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Alt 12.01.2020, 17:30
scholley007 scholley007 ist offline
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Cool as Ice (!991)

Was Elvis oder andere Musikgrößen für das Filmbusiness darstellten - meist leichte Variationen des populären Stars in zielgruppengerecht maßgeschneiderten Sommerfilmbespaßungen - das funktioniert auch heute noch. Alle Nase lang kommt da ein entsprechendes Filmwerk des Weges.
Anno 1991 durfte der angesagte Posterboy des (nun ja) Rap - oder dem, was der Durchschnitts-Suburbia-Bewohner als "Rap" akzeptieren konnte - namentlich "Vanilla Ice" auch mal den Filmstar geben.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: 7 Nominierungen für den RAZZIE-Award (davon ein Gewinner für "the Man" Vanilla himself als "Worst new star" - vollkommen gerechtfertigt, wie ich finde), ein Flop an der Kinokasse und der daraus resultierende "Kurz-und-schmerzlos"-Schluss der Karriere....

The Story so far:

Lieber Dr. Sommer.

Mein Name ist Kathy (Kristin Minter), aber Du kannst mich auch Kat nennen. Ich steh grad ein wenig neben mir, musst Du wissen. Mein Freund Nick (John Newton) verwandelt sich grad irgendwie in einen totalen Vollhorst. Dafür gibt´s da diesen extrem süßen Typen, Johnny (Vanilla Ice alias Robert Matthew van Winkle) der irgendwie total geheimnisvoll ist und mit seiner Posse grad bei uns in diesem spießigen Kaff Station macht.
Bei dem prallt meine Coolness immer ab und meine Knie werden weich. Werd ich jetzt weich? Ich hoffe nicht.
Aber mein Dad (Michael "Tremors" Gross) will nicht, dass ich Johnny sehe.
Der steckt nämlich mit zwei Typen unter einer Decke, mit denen mein Dad vor Jahren zu tun hatte. Und die sind alles andere als freundlich. Behauptet zumindest mein Dad.
Ich glaube natürlich Johnny, der sagt, dass er nichts mit den Typen zu tun hat.
Aber die haben jetzt auch noch meinen jüngeren Bruder Tommy - die kleine Nervensäge - entführt...
Und mein Dad glaubt weiterhin, dass Johnny da mit drin steckt.
Lieber Dr. Sommer, was soll ich tun?
Bitte antworte mir schnell....

Liebe Kat,
verkauf die Filmrechte, solange dieser Möchtegern Rap-Star noch in deinem Heimatort weilt.
Denn wenn die 15 Minuten Ruhm von dem - und seine Chartplatzierung erst - abgelaufen ist/sind, dann hilft dir auch der beste Agent nix mehr....

So war´s denn auch.
Auch wenn die Vorstellung, das Brainstorming in Bezug auf das - hohum - Drehbuch hätte so wie oben beschrieben abgelaufen sein können.....
Den Film wollte - selbst in Amiland - niemand sehen (hierzulande wurde es - eine kaum beworbene - Videopremiere). Und diejenige, die es taten, blieben (so steht zu vermuten) in einer Form aus Faszination und Agonie an den Kinosesseln kleben um diese Leistungsschau bis zum bitteren "Happyend" durchzustehen.
Dass dem - allen Ernstes - der Einzug in die "Bottom Top 100" von "imdb" verwehrt blieb, stimmt mich schon ein Stück weit fassungslos.
Denn diese 87-minütige-Leistungsschau des Unvermögens eine Geschichte erzählen zu können (geschweige denn, zu wollen) zieht aber sowas von locker an höher gevoteten Werken wie Battlefield Earth", "Die Maske 2", "Der weisse Hai - Die Abrechnung" oder "Cats" vorbei.
Einzig als optischer Reader´s Digest-Katalog, welche Formen der Visualisierung (Sprich: Optik und Schnitt) man in Musikvideos zu jener Zeit als "top notch" erachtete, taugt der. Eingeklammert zwischen zwei Musikvideos - quasi dem Opener (in den die Credits - sowie der damit abgeleistete Gastauftritt des Supermodels Naomi Campbell - eingearbeitet wurden) - und dem "grande Finale", findet dazwischen einfach eine Egoshow eines Möchtegerns statt, die man - zu Abschreckungszwecken - zumindest einmal gesichtet haben sollte.
Aber am besten zu mehreren. Denn allein bringt einen die spürbar stärker werdende Fassungslosigkeit von Minute zu Minute stärker dahin, NICHT bis zum Ende durchzuhalten.
So kann man sich nämlich noch gegenseitig mit blöden Sprüchen bis zum Ende befeuern.

Aber vielleicht macht es schlicht am meisten Sinn, den einfach Kalkofes SchleFaZ mal vorzustellen.....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (12.01.2020 um 17:34 Uhr)
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