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Alt 21.08.2010, 16:32
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Standard On the Road - Walter Salles (2011)

Filminfo:
On the Road - Infos zum Film | Trailer, Plakat, Bilder, Kritiken, News | MovieGod.de
Bildergalerie:
On the Road | Bilder, Fotos, Galerie | MovieGod.de

"Juhu! Sal, ziehen wir los und gehen wir immer weiter, bis wir da sind."
"Wohin denn Mann?"
"Weiß ich auch nicht, aber wir müssen los!"



Plot:
Sal Paradise(Sam Riley- Control, Franklyn), ein junger (eher erfolgloser) Schriftsteller lernt durch einen Freund den vor Lebenslust und Energie strotzenden Dean Moriarty (Garrett Hedlund- Tron Legacy, Vier Brüder) kennen. Moriarty, ein paar Jahre jünger als Sal, stammt aus mehr als ärmlichen Verhältnissen, wurde gerade erst aus der Haft entlassen (er neigt dazu Autos zu klauen, einfach um mit ihnen durch die Gegend zu fahren) und lechzt danach...nun eigentlich nach absolut allem.
Von Deans ansteckendem Wahnsinn infiziert, beschließt Sal wenige Wochen später, dass auch er das Land sehen möchte und macht sich auf den Weg um Freunde auf der anderen Seite der USA zu besuchen- mit nichts außer ein wenig Handgepäck und 50 Dollar in der Tasche...


Da der Film gerade erst gedreht wird, ist es eigentlich noch ein Weilchen hin, aber da ich die Vorlage heute zu Ende gelesen habe, möchte ich den Thread eröffnen, solange die Erinnerungen an das Buch noch frisch sind.

Zuerst einmal: Seit ich das Buch gelesen habe, freue ich mich wirklich wahnsinnig auf die Verfilmung, aber ich fürchte mich auch davor.
Es gilt nicht umsonst seit Jahre als "unverfilmbar". Bei "Herr der Ringe" lag es daran, dass man sich nicht vorstellen konnte, die Masse an Plot und diese epische Welt eindrucksvoll genug in Szene zu setzen, bei "On the Road" ("Unterwegs" wie die deutsche Ausgabe heißt) hingegen liegt das Grundproblem wo anders.
Das Buch hat einerseits keine wirkliche Rahmenhandlung- es ist in mehrere Teile geteilt, jeder erzählt von einem Roadtrip quer durch die USA, einer nach Mexiko- und andererseits passiert ungeheuer viel.
Es sind einfach riesige Massen an Eindrücken, die auf den Leser einprasseln. Sal begegnet immer wieder "einem Menschen mit dem reinsten Herzen, das man sich nur vorstellen kann", wobei er davon eine interessante Definition hat, denn zumeist sind das Typen, die ihre Frauen mitsamt Kindern im Stich gelassen haben, klauen wie die Raben und sich ständig Alkohol und Drogen aller Art reinziehen...
meistens sind es also dementsprechend eher ziemlich schräge Typen. Wie Remi Bonceur, ein alter Freund von Sal, bei dem er eine Weile unterkommt, der alles klaut was nicht angenagelt ist und unter der Woche jeden Cent drei Mal umdreht, aber am Wochenende mit seiner Frau zusammen die Hunderter beim Fenster rauswirft. Sein Lebenstraum ist es übrigens, einen Hund als Super-Dieb abzurichten.
Oder aber wie Old Bull Lee (Viggo Mortensen), der Intellektuelle, der der Erfahrung wegen in einem Drogenrausch nach dem anderen versinkt. "Ich liebe Katzen, vor allem die, die kreischen, wenn ich sie über die Badewanne halte."

Und alle warnen sie Sal über den Wahnsinn von Dean Moriarty.
Somit kann man sich vielleicht auch schon ein gutes Bild darüber machen, wie Sal's strahlender Held (Sal beschreibt sogar des öfteren Mal, dass Dean in diesem oder jenen Licht aussieht, wie ein Gott...) so drauf ist.

Um genau zu sein: sollte Hedlund es schaffen, Moriarty auch nur halbwegs so zu spielen, wie er im Buch beschrieben ist, müsste er dafür eine Oscar Nominierung erhalten.
Sollte, denn obwohl ich viel von seinen schauspielerischen Fähigkeiten halte (die einzelnen Leistungen mögen jetzt nicht so hervorstechend sein, aber wenn man ihn in mehreren Filmen sieht, wie der Schauspieler komplett hinter der jeweiligen Figur verschwindet, fällt einem auf, dass der Mann wirklich gut ist), halte ich diese Figur für absolut unspielbar.

Dean steht ständig unter Strom, macht hundert Dinge gleichzeitig, ist vollkommen zerrissen, die Art wie er redet... und mein Gott, er redet dauernd (und das sag ich als Frau)- seitenweise Moriartys seltsame Ansichten über die Welt, sein Streben nach allem, was die Welt zu bieten hat, seine ständige Ekstase, wie er durch die Gegend läuft und über alles aufgeregt ist, jeden Menschen, dem er begegnet, liebt (aber dennoch alle Leute um ihn herum durch seine Rücksichtslosigkeit und seinen Wahnsinn kaputt macht) und dann die ganzen Ticks!
Andauernd reibt er sich den Bauch, leckt sich die Lippen, redet absolut konfus, gerät über alles aber besonders über Jazz-Musik in Ekstase (Ja!Ja!Ja! Der hat ES, fühlst du ES?) und "schwitzt und schwitzt".
Und seine geisteskranke Art Auto zu fahren...

Nein, ich könnte jetzt noch ewig über das Buch weiter schreiben, aber der Beitrag wird schon wieder unlesbar lang.

Noch kurz zum Stil des Buches: Darf man etwas als Ordinäre Poesie bezeichnen? *g*
Ich musste mich in jedem Fall erst reinlesen, aber es hat mir Kapitel um Kapitel besser gefallen und als ich an der letzten Seite ankam, hatte ich sogar ein paar Tränen in den Augen.

Jedenfalls bin ich sehr neugierig, was Walter Salles und der Drehbuchautor seines Vertrauens Jose Rivera (beide "The Motorcycle Diaries") aus dem Stoff machen.
Aber das hinzukriegen ohne die Fans zu enttäuschen?
Da haben alle noch eine Menge Arbeit vor sich...
Man darf gespannt sein.

PS: Lieber Dean Keaton, nach dem Lesen des Buches, bin ich mir sicher, dass du in diesem Film auf deine Kosten kommen wirst.
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Geändert von schlimmagehtsnimma (21.08.2010 um 16:35 Uhr)
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Alt 21.08.2010, 16:49
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Standard AW: On the Road - Walter Salles (2011)

Na, toll, das Wichtigste hab ich natürlich vergessen:

"On the Road" hat sehr starke autobiographische Züge, die meisten wichtigeren Charaktere können damals lebenden Personen zugeordnet werden.
Dean Moriarty- Neal Cassady
Carlo Marx- Allen Ginsberg
Old Bull Lee- William S. Burroughs

Selbst Moriartys Frauen können Neal Cassadys Frauen zugeordnet werden.
Nach Kerouacs Tod ( er ist natürlich Sal Paradise) ließ er das Buch in einer Ausgabe veröffentlichen, in der die Namen der Menschen, die die Vorbilder für die Figuren waren standen.
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Alt 26.08.2010, 12:11
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Keine Ahnung, was ich dazu sagen soll...


Aber ich kauf mir nun das Buch.
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Alt 27.08.2010, 08:39
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Ich hab die Schwarte sogar im Regal stehen. Wurde mir schon vor Jahren leidenschaftlich ans Herz gelegt, bin aber nie über die ersten 50 Seiten rausgekommen...
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Alt 27.08.2010, 09:17
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Am Anfang musste ich mich auch ein bisschen zwingen, war enttäuscht.
Aber es hat mir dann immer besser gefallen.
Der erste Teil (erstes viertel bis drittel) war ein bisschen zach, aber mit Teil zwei nimmt das Buch dann Rahrt auf.
Oder ich hab mich an den Stil gewöhnt.

V.a. hab ich aufgehört zu versuchen mir zu merken, wo sie gerade hin fahren (mein Orientierungssinn ist sowieso mies, Städte interessieren mich eigentlich auch nicht wirklich und davor war ich gerade am Anfang etwas gefrustet- während anderen Leuten das Buch wahrscheinlich grad deshalb gefällt. ) und mich auf den viel interessanteren Teil verlegt.
Also auf die ganzen verrückten Leute, die sie treffen und das "feeling".
Die Leute in dem Buch sind so unglaublich spontan, machen nur genau das, was ihnen gerade einfällt und obwohl ich persönlich mir nicht vorstellen könnte so zu leben (und es weder wollte noch glaub ich, dass solche Reisen heutzutage überhaupt noch möglich wären) und die Hauptcharaktere mir eigentlich nicht übermäßig sympathisch waren, hab ich mir zwischendurch schon öfters mal gedacht, ich sollte mir eine Scheibe abschneiden. (Natürlich nicht was die egoistishen Ego-trips angeht- nur eine Spur von der Spontanität und der "Sorglosigkeit")
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Alt 27.08.2010, 10:36
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Ist nun schon wieder recht lange her, aber mich hat hauptsächlich gestört, dass die Motivation der Figuren für mich nie wirklich begreifbar bzw. fassbar wurde. Jeder hat mal "Hummeln im Hintern" und propagiert das hartnäckig als Selbstfindungstrip. Yoar, "Aus Fehlern lernt man!". Spontanität, Lebenslust, Sorglosigkeit, Mut zu verrückten Aktionen, Liebe, Körperlichkeiten, Sex (mit all dem Chaos was zwangsläufig dazugehört), Reisen, neue Leute, neue Perspektiven statt Scheuklappen, das alles lässt sich prima als lobenswerte Charakterentwicklung bzw. Reifeprozess verkaufen - wenn es denn als Entwicklungsprozess begreifbar wird. Aber wenn diese Entwicklung letztlich von persönlichen Ängsten oder Unsicherheiten geprägt wird, wenn das rastlose "unterwegs sein" durch eine seelische Heimatlosigkeit begründet scheint, dann wird aus dem Mut zu Spontanität die Feigheit sich dem Alltag zu stellen, aus Lebenslust wird Orientierungslosigkeit, aus der "freien Liebe" wird die Angst vor echter Nähe... die Reise entlarvt sich als Flucht. Und die permanente Unrast wird auch nie durch ein Ziel bzw. eine Katharsis befriedigt werden können, weil sie letztlich einer inneren Leere geschuldet ist...

Hmm, fürchterliches Bla-Bla, letztlich fehlte mir einfach die Identifikationsfigur, jener "Klick", der die ganze Kiste für mich irgendwie interessant bzw. spannend gemacht hätte. Ich empfand die Stimmung des Buches eigentlich von Anfang an leicht deprimierend, weil mir die Figuren eher leid tun...
Ich werde mir auf jeden Fall erstmal den Film geben. Und wenn mich der ähnlich beeindrucken sollte wie INTO THE WILD, dann kann ich auch der Buchvorlage nochmal eine Chance geben. Und im Gegensatz zu Dean (also unserem Keaton) kann ich auch prima damit leben, wenn Marylou ihre Klamotten anbehalten sollte...

Geändert von Agent K (27.08.2010 um 10:38 Uhr)
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  #7 (permalink)  
Alt 27.08.2010, 11:33
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Ich finde, was du schreibst ist absolut kein Blabla.
Du hast recht mit der Flucht, v.a. der Flucht vor dem Alltag, der Flucht vor der Verantwortung. Die Figuren sind immer auf der Suche nach "mehr", nach dem gewissen "Etwas", das sie aber nie finden.
Und ja, ich fand die Reisen teilweise auch richtig deprimierend, aber irgendwie hat das für mich gerade den Reiz ausgemacht. Die Figuren waren voller Tatendrang und Energie und gleichzeitig gehetzt und verzweifelt.
Sal sagt einmal irgendetwas wie "Wenn man mit Dean unterwegs ist, kann man die ganze Welt sehen, ohne etwas von ihr zu sehen", oder so ähnlich.
Gemeint war, dass sie überall hin kommen, alles probieren, aber er einen überall so dermaßen durchhetzt, dass man bewusst nichts von all dem wahrnimmt.

Ich find's schwierig zu erklären, was den Reiz des Buches für mich ausgemacht hat. Gerade am Anfang mochte ich absolut niemanden, nicht einmal Sal. Doch nach und nach war mit zumindest dieser sympathisch, eine der Frauen, die er auf seinen Reisen trifft (Terry) und...da red ich mich ganz darauf aus, dass man einfach beim Lesen durch Sals Sichtweise manipuliert wird...ich mocht schlussendlich sogar Dean ein bisschen, in seinem ganzen Wahnsinn. Obwohl er im Laufe der Geschichte immer mehr Leute verletzt, gleichzeitig zerstört er ja auch sich selbst immer mehr.

Auf jeden Fall kann ich verstehen, wenn jemand das Buch nicht mag, ich kann ja nicht einmal erklären, warum es mir dann schlussendlich doch gefallen hat.
Wahrscheinlich einfach gerade, weil die Charaktere so kaputt waren.
Dazu möchte ich Sal zitieren:
“The only people for me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, mad to be saved, desirous of everything at the same time, the ones who never yawn.”

Diese Charaktere machen einfach den Reiz des Buches aus und das obwohl, oder vielleicht gerade weil ich mich kaum damit identifizieren kann.

So und um das Thema zurück zum Film zu bringen:

Ich habe eine Review über das aktuelle Drehbuch gelesen, dabei wurde erwähnt, dass sich der Film stärker am "Original Scroll" orientieren wird. Dem entsprechend werden viele, die nur die Endfassung (ich glaub auf Deutsch übersetzt wurde überhaupt nur diese) gelesen haben ein paar Änderungen zum Buch feststellen.
Sal wohnt nicht mit seiner Tante, sondern mit seiner Mutter zusammen, der Grund für seine erste Reise ist nicht seine innere Unruhe, weil er von einer Frau verlassen wurde, sondern dass sein Vater gestorben ist und die in der Endfassung nur mit viel Phantasie zwischen den Zeilen zu lesende Liebesbeziehung (etwas einseitig) zwischen Dean Moriarty und Carlo Marx wird wahrscheinlich offener dargelegt werden.

Ha! Also eins muss ich dem Buch lassen, es bringt mich furchtbar zum Schwafeln.
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Alt 10.03.2012, 10:16
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Hat ja gar nicht lange gedauert...der Trailer ist endlich da!


Hmmm....beim 2. Mal anschauen gefällt mir der Trailer schon besser. Nach der gestrigen "Warten-auf-On-the-Road"-Tortur bin ich vielleicht auch nur etwas negativ voreingenommen.
Aber dennoch enttäuscht mich der Trailer irgendwie ein bisschen. Vor allem sieht er mir irgendwie zu glatt und modern aus, das einzige, was mich wirklich irgendwie berührt, ist das Voice-over und Sam Riley und Viggo Mortensen gefallen mir richtig gut. Die Tanzerei ist auch gut. Als Dean die Tür geöffnet hat, war ich aber irgendwie enttäuscht, das ist so ein "magischer" Moment im Buch. Er wirkt gleich so charismatisch, jemand, der einen sofort mitzieht und teile seiner eigenen Persönlichkeit zum Vorschein bringt, von denen man bis dahin noch gar nichts wusste.
Aber gut, wie soll man das in einem Film darstellen...naja, jedenfalls nicht so...und seine Frisur...erinnert mich teilweise an meinen Freund und der verbringt dafür viel Zeit im Badezimmer mit extra starkem Haarspray...

Jedenfalls hab ich gerade gelesen, was ich vor ewigen Zeiten über das Buch geschrieben habe und der Trailer wird dem, was ich damals empfunden habe, meinem Gefühl nach nicht gerecht.
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Alt 10.03.2012, 15:56
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Mir geht's auch so, dass der Trailer ein ganz anderes Gefühl rüberbringt, als für mich das Buch ausgemacht hat. Im Buch war für mich alles meistens schwierig, deprimierend und grau, bis auf wenige, dafür dann wirklich fantastische, positive Momente. Der Trailer sieht für mich aus, als wäre es im Film genau umgekehrt...
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Alt 12.03.2012, 13:14
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Das Buch klingt sehr interessant. Aber ich werde es genau so machen, wie Agent K. Erst schaue ich mir den Film an und lese anschließend das Buch. So rum, ist es für mich einfach besser. Jedenfalls hat sich das schon so oft heraus gestellt. Im nachhinein das geschriebene Wort aufsaugen und noch mehr Infos zu bekommen ist besser, als im Film auf die jeweiligen Stellen zu warten. Für mich klingt das Buch auch absolut interessant und der Trailer hat mich direkt gepackt. Freu mich drauf, auch weil Kristen Stewart mitspielt.

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  #11 (permalink)  
Alt 01.07.2012, 22:16
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Um manche Filme zu sehen, muss man einen größeren Aufwand betreiben als für andere.

Im Falle von "On the Road" wollte ich mit Freund und zwei Freunden ein München-Wochenende einlegen um ihn im Zuge des Filmsfests zu sehen. Dann die Katastrophe. 5 verschiedene Leute waren blind genug zu übersehen, dass es sich dabei um eine Presse-Vorführung handelt.
Keine Karten für uns.
Da konnte selbst Flex nichts dagegen tun. (Trotzdem nochmal vielen Dank für deine Mühe!)

Da die Temperaturen für das Wochenende ziemlich hoch angesagt waren und keine so richtig Lust hatte bei 38 °C die Stadt zu besichtigen, haben wir schlussendlich das Hotel storniert.
Einen Tag später dann die Nachricht. Eine Forenfreundin hat Charles Gillibert auf facebook kontaktiert, der wiederum MK2, die dann Just Publicity und plötzlich waren unsere Namen auf einer Liste von "Ausnahmen"...und mein Freund und ich sind heute um 3 Uhr früh von zu Hause weggefahren um rechtzeitig in München zu sein.

Hat sich dieser Aufwand jetzt ausgezahlt?
Also für mich auf jeden Fall.

Ich finde die Verfilmung absolut gelungen, auch wenn ich jeden verstehen kann, den der Film langweilt. Hervorragend gespielt, schön in Szene gesetzt und dank des nicht gerade unausführlichen Voice-overs, das die meisten meiner Lieblingszitate aus dem Buch enthält, kommt für mich auch Buch-Stimmung auf. (auch, wenn natürlich wie bei jeder Verfilmung ein paar wichtigere Szenen und Figuren fehlen)

Allerdings bleibt dem Film auf jeden Fall ein großes Manko:
Der Stoff ist nun mal eher für Buch als für Film geeignet.

Durch das geänderte Medium fällt deutlich stärker auf, dass der Geschichte ein "richtiger Plot" fehlt und auch die "verschobene Perspektive", da der Erzähler Sal Paradise ja immer mehr der eigentlichen Handlung hinterher läuft und den Zuseher daher mit sich oft in die Position des "reinen Beobachters" verbannt, ist bestimmt nicht jedermanns Fall.

Aber wenn einem das Buch gefallen hat, fallen mir spontan nicht wirklich viele Gründe ein, warum man den Film nicht mögen sollte. Vielleicht ist es aber auch schon zu lange her, dass ich das Buch gelesen habe.

Unter Umständen gibt es an einem anderen Tag noch ein paar ausführlichere Gedanken zum Film, heute bin ich einfach schon zu müde für mehr.
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  #12 (permalink)  
Alt 01.07.2012, 23:11
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Cool, freut mich dass es doch noch geklappt hat! Und irgendwie scheint mir eine derart chaotische Odyssee ja schon fast die optimale Vorbereitung zum Thema/Film zu sein...
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  #13 (permalink)  
Alt 02.07.2012, 10:50
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Vielleicht beschenkt uns schlimma ja eines Tages mit ihrer Road Trip-Geschichte "How I saw On the road".
Material wäre ja vorhanden....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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  #14 (permalink)  
Alt 02.07.2012, 11:41
Benutzerbild von Flex
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Ach wie schön, dass das noch geklappt hat.
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Alt 03.07.2012, 00:56
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@schlimma: Wirklich eine coole Geschichte! Freut mich, dass es geklappt hat und dir vor allem der Film gefallen hat - im Gegensatz zu mir. Aber ich kannte das Buch ja auch nicht. So od so aber cool, wenn es eine gute Umsetzung des Buches ist. Und die Schauspieler waren ja in der Tat gut!
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