in den Medien macht, das binnen kurzem Legendenstatus hat.
Und den töffeligen staatlichen wie auch privaten Verfolgern/Jägern so manche Nase dreht.
Aber keine Flucht dauert ewig....

Inszeniert von dem neuseeländischen Regisseur Taika Waititi (Eagle vs. Shark/5 Zimmer, Küche, Sarg) lässt sich hier ein Buddymovie reinsten Wassers erleben, das sein lässiges Tempo und seine mehr als entspannte Dramaturgie serviert wie einen chilligen Abend mit Kumpels, mit denen man gerne einen Abend auf der Verandacouch abhängt.
Die soziale Komponente Ricky betreffend wirkt niemals aufgesetzt - die "Leading Lady" der staatlichen Fürsorge gerät zur etwas albernen Karikatur.
Aber das hat durchaus Methode - die Erwachsenen in diesem Film wirken durchweg kindischer als die jugendlichen Figuren. Mit Ausnahme der Pflegeeltern von Ricky.
Sam Neill hat offensichtlich Vergnügen den großen Grantler Hec zu geben.
Der Jungspund Julian Dennison sorgt hier und da schon mal für verstärktes Augenrollen - aber vermutlich ist dieses Großstadtgewächs im Wald in seiner Überzeichnung gar nicht mal so gänzlich weg von der heutigen Realität, in der Kinder bei Anfragen Kühe im Design der "Milka-Werbekuh" auf der Wiese erwarten würden.
War in Neuseeland der erste inländische Film, der am Start-WE die 1 Million-Einspielmarke knackte.
Hierzulande "direct-to-DVD" gegangen. Schade. Ein rühriger Kleinverleih hätte sich darin mit Sicherheit versuchen können. Dankenswerterweise ist SONY ein solches Handling doch schwer egal geworden....
Würde ich ohne wenn und aber als Streifen für Ferienfreizeiten (besonders von Großstadtkids die "aufs Land" fahren/fahren müssen - da herrscht ja von Seiten der Eltern her durchaus eine Art liebevoller Zwang nach dem altbekannten Motto: "Ist ja nur zu Deinem Besten!" ) empfehlen. Gibt ja auch auf dem Land Regentage....
(Schöner Fehler in der Produktion allerdings: der speckige Julian nimmt während der - monatelangen - Flucht durch die Wälder kein Stück ab. Trotz entsprechender Reduktionsdiät. Da scheint der Cateringwagen immer nah genug gewesen zu sein... )
__________________
"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (01.06.2018 um 12:36 Uhr)
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