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Alt 11.10.2019, 18:31
scholley007 scholley007 ist offline
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: Joker (Todd Phillips, 2019)

Ich hätte es Todd Phillips wahrlich gegönnt, aus seiner filmischen Vita auszubrechen.
Und über seine filmischen "Komödien-Verbrechen" - wie ich "Hangover 2", "Hangover 3" und "Stichtag" weiterhin für mich klassifiziert habe (und weiterhin die drei davor - "Road Trip", "Old School" und "Hangover" liebe) - endlich hinweg sehen zu können.
Tschah - hat leider nicht funktioniert.
"Die Leiden des - nicht mehr ganz so - jungen Arthur Fleck", hätten eine Wende im Kanon der Comicverfilmungen darstellen können.
Und Arthur Fleck (Joaquim Phoenix) auf dem Weg "Joker" zu werden will schon ein deftig-düster-bedrohliches Stück filmische Grundlagenforschung darstellen.
Leider gerät die Figur einfach so barbarisch langweilig in seinem Werden, dass mich das Geschehen - in dem dem am Ende neugeborene Erzschurke gleich von aufgeheizten Massen gehuldigt bekommt, als gelte es, eine neue Weltordnung einzuführen - auf Dauer mehr und mehr ermüdete.
Was hätte "Rohrschach" von den "Watchmen" zu all dem gesagt? Und dann getan?
Wer den (für meiner bescheidenen Meinung nach) besten "Zack Snyder" tatsächlich noch nicht kennen sollte, hat hiermit seine Hausaufgabe.
Und darf dabei eventuell noch die - ebenso großartige - TV-Serie "The Boys" sichten.
Und als Bonbon sich dem deutschen "Systemsprenger" stellen - in dem Fall "nur" als Ansichtsmaterial wie eine psychisch gequälte Seele in Facetten um noch einiges intensiver gereicht werden kann, wie der auf Oscargoldkurs befindliche Phoenix.
Der von mir die Statuette dann doch im direkten Vergleich für seine Rolle in "A beautiful day" bekommen hätte. Aber den hat ja so mal niemand gesehen, gell?

Ach ja - Heath Ledger bleibt für mich in der Rolle des Joker weiterhin unerreicht. Auch weil seine Inkarnation niemals einen Boden bezüglich seines Werdens und seiner Herkunft geschaffen hat.
Gibt mir inzwischen einfach viel zuviele Prequels über legendäre Popkulturfiguren, die jegliche Mystik entzaubert haben.
Ist DAS letzten Endes das Ziel unserer "schönen neuen Welt" - keine Geheimnisse mehr haben zu wollen?
Bisserl schade ist das schon......
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")

Geändert von scholley007 (11.10.2019 um 18:35 Uhr)
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