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Alt 17.03.2015, 10:27
scholley007 scholley007 ist offline
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Standard Shaun das Schaf - Der Film (2015)

Als "Spinoff" aus "Wallace & Gromit unter Schafen" hat Shaun im TV über die Jahre Karriere gemacht (und hierzulande in "Die Sendung mit der Maus" eine ganze Legion an Fans zwischen 3 und 93 generiert).
Wie immer bei großen TV-Erfolgen, ist der Schritt auf die Leinwand irgendwann unabwendbar.
Besonders, nachdem Aardman seit dem Schritt Richtung USA (die Coop mit Dreamworks und später SONY) bei den Puristen der Knetanimation doch etwas an Boden verloren hat....
So ist die Langfilmfassung der beliebten Shorties um den mähenden cleveren Pelzträger wieder ein Schritt "back to the roots" geworden....

All work and no Play makes Jack... pardon, Shaun... a dull sheep. Sozusagen. Aber das pfiffige Schaf weiß sich zu helfen: mittels der Herde ist der "day off" durchaus zu organisieren. Doch als man den Bauern in einem alten Wohnwagen schlafend ablegt, kommt der ins Rollen - und der Film in Bewegung. Denn das Urlaubsmobil bahnt sich den Weg Richtung Stadt - wo der ahnungslose Herr bei Ankunft gleich einen Gedächtnisverlust kassiert und die Heimat vergisst. Dafür aber als (vermeintlicher) Haarkünstler in einem angesagten Haarstudio Erfolg haben darf.
Während er der hippen Kundschaft den Schafscherschnitt en Masse angedeihen lässt, macht sich der sich schuldig fühlende Shaun auf den Weg in die Stadt - doch die Herde kommt nach. Und so gilt es nicht nur den Bauern zu finden, eine satte Portion Kulturschocks zu verdauen und dennoch nicht aufzufallen - auch einem Tierfänger (der offensichtlich Martin Scorseses Klassiker "Taxi Driver" gesehen hat) sollte die wollene Mähnge tunlichst aus dem Weg gehen...

Wie schon die TV-Episoden, so kommt auch der Film daher: quietschvergnügt, lässig und mit humoristischen Nadelstichen der angenehmen Unterhaltungs-Akupunktur gesegnet. Und - wie im Ausgangsmaterial - ohne Dialoge (wenn man das Murmeln und Mähen der Figuren mal NICHT als Dialoge ansieht). Also einen "quasi Stummfilm" mit Musik und Geräuschen. Was "Shaun"-Erstguckern vermutlich in den ersten 5 Minuten etwas "schäfisch" vorkommen dürfte - sich aber spätestens nach eben dieser Einstiegszeit auch erledigt haben sollte.
Was auch ein Zeichen für die "dialoglastigen" Filme der Gegenwart bedeutet, die trotz einer Fülle von Worten meist nix zu sagen haben...... (ein Film wie "Transformers" würde auch nur mit Toneffektspur und Score funktionieren - oder gab es da draußen Leutz, die tatsächlich dem nächsten Dialog zwischen Shia la Klops und Miss Hot Lippz Boliden entgegenfiebern konnten?)
Unterm Strich: ein witzig-warmherziges Geschenk, dass man sich zu Ostern ins Kino-Nest legen sollte.
Empfohlen von der Stiftung "Feelgood".
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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