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-   -   Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014) (http://forum.moviegod.de/ab-2010/19775-gone-girl-das-perfekte-opfer-2014-a.html)

Lex 217 09.02.2015 21:30

AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
 
Zitat:

Zitat von Doc Lazy (Beitrag 382465)
Stellt euch mal vor, die Rollen wären vertauscht gewesen. Versucht es, bitte.

Dann wäre ab einer bestimmten Minute völlig klar gewesen, das der Mann eine erhebliche Persönlichkeitsstörung sein eigen nennt, hart an der Grenze zum Psychopathen. Da läßt sich auch nichts schön reden daran.

Äh ja, exakt. Amy ist eine schwer gestörte Psychopathin. Lässt sich nicht schönreden. Ich muss mir nicht vorstellen, dass die Rollen vertauscht sind, um das zu verstehen! Das ist doch total eindeutig, mit dem Holzhammer sogar. Das macht sie zu einem widerlichen, hassenswerten Menschen, an dessen Schicksal ich keinerlei Interesse habe, schon gar nicht, wenn ich dabei mitansehen muss, wie bescheuert der Rest der Menschen ist, der das nicht kapiert. Und deshalb fand ich den Film langweilig und sinnfrei. Bin scheinbar zu schlau um Fincher da ins Netz zu gehen^^

Aber nett, wenn dieses Spiel mit der Beschränktheit des Publikums Absicht ist, das ist schön fies :-D

Doc Lazy 10.02.2015 08:20

AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
 
Zitat:

Zitat von Lex 217 (Beitrag 382467)
Aber nett, wenn dieses Spiel mit der Beschränktheit des Publikums Absicht ist, das ist schön fies :-D

Ich denke ja, deswegen ist der Twist eigentlich gar keiner und deshalb wird das Geheimnis auch so früh gelüftet. Die Sehgewohnheiten mal auf den Kopf gestellt. icon_think

S.W.A.M. 26.03.2015 19:35

AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)
 
Oje, nach so vielen Posts noch irgendwas zu schreiben, ist recht sinnlos, oder?

Hab ihn mal bestellt und geschaut und war, naja, recht nett unterhalten. Mehr aber auch nicht.

Gefühlsmäßig war er für mich ebenfalls eine überspitzte Satire auf Machtverteilung, Rollenklischees und Kontrollmechanismen in Ehen und Medien. Das hat er auch bis zum Ende relativ straight durchgezogen.

Spoiler: Anzeigen
Dass diese Mechanismen von einer Soziopathin in Gang gesetzt bzw. ausgenutzt werden, schwächt die Aussage in keiner Weise, es betont eben nur die satirische Überspitzung.
Ein netter Reiz war auch, dass ausnahmsweise mal eine Frau eine Soziopathin war - wenn es jetzt auch nicht sooo originell ist, wie manche das gern darstellen. Das "durchtriebene Luder", das ihre Sexualität und weiblichen Reize gegen eine von Männern dominierte Welt ausspielt, ist nun wirklich nix Neues mehr.

Aber ich kann tatsächlich Lex (ausnahmsweise mal :teddy:) insofern zustimmen, als der Film auch mein Interesse relativ schnell verloren hat, nachdem klar war, wie der Hase läuft. Da ich die Lauflänge nicht parat hatte, ging ich sogar fest davon aus, dass er jetzt zuende sei. Dann ging's aber noch über eine Stunde weiter...

Spoiler: Anzeigen
Die Ermordung von dem Starship-Troopers-Nazi aus dem Ted-Western, kam doch nochmal ordentlich überraschend, aber auch hier wurde dieser Kamera-Blödsinn, der oben schon angesprochen wurde, nicht zufrieden stellend aufgelöst.


Alles in allem ein Film, der locker eine Dreiviertelstunde zu lang ist und bei dem zu viele Stränge nicht anständig aufgelöst werden und offen liegen bleiben, bis der Abspann alle ist. Leider noch ein weiteres Beispiel dafür, dass Fincher nicht mehr auf der Höhe seines alten Könnens ist. Schade.

Ach ja: Rosamund Pike hat wirklich richtig gut gespielt!


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