Einzelnen Beitrag anzeigen
  #7 (permalink)  
Alt 29.11.2014, 08:54
Agent K Agent K ist offline
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
 
Registriert seit: Feb 2005
Beiträge: 10.118
Agent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte FreundeAgent K macht sich hier echte Freunde
Standard AW: Was ist an Filmfehlern eigentlich so schlimm?

Ich hab auch die "Naja-Antwort" genommen, einfach weil ich meine Unzufriedenheit über Logikfehler eigentlich selten in eine vernünftige Analytik bzw. ein Schema packen kann.

Am meisten stört es mich eigentlich, wenn Protagonisten sich einfach "unlogisch" Verhalten, sprich: deren (vermeintlich) dümmliches Verhalten verursacht erst die propagierte Misere. Oder wenn dialogtechnisch nur Sperrmüll abgesondert wird, der von der inneren Logik her glatt aus einem völlig anderen Film geklaut sein könnte (z.B. SKYLINE, mit dem ich gestern Abend meine "unheimliche Begegnung" auf RTL II hatte)...

Anschlussfehler stören mich so gut wie nie, da ich selten aufmerksam genug bin, als dass sie mir selbst auffallen würden. Sowas lese ich dann meistens erst später auf IMDb & Co...

Es ist mir eigentlich auch recht egal, wenn eine relativ hanebüchene Exposition aufgestellt wird (z.B. PACIFIC RIM), solange man sich anschließend an die zkizzierte innere Logik hält, und sich dann schlüssig und halbwegs widerspruchsfrei von A (Problem) nach B (Lösung) bewegt...

Auch "Logikfehler", z.B. Spielbergs laufende HandyCam in KRIEG DER WELTEN - während angeblich jegliche Elektronik nicht mehr funzt - können mir einen Film als Gesamteindruck selten vermiesen...

Problematisch wird es aber, wenn ein Film seine innere Logik selbst konstruiert und dafür explizit Regeln deklariert/etabliert, an die er sich dann ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr hält (z.B. EDGE OF TOMORROW)...

Wenn in GRAVITY der erdnahe Orbit mit Hubble, ISS, und Tiangong auf die Größe des Ruhrgebietes
reduziert wird, oder Stone in "Walle•E"-Manier mit dem Feuerlöscher durchs All düst, dann ist das für mich eine akzeptable Vereinfachung. Aber wenn Stone und Kowalski da im Orbit von einer "Kraft" auseinander gezogen werden, dann ist das physikalischer Blödsinn und das ärgert mich, weil dieser Blödsinn problemlos hätte vermieden werden können...

Bei INTERSTELLAR bzw. Christopher Nolan scheint mir das Problem einfach darin zu liegen, dass er sich ganz kalkuliert vom "Keep It Simple"-Prinzip entfernt. Er provoziert es regelrecht, die aufgestellten Regeln (als Konstrukt der propagierten inneren Logik) zu hinterfragen, und wenn man das dann tatsächlich macht, dann erweist sich das Konstrukt als unerwartet löchrig, was den reinen "Unterhaltungswert" aber kaum zu schmälern vermag...
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen: