Einzelnen Beitrag anzeigen
  #8 (permalink)  
Alt 01.02.2014, 13:24
Benutzerbild von S.W.A.M.
S.W.A.M. S.W.A.M. ist offline
Irgendwas mit Raumschiffen
 
Registriert seit: Feb 2008
Ort: Melmac
Beiträge: 2.616
Blog-Einträge: 58
S.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich seinS.W.A.M. kann stolz auf sich sein
Standard AW: Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel - Ben Affleck, 2006

Nachdem ich "The Town" und "Argo" gesehen und für gut befunden habe, musste dann endlich auch mal Afflecks Erstlingswerk sein.
Und ich muss sagen, dass der mich doch trotz einiger oben von Marv schon bemängelter Unstimmigkeiten in der Dramaturgie sehr beeindruckt hat. Für einen Debütfilm (was den Vergleich zu "Mystic River" ein wenig unfair erscheinen lässt) ist das ganz große Klasse.
Wie auch in "The Town" dient die Rahmenhandlung viel mehr einer gelungenen Milieustudie in der Bostoner "wrong side of the tracks". Morgan Freeman und Ed Harris dienen dem Film hauptsächlich als erdende Ritterschläge, während die Show komplett an Casey Affleck hängt, der - und da muss ich Dean Keaton - durchaus beipflichten, hier wieder einmal zeigt, dass er schauspielerisch zumindest deutlich interessanter ist als sein Bruder.

Und ich mochte das Dilemma, in dem man am Ende fest hängt, sehr. Ich glaube nicht, dass die Offenheit der gestellten Frage - wie Marv glaubt - etwas damit zu tun hat, dass Regisseur und Drehbuchautor die Antwort selber nicht wussten und deshalb zu faul waren, sie zu geben. Eine gestellte Frage ist nunmal IMMER interessanter als eine dahin geklatschte Antwort (selbst wenn sie halbwegs begründet wird).

Spoiler: Anzeigen

Ich bin mir nicht sicher, ob Freeman das Kind hätte behalten sollen oder nicht. Und die Frage turnt mir auch einen Tag später noch durch's Gehirn, was im Allgemeinen ein gutes Zeichen ist.


Einziges Problem stellt für mich dar, dass einige der deftigen Twists doch meistens vorhersehbar und an keiner Stelle wirklich überraschend waren.
Trotzdem ein gut gespielter, Michelle Monaghan zeigender, packender Film.

Und um nochmal auf den unfairen Vergleich zu "Mystic River" zurück zu kommen. Ich fand "Gone Baby gone" bei weitem nicht so zerfahren wie Eastwoods Film. Aber das Problem habe ich häufig bei Filmen vom Clint (vor allem gegen Ende... irgendwie weiß der Mann nie, wann er die Abspanncredits starten muss).

"Gone baby gone" fand ich auf jeden Fall sehr gelungen und der wird definitiv nochmal geschaut.
__________________
Soylent Green is people!
Mit Zitat antworten

Diesen Beitrag teilen: