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Alt 05.10.2014, 00:58
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Lex 217 Lex 217 ist offline
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Standard AW: Gone Girl - Das perfekte Opfer (2014)

Okay, Kinder, ich kapier das nicht.

Der Film ist genau 1:15 Minuten lang halbwegs spannend. Dann war mir (und ein paar Minuten später kam auch schon die "Auflösung" für alle) klar, was los ist. Und dann wurde eine weitere Stunde zelebriert
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wie gestört diese Frau ist. Da kam kein Twist mehr, gar nichts. Es wurde einfach weitererzählt und noch eines oben drauf gepackt, aber die grundsätzliche Erkenntnis des Films wurde nicht mehr bereichert. dabei wurde sogar imho mutwillig Spannung weggenommen, da man durch die Erzählung von Tommy O'Hara in der Bar schon WUSSTE, was sie "Barnes" antun wird. Das ist ganz miese Erzähltechnik, nochmal zu wiederholen, was der Zuschauer im Kopf schon gesehen hat, das ist einfach langweilig. Passiert auch bei der "Auflösung" von Amys Verschwinden, wir sehen sie im Flucauto und wissen Bescheid, sehen alles geistig vor uns -- und der Film spielt uns noch minutenlang vor, was wir ohnehin wissen, uns gerade gedacht haben. Gähn.

Ich habe gänzlich das Interesse verloren nachdem klar war, dass sie ihn reingelegt hat. Und es kam auch nichts Ergänzendes oder Neues mehr dazu. Ich meine, was will der Film? Uns sagen, dass Frauen manipulative Irre sind? Oder dass Männer Schuld daran sind, wenn Frauen so werden? Oder dass man mit einer psychischen Erkrankung weit im Leben kommt, solange man wie Rosamund Pike aussieht? Oder auch, dass Beziehungen einfach schwierig bis unmöglich sind? Keiner dieser möglichen Aussagen kann ich zustimmen. Beziehungen sind möglich und die Ehe muss nicht die Hölle sein. Ich habe Propaganda in die andere Rochtung soooo satt.

Beziehungsdrama? Aha. Ich konnte mich leider Null identifizieren. Die Probleme, die die hatten, entstanden wie immer aus zu wenig Ehrlichkeit und Kommunikation. Sorry, wenn die Menschen zu blöd sind gute Ehen zu führen^^ kein Mitleid.

Spannung? Gab es keine mehr, nachdem mir die Figuren schnell unsympathisch wurden und mich nicht mehr interessiert hat, was mit denen passiert.


1 Punkt für Ben Affleck, der immer noch nett aussieht und das alles erträglich gemacht hat.
1 Punkt für Barneys Haus am See, das ebenfalls nett anzusehen war.
1 Punkt für das Potenzial, das hie und da absolut zu spüren war, und die kleinen Twists
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wie den Raub von Amys Geld
.
1 Punkt für die Medienkritik, das sitzt und macht Spaß.
1 Punkt für Miss Pike, die sichtlich gut spielt.

Kalt gelassen hat er mich nicht, aber ich gehe nunmal ins Kino um positive Gefühle zu erleben und nicht um mich zu ärgern.

5/10
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Thank God we can't tell the future. We'd never get out of bed.
August: Osage County


If I could end the quest for fire
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