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Alt 05.10.2014, 13:21
scholley007 scholley007 ist offline
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scholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich seinscholley007 kann stolz auf sich sein
Standard AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)

@Agent: da ich den bis quasi eine Woche vorm Start gar net auf dem Schirm hatte - mir sagte der Bestseller nix und auch dass Fincher Regie führte, entging mir weil ich das Plakat als "nichtssagend" keiner weiteren Prüfung unterzog.

Vielleicht hätt ich das so gesehen wie Du, wenn ich vorab "gespoilert" worden wär - so sprang ich quasi kalt in den filmischen Teich. Und vielleicht war/ist meine Begeisterung auch der Tatsache verhaftet, dass ich in meinem sozialen Umfeld ein eben solches Verhalten auf Wahrnehmung durch andere in vermeintlich guten Beziehungen sehe/gesehen hab. Was das nun über meine (möglicherweise) gestöre Wahrnehmung oder mein Umfeld aussagt, dürft ihr Euch nun gerne denken.
"Rashomon" hab ich bis heute nicht gesehen (da rollt der filmgeschichtlich Aufgeklärte mit Sicherheit mit den Augen ) - das Prinzip des aus mehreren Perspektiven erzählens wird ja aber immer wieder gern genommen ("zuletzt" entsprechend erlebt in "8 Blickwinkel", den ich um ein vielfaches platter und ereignisreich aufgemotzter in Erinnerung habe als "Gone Girl").
Und wo denn nun die Trennlinie zwischen einem Paar a la Michael Douglas/Kathleen Turner ("Der Rosenkrieg") und hier Affleck und Pike verläuft, seh ich auch net so wirklich. Den "Rosenkrieg" mocht ich nie - der war mir schon damals einfach "way too much".
Ich behaupte nicht, dass "Gone Girl" der Weisheit letzter Schluß wäre - vielleicht liegt es tatsächlich einfach nur daran, dass er mir ein Spiegelbild unserer medienaffinen Gesellschaft liefert, dass mir alle Vorbehalte die ich insgeheim angehäuft habe, schlicht und ergreifend bestätigt (Tyler Perrys Anwaltsfigur ist da das perfekte Beispiel - der "surft" quasi auf der voraussezierten Erwartungshaltung der Öffentlichkeit auf der Welle des somit vorausberechneten Erfolgs allen anderen voran... ).
Und dass die Ohrfeigen in Sachen "medialer Kritik" so neu auch nicht sind, würd ich niemals behaupten.
Vielleicht rührt meine Begeisterung auch einfach daher, dass ich nichts hiervon in dieser Form vorab erwartet hab - und eben diese Wahrnehmung meine Sichtung enorm aufwertete.
Wie dem auch sei: für mich ist´s der beste Film des Jahres.
Bislang.
Aber vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass ich eher emotional als rational gepolt bin.
Und der Film perfekt weiß auf der emotionalen Klaviatur zu spielen.
(Mein filmisches Alter Ego ist im Rahmen des Casts somit der von Patrick Fugit gespielte Kleinstadtcop hier drin.)
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"God gave us our relatives; thank God we can choose our friends." - Ethel Watts Mumford - (quoted in "Mary & Max")
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