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Alt 23.01.2006, 17:47
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Doc Lazy Doc Lazy ist offline
glides thru the f*cking Matrix
 
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Doc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich seinDoc Lazy kann stolz auf sich sein
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Rome – Zweite Folge auf Premiere

Erstklassige Unterhaltung. Wird immer besser. So langsam steige ich hinter das Konzept. Viele werden Rome als Serie mit historischen Bezügen in dramatisierter Form abtun, aber das trifft es nicht einmal annähernd. Dank Discovery-Channel und dem neuen Untersender Discovery Geschichte habe ich die letzten zwei Jahre soviele Dokus (über Rom, Karthago, Cleopatra etc. etc.) gesehen, daß ich mir eine Meinung zur historischen Genauigkeit jetzt einfach mal herausnehme. Außerdem war ich schon immer Sonntags um 19:30 ein treuer ZDF-Gucker und Viel-Leser von historischen Romanen sowieso. Ich habe sogar selber mal Schwert und Schild für 2 Wochen mit mir rumgeschleppt (ist ne lange Geschichte ).

Natürlich kennt jeder geschichtsbewußte Mensch (oder sollte...*hust*) die Ereignisse beginnend mit dem Jahr 64 v.Ch.: Cäsars Ernennung zum Konsul, die gallischen Kriege, das Bündniss und der Bruch mit Pompeius, der anschließende Bürgerkrieg, Pompeius Flucht nach Ägypten, seine dortige Ermordung, Cleopatra undundund.

Viele Filme haben sich dankbar damit beschäftigt (ist ja auch alles drin, was man braucht), als Beispiel seien hier nur mal 2 genannt: Mammutschinken Cleopatra (http://www.imdb.com/title/tt0056937/) und Shakespeare-Adaption Julius Cäsar (http://www.imdb.com/title/tt0045943/)

Rome bietet aber mehr als nur Aufarbeitung oder Dramatisierung. Der Genuß entsteht dadurch, daß man eben diese historischen Ereignisse und Personen mit allerneuestem Wissensstand und ein bißchen Fiktion in einem realistischen, spannenden, blutigen und aufwändigen Rahmen zu sehen bekommt. Stellt euch vor, Ihr seht eine toll aufgemachte und exklusive BBC-Dokumentation, nur anstatt der üblichen Laiendarsteller, langweiliger Fachinterviews und einer tiefen Erzählerstimme bekommt man Top-Schauspieler, Bauten und Technik für 100 Millionen Dollar! Man sieht hier Dinge, die man bisher in vergleichbaren Produktionen so noch nie zu sehen bekam oder die einfach aus verschiedenen Gründen ausgespart wurden.

Beispiele?
Wie lebte ein einfacher Centurio mit seiner Familie in der Großstadt Rom? Der Blick „hinter“ die Fassaden in die Hinterhöfe der einfachen Bürger macht es möglich.

Wie war das sexuelle Miteinander in der römischen Gesellschaft wirklich? Öhm, aber hallo! Hier wird gestöhnt und gevögelt, das die Wände wackeln.

Wie führt ein römischer Arzt eine Schädeloperation durch? Think Master&Commander, nur bei vollem Bewußtsein und in Nahaufnahme!

Diese Liste könnte man endlos weiterführen und wir sind gerademal in Episode 2.

Die bekanntesten Darsteller (überwiegend Briten) dürften Ciarán Hinds (Sum of all fears, Munich, Road to Perdition) als Cäsar und Polly Walker (D-Tox, 8 ½ Women) als wunderbar fiese Atia sein, aber die Handlung folgt genauso den beiden Soldaten im Dienste Cäsars, dem Brutalo-Legionär Titus Pullo (Ray Stevenson) und seinem republiktreuen Centurio Lucius Voreno (Kevin McKidd). Weitere 20+ Charaktere werden ebenso gut eingeführt, wie sie abtreten dürfen

Ich hoffe, das reicht mal, um euch den Mund ein wenig wässrig zu machen

Nachdem „Deadwood“ zur Zeit Pause macht, habe ich meine neue Lieblingserie gefunden
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Nyke Daenerys Jelmazmo hen Targario Lentrot, hen Valyrio Uepo anogar iksan. Valyrio muno engos nuhys issa.

"Sean Bean is a living spoiler."
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