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Alt 05.04.2020, 17:48
scholley007 scholley007 ist offline
...is mostly "Confuzzled"....
 
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Standard Weißer Jäger, schwarzes Herz (1990) (OT: White hunter black heart)

Im Rahmen seiner eigens produzierten und inszenierten Filme hat Clint Eastwood so einige Werke in seiner Filmographie, die man auf den ersten Blick so nicht von ihm erwarten würde (Bird/Jersey Boys/Der fremde Sohn/Mitternacht im Garten von Gut und Böse/Die Brücken am Fluss). Auch diese - fiktionalisierte - Umsetzung der Dreharbeiten zum Filmklassiker "African Queen" macht da keine Ausnahme. Hiernach "erhielt" Warner als sein Studio anschließend wieder den "gewohnten" Clint, als der dann "The Rookie" mit Charlie Sheen ablieferte....

John Wilson (Clint Eastwood) ist einer DER Regisseure der Gegenwart in den frühen Jahren der Fünfziger. Und pfeift gekonnt drauf, dass er finanziell auf dem letzten Loch pfeift. Denn sein neues Projekt, dass zwei Weltstars für sich gewinnen konnte, soll in Kürze in Afrika entstehen. Zusammen mit seinem Freund und Drehbuchautor Pete Verrill (Jeff "Body Parts" Fahey) macht er sich - mit nur einem halbfertigen Drehbuch - auf in Richtung "Schwarzer Kontinent". Wo er seiner Passion einen Elefanten erlegen zu wollen vor allen anderen Widrigkeiten den Vorzug gibt. Sehr zum Mißfallen von Produzent Paul Landers (George "Crimson Tide"/"Die durch die Hölle gehen"/"Dangerous Minds"/"Bestie Krieg" Dzundza) - der tagtäglich mehr graue Haare bekommt..... Und selbst Pete kommen zunehmend Zweifel an der immer stärker werdenden Obsession seines Freundes....

Eastwoods Verbeugung vor dem Abenteuerklassiker "African Queen" und einer gleichzeitig betriebenen Demontage seines Schöpfers John Huston (der u.a. solche Klassiker wie "Moby Dick", "Der Schatz der Sierra Madre" oder "Der Mann, der König sein wollte" in seiner umfangreichen Filmographie zu bieten hat).
Außer, dass Clint dafür für die Goldene Palme von Cannes nominiert war, zahlte sich der Film nun nicht wirklich aus. Er zählt bis heute zu einem der größten Flops in Eastwoods Karriere.
Ich hab mich dem - aufgrund des angedichteten "künstlerischen Anspruchs" - auch nie als drei Meilen genähert.
Wie heißt es so schön: "Gut Ding will Weile haben."
Für Filmbuffs und Afrika-Liebhaber ist der problemlos eine Sichtung wert.
Nur wer den "üblichen" Clint erwartet, könnte mit Sicherheit eher enttäuscht werden.
Das ist das Gute mit den Jahren, die man zählt - die Gewichtung in Bezug auf dem was einem wirklich wichtig ist, kann eine Verschiebung erfahren.
In diesem Fall fiel die zu Gunsten dieses Films aus.......
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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