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Alt 05.11.2014, 17:30
scholley007 scholley007 ist offline
...is mostly "Confuzzled"....
 
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)

@Lex: da es ja heißt, dass man ein Produkt seiner Eltern/seines Umfelds ist -
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als ich Amys Mutter das erste Mal im Film gesehen habe, konnte ich vollkommen nachvollziehen warum ihre Tochter so geworden ist, wie sie halt ist.
Ihr Vater ist so ein "Männchen", das in meinen Augen nahezu jede Situation verständnisvoll "ausgelächelt" hat..... Eine Traumehe sieht anders aus.
Kein Wunder, dass Amy eine ebensolche haben wollte um sich (vermutlich) zu beweisen, dass sie es besser kann als ihre Erzeuger.
Und als Affleck sie dann "hängen lässt", eben weil er seine Rolle als Jäger und Sammler vollzogen hat - Frau erobert und in Höhle geschleppt, die dann nur noch als Gefängnis des Mittelmaßes und der Enttäuschung angesehen wird (also von Amy) - manifestiert sich ihre gesamte Wut darauf, ihm zu zeigen, dass man so mit ihr nicht umspringen kann.

Wie schon an anderer Stelle bemerkt - wenn man eine Partnerschaft hat, die funktioniert (so wie die Deine/Eure), erscheint einem so ein Beisammensein als verrückt, grausam und realitätsfern.
Meine (erste) Begegnung mit einer solchen Partnerschaft (im normal-mittelmäßigen Bereich der Phantasielosigkeit und der erkalteten Gefühle) hatte ich bei Clint Eastwoods "Die Brücken am Fluß", der mir anno 1995 (da war ich 28) durchaus die Augen für das Miteinander von Männlein und Weiblein öffnete (Ehepaar Ende Fünfzig kommt gemeinsam aus dem Saal nach der Vorstellung. Sie: bitterlich am weinen. Er: rück den Hut zurecht und mosert nur "Schönen Mist, in den Du mich da wieder reingeschleppt hast". Wenn DAS das Fazit nach - offensichtlichen - drei Jahrzehnten Ehe/Gemeinschaft sein kann.... zieh ich es im Zweifelsfall vor alleine zu bleiben).

Vielleicht hab ich auch mittlerweile zuviele Ehen kaputtgehen sehen (die Latte an "zum zweiten/dritten Mal" verheirateten" in meiner Abi-Liste wächst auch weiter an). Lernen die da nix draus?
Oder können manche ums verrecken nicht alleine sein?
(Genau DAS scheint auch einen gewissen Prozentsatz von Amys Handeln auszumachen - so zumindest kommt´s mir vor)
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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