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Alt 31.08.2016, 21:12
Benutzerbild von S.W.A.M.
Irgendwas mit Raumschiffen
 
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Standard The Neon Demon (2016, Regie: Nicolas Winding Refn)

Fast hatte sich Nicolas Winding Refn den Ruf, den er durch die sensationellen "Bronson" und "Drive" bekommen hatte, durch "Only god forgives" und den ebenfalls äußerst prätentiösen "Valhalla Rising" schon wieder zerstört.

Und dann kam der Neondämon.

Elle Fanning ("Super 8", "Young Ones") spielt in dieser "Black Swan"-Variante ein junges, recht unschuldig wirkendes Mädchen, das auf der Suche nach einer großen Modelkarriere in das kalte Herz von Los Angeles fällt und ihm und seinen Wolfsrudeln langsam aber sicher verfällt.
Und so leicht es wäre, den 347sten Film über die Kälte und Menschenfeindlichkeit der Model- und Starwelt der Glitzerstadt zu machen, über die verführte Unschuld und zerstörte Träume, so sehr verweigert sich der Film eben diesem zu oft beschrittenen, moralinsauren Weg.
Die Bilder sind zwar allesamt kalt und menschenfeindlich, aber sie sind auch abartig schön und anziehend. Das Böse ist geil! Und die Welt des Neondämons ist so tödlich wie verführerisch. Es ist keine Scheinwelt, denn der Schein ist das Ziel.

"The Neon Demon" ist auch kein - wie ihm oft vorgeworfen wird - "style over substance" Film. Denn, wie Ridley Scott damals schon in Bezug auf "Blade Runner" sagte, "sometimes the style IS the substance". Nicolas Winding Refn mag ein selbstverliebtes Ar***loch sein, aber darum ist er auch prädestiniert, diese Welt der Eitelkeit und des Narzissmus absolut präzise und mit diabolischer Freude zu offenbaren.

Sehr viel stringenter erzählt als "Only god forgives", aber dennoch offener und fragmentarischer als "Drive" hat er hier den - meiner Meinung nach - mutigsten und besten Weg gewählt. Der Film fühlt sich an wie eine Art Techno-Giallo nach dem Vorbild eines Mario Bava bzw. Dario Argento (und ist auch nicht gerade zimperlich bei der Darstellung von Gewalt). Untermalt mit absolut genialer Musik von Cliff Martinez und durch die Arbeit von Kamerafrau Natasha Braier ein Film, der seeehr lange nachwirkt und einen nicht mehr loslässt.

Und die nach wie vor sehr unterschätzte und viel zu selten beschäftigte Jena Malone ("Contact", "Donnie Darko", "Inherent Vice") liefert hier in der zweiten Hauptrolle eine unglaubliche Performance ab!

You're going to be great!
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Alt 01.09.2016, 09:08
Benutzerbild von Celdur
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Standard AW: The Neon Demon (2016, Regie: Nicolas Winding Refn)

Interessant, das ist wirklich die erste positive Rückmeldung, die ich über den Film höre.
Ich fand von Winding Refn ja eigentlich alles gut bis einschließlich Drive, konnte also auch Valhalla Rising einiges abgewinnen.
Only God Forgives habe ich dann aber tatsächlich recht bald ausgeschaltet, ohne je wieder das Bedürfnis zu haben, dem Film noch einmal eine Chance zu geben.
Das globale Genöle über The Neon Demon hat dann diesen dann ehrlich gesagt auch wieder von meinem Guck-Zettel radiert.
Aber nun bin ich doch interessiert, denn die Techno-Giallo-Beschreibung klingt höchst interessant.
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Geändert von Celdur (01.09.2016 um 09:12 Uhr)
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Alt 03.09.2016, 11:08
Benutzerbild von rost
iRost
 
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Standard AW: The Neon Demon (2016, Regie: Nicolas Winding Refn)

Ich bin leider nicht so angetan, wie ich mir das gewünscht habe. Die Geschichte über die ollen Models hat mich nicht besonders interessiert und ich denke, das dürfte schon der Hauptgrund sein. Und wie schon mit seinem vorhergehenden Film klopft Refn auch hier an Lynch's Türe. Mir wäre lieber, er würde sich wieder mehr in Richtung Drive oder Pusher bewegen; einfach ohne Symbolik, welche sowieso die Mehrheit der Zuschauer ratlos zurücklässt.

Handwerklich gibt es nix zu meckern. Schaurig-schöne Bilder und ein Soundtrack, der wie die Faust aufs Auge passt. Swam hat da bereits auch einen sehr passenden Vergleich angetönt, ich wünsche mir Argento würde nochmal so was hinkriegen. Ich fand auch Keanu Reeves als Riesenarsch ziemlich geil. Wenn er den Möchtegernfreund des Mädels runterputzt, ich konnte nicht anders als lauthals zu lachen. Und wie Refn das hingekriegt hat, dass die beiden anderen Models irgendwie was Jenseitiges an sich haben; speziell in der Szene mit dem zerbrochenen Spiegel ... brrrrr.

Refn bleibt jedenfalls für Überraschungen gut und das ist gut so.
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