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Alt 18.10.2019, 19:36
scholley007 scholley007 ist offline
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard Don´t worry, weglaufen geht nicht (2018) (OT: Don´t Worry, he won´t get far on foot)

Eine der unterhaltsamsten und beeindruckendsten Biographien in jüngeren Jahren war unzweifelhaft die von John Callahan für mich. Also so Mitte der Neunziger Jahre. Die nun - im letzten Jahr - von Gus Van Sant (Drugstore Cowboy/Good Will Hunting/sowie dem unsäglichen Psycho-Remake) filmisch umgesetzt wurde.....

Nach einem Unfall im Jahr 1972, der John Callahan (Joaquim Phoenix) im Alter von 21 Jahren querschnittlähmte und ihn seine beiden Arme und Hände nur eingeschränkt nutzen ließ, entwickelte sich der Alkoholiker Callahan zu einem in den Neunziger Jahren sehr populärern Cartoonisten, dessen grobe Strichzeichnung unverkennbar war...

Auch wenn der Film den ziemlich gnadenlosen Humor der Autobiographie Callahans weitgehend ausspart - Callahan selbst geht da durchaus scharf mit sich selbst ins Gericht - und eher die emotionale Entwicklung des jahrzehntelang vor sich selbst davon gelaufenen Mannes bebildert, kann man sich vor Phoenix Darstellung nur verneigen.
Und Taschentücher bereit halten. Denn die wird man zum Ende hin brauchen - jede Wette.
Dass Kifferköppchen Jonah Hill als "Sponsor" Callahans im Rahmen der AA´s hiermit eine weitere gewinnbringende schauspielerische Leistung - nach "Wolf of Wall Street" und "Moneyball" - in seine Vita dübeln darf, soll nicht verschwiegen werden.
Der Film umfasst den Reifeprozess von dem Zeitpunkt des Unfalls - also frühe Siebziger - bis etwa zur Jahrtausendwende (Callahan verstarb 2010 im Alter von 59 Jahren an den Folgen einer Operation).
Der Alterungsprozess von Phoenix wird - relativ zaghaft - angedeutet, auch der Wandel der Jahrzehnte gerät etwas lapidar. Was - vermutlich - einem überschaubaren Budget geschuldet sein mag.
Wer das übersehen kann, sollte sich den mal mittels "amazon prime" schenken. Ihr werdet überrascht sein. Garantiert.
Und anschließend mal ein paar Cartoons von dem Mann genießen.
Es lohnt sich allemal, ihn - besonders in unseren "political correctness"-times - wiederzuentdecken.
Die Bewertungsleiste von "amazon" diesbezüglich hatte am heutigen Tag elf Stimmen mit einer Durchschnittsbewertung von 4,5 von 5 anzubieten. Da ist noch eine Menge Luft nach oben.....
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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